Augenzucken

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 26. November 2016
Symptomat.deSymptome Augenzucken

Unter Augenzuckungen, zuckende Augenlider oder Augenzucken versteht man ein unwillkürliches Muskelzucken des Augenlides. Häufig ist ein solches Augenzucken harmlos, es kann aber auch hinweisen auf zugrunde liegende Erkrankungen oder Mangelerscheinungen bzw. Dysbalancen des Körpers.

Inhaltsverzeichnis

Definition Augenzucken

Augenzucken haben viele Menschen bereits einmal erlebt. Meist zuckt dabei das Oberlid des Auges unwillkürlich und in schneller Abfolge. Ein solches Augenzucken muss kein Anzeichen für eine Fehlfunktion oder eine Erkrankung sein.

Auch im gesunden Körper treten solche nervöse Zuckungen hin und wieder auf. Ein meist harmloses Augenzucken kann über Minuten oder gar über Stunden hinweg auftreten. Wenn ein Augenzucken über mehrere Tage hinweg oder länger auftritt, kann ein Arztbesuch ratsam sein; in der Regel ist dann ein Neurologe eine geeignete Anlaufstelle.

Im Gegensatz zu nervösem Zucken, das im gesunden Körperinneren auftreten kann, wird ein Augenzucken vom Betroffenen meist stärker wahrgenommen, weil es kurzfristig das Blickfeld stören kann. Auch ist das Augenzucken nach außen sichtbar.

Ursachen

Augenzucken wird vor allem ausgelöst durch einen Muskel des sogenannten Oberlids, den Lidheber. Dieser Muskel erhält Signale durch das Nervensystem. Als eine häufige Ursache für das Augenzucken gilt beispielsweise körperlicher oder psychischer Stress oder starke Müdigkeit.

Hinter einem Augenzucken können sich aber auch weitere Ursachen verbergen und nicht immer ist eine eindeutige Ursachenbestimmung möglich. So kann ein Zuviel an Sport und körperlicher Beanspruchung Augenzucken verursachen, denn durch die Überbeanspruchung sinkt die Nervenleistung.

Auch Unregelmäßigkeiten im Mineral- oder Wasserhaushalt des Körpers können Augenzucken begünstigen; stehen dem Körper diese Stoffe nicht ausreichend zur Verfügung, kann die Kommunikation zwischen Nerven und Muskulatur (unter anderem der Muskulatur des Auges) negativ beeinflusst werden.

Schließlich können sich hinter Augenzucken aber auch Erkrankungen verbergen. Solche Erkrankungen sind beispielsweise Virusinfektionen; die Körperkräfte sind hier fokussiert auf die Virusbekämpfung.

Diagnose & Verlauf

Augenzucken haben viele Menschen bereits einmal erlebt. Meist zuckt dabei das Oberlid des Auges unwillkürlich und in schneller Abfolge.

Der Verlauf von Augenzucken hängt zunächst davon ab, ob es sich um ein "gesundes" Augenzucken oder ein Augenzucken mit Krankheitswert handelt; ein harmloses Augenzucken endet in der Regel nach einigen Stunden wieder ähnlich unvermittelt, wie es aufgetreten ist.

Sind Erkrankungen für das Augenzucken verantwortlich, richtet sich das Augenzucken in der Regel nach dem Verlauf der zugrunde liegenden Krankheit. Kann eine entsprechende Erkrankung erfolgreich bekämpft oder besiegt werden, lässt meist auch das Augenzucken nach oder tritt nicht mehr auf.

Die Diagnose eines Augenzuckens selbst kann durch einen Arzt recht problemfrei gestellt werden, da das Augenzucken beobachtbar ist. Eine Diagnose der entsprechenden Hintergründe gestaltet sich häufig schwieriger, da oft auch verschiedene Ursachen beim Augenzucken zusammenspielen.

Komplikationen

Das Augenzucken ist in den meisten Fällen harmlos. Oft wird nur ein unkontrolliertes Zucken der Muskeln beobachtet. Das Augenzucken kann aber auch auf verschiedene Krankheiten hinweisen und Mangelerscheinungen des Körpers anzeigen. Das Augenzucken hat wahrscheinlich jeder Mensch schon einmal erlebt, dabei zuckt das Lid in schneller Abfolge. Solche nervösen Zuckungen treten auch bei völlig gesunden Menschen auf, es ist meist vollkommen harmlos und verschwindet nach einigen Minuten von selbst wieder. Dauert das Augenzucken jedoch mehrere Tage an, sollte ein Arztbesuch erfolgen. Hier wäre ein Neurologe die passende Anlaufstelle. Das Augenzucken wird von Betroffenen sehr stark wahrgenommen, es ist jedoch für das Gegenüber gar nicht schlimm.

Augenzucken wird immer durch einen Muskel am Lid ausgelöst, dem sogenannten Lidheber. Eine häufige Ursache ist Müdigkeit oder Stress. Zu viel Sport oder körperliche Belastungen sind ebenfalls oft der Auslöser für das Augenzucken, denn hier wird die Nervenleistung erheblich beeinträchtigt. Steht dem Körper nicht ausreichend Wasser zur Verfügung, können Nerven und Muskulatur nicht gut miteinander kommunizieren und es kommt ebenfalls zum Augenzucken. Sollte das Augenzucken jedoch häufig auftreten, kann auch eine Viruserkrankung dahinterstecken, ein Gang zum Augenarzt ist in diesem Fall unbedingt erforderlich. Das krankhafte Augenzucken kann jedoch leicht behandelt werden, es tritt entweder gar nicht mehr auf oder es ist nur noch sehr selten zu beobachten.

Behandlung

Je nach Ursache des Augenzuckens gibt es verschiedene Methoden, um ein Augenzucken zu bekämpfen. Ist ein Augenzucken beispielsweise durch Stressfaktoren bedingt, können Entspannungsverfahren zu einem Nachlassen des Augenzuckens führen. Es gibt viele verschiedene Entspannungsmethoden; dabei gilt es jeweils herauszufinden, welches Entspannungsverfahren individuell am angenehmsten und wirkungsvollsten erscheint. Auch entspannende Massagen können eine positive Wirkung haben.

Gelindert werden kann Augenzucken eventuell auch durch ein bewusstes Ernähren: Vor allem eine ausreichende Versorgung mit Magnesium wird hier durch Mediziner genannt, denn Magnesium ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Nervensignalen und Muskelreaktionen. Kann nicht ausreichend Magnesium über die Nahrung aufgenommen werden, kann es beispielsweise in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden.

Auch ausreichende sogenannte Spurenelemente (für den Körper wichtige Stoffe) können in der Bekämpfung von Augenzucken eine Rolle spielen. Außerdem kann sich ausreichende (im gesunden Maß) körperliche Bewegung positiv auf ein Augenzucken auswirken.

Liegt dem Augenzucken eine bestimmte Erkrankung zugrunde, so besteht ein erster Therapieschritt häufig in der Bekämpfung dieser Erkrankung.




Vorbeugung

Einige mögliche Schritte, um Augenzucken vorzubeugen, ähneln entsprechenden Therapieschritten: Grundsätzlich kann häufig durch eine ausgewogene Lebensweise einem Augenzucken vorgebeugt werden. Hilfreich kann es beispielsweise sein, zu starken Stress zu vermeiden oder zu reduzieren. Auch eine reichhaltige Ernährung ist ein möglicher vorbeugender Faktor. Eine solche Lebensweise kann außerdem auch das Risiko senken, an Infektionen zu erkranken, die zu einem Augenzucken führen können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Talea kommentierte am 11.02.2014 um 19:06 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe seit etwa drei Wochen ein zuckendes Auge. Betroffen ist der untere Bereich des rechten Auges. Zudem bin ich, unabhängig davon wieviel Schlaf ich bekomme, ständig müde. Seit Kurzem schmerzt das Auge außerdem beim Schließen des Lides. Wissen Sie was das sein könnte? Mit freundlichen Grüßen Talea.

Ninchen kommentierte am 03.04.2014 um 10:49 Uhr

Seit zwei Wochen zuckt das Unterlid meines rechten Auges. Zu diesem Zeitpunkt begannen auch meine Panikattacken.
Mal ist das Zucken weg, dann kommt es wieder. Mal ist es schlimmer, mal weniger schlimm. Ist das wirklich nur stressbedingt?

Andreas kommentierte am 04.04.2014 um 20:31 Uhr

Ich bin 36 Jahre alt und habe in regelmäßigen Abständen Augen- und Gesichtszuckungen. Mein Blutbild ist in Ordnung und auch durch Entspannung wird es nicht besser. Ich bin Brillenträger, vielleicht ist meine Sehstärke falsch. Ich weiß nicht mehr weiter. Hat jemand noch eine Idee?

Christel kommentierte am 20.05.2014 um 11:05 Uhr

Hallo, seit etwa zwei Jahren zucken meine Augen sehr stark. Es fing an, dass ich am Tag meine Augen nur mit Mühe für wenige Sekunden öffnen konnte. Das hat sich etwas geändert. Tagsüber habe ich nur bei Anstrengung und starkem Stress Augenzucken, ich habe dann kein Sichtfeld mehr. Am schlimmsten ist es nachts. Sobald ich meine Augen schließe, beginnt das Augenzucken und hört nicht mehr auf. Deswegen nehme ich vor dem Zubettgehen eine starke Schlaftablette, damit ich etwas zur Ruhe kommen kann. Ich bin verzweifelt.

Nuni kommentierte am 29.10.2014 um 19:21 Uhr

Ich habe auch häufiger Augenzucken, manchmal tagelang. Magnesiumkapseln oder Brausetabletten eine Woche lang einnehmen, das hilft wirklich.

Marina kommentierte am 01.10.2016 um 23:48 Uhr

Ich bin 16 Jahre alt. Seit zwei Wochen zuckt an meinem linken Auge das Unterlid. Es stört mich sehr. Ich habe im Internet gegoogelt was dagegen hilft. Z.B. stand dort, Botox soll in die zuckende Stelle gespritzt werden. Das macht mir schon etwas Angst, auch die anderen Sachen, die ich da so las. Ich hoffe, das geht schnell wieder weg. Was kann ich machen?

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