Augenringe

Jeder Mensch hat irgendwann im Laufe seines Lebens Augenringe bzw. Augenränder. Diese zeigen an, wie wir uns fühlen. Augenringe können jedoch auch Warnzeichen für bestimmte Mangelerscheinungen oder Krankheiten sein.

Inhaltsverzeichnis

Definition Augenringe

Rund um die Augen ist die Haut sehr dünn und weist nur wenig Unterhautfettgewebe auf. Deshalb können Blutgefäße stark durchschimmern. Unter bestimmten Voraussetzungen bilden sich sogenannte Augenringe bzw. halonierte Augen, wie sie auch in der medizinischen Fachsprache genannt werden.

Unter Augenringen versteht man einen dunkel gefärbten oder schattigen Bereich unterhalb des Auges. Manchmal treten Augenringe auch in Kombination mit Tränensäcken auf. Dabei hängt die Haut schlaff herunter und kann große Falten werfen.

Ursachen für Augenringe

Es gibt zahlreiche Ursachen für die Entstehung von Augenringen. Zunächst einmal zeigen sie die Durchblutung des Gewebes an, manchmal kann ein geübter Arzt aus dem Grad der Verfärbung auch schätzen, inwieweit sich die Zusammensetzung des Blutes geändert hat.

Eine der häufigsten Gründe für Augenringe ist schlicht, dass sie angeboren sind. Viele Menschen sind im Bereich der Augen besonders empfindlich und neigen daher von Natur aus zu Schattierungen. Des Weiteren zeigen Augenringe Müdigkeit an, aber auch den übermäßigen Konsum von Alkohol und anderen Drogen.

Augenringe können aber auch ein Hinweis auf Mangelerscheinungen sein: Ein Test auf den besonders bei Frauen häufigen Eisenmangel kann Klarheit verschaffen. Doch auch das Fehlen bestimmter Vitamine oder eine Störung des Melaninhaushaltes stellen eine mögliche Ursache dar.

Ebenfalls häufig tauchen Augenringe als erstes Anzeichen von unangenehmen Bindehautentzündungen auf. Zu guter Letzt sind Augenringe oft einfach eine Folge des Älterwerdens: Die Haut ist schlaff, da Muskeln und polsterndes Fett mit den Jahren allmählich abgebaut wird. Bei Menschen mit tiefer liegenden Augen und bei ungünstigen Lichtverhältnissen (z.B. Neonlicht) kann es ebenfalls so aussehen, als ob Augenringe bei den Betroffenen vorhänden wären, obwohl dem medizinisch nicht so ist.

Diagnose und Verlauf bei Augenringen

Augenringe sieht man sofort. Sie entstehen vor allem durch die vermehrte Durchblutung der Haut bzw. durch eine veränderte Blutzusammensetzung. Ein Sauerstoffmangel, beispielsweise, lässt Blut dunkel erscheinen, weshalb man auch Augenringe bekommt, wenn man zu viel Alkohol getrunken hat oder müde wird.

Beide Zustände gehen mit einer Verringerung des Sauerstoffgehaltes im Blut einher. Da die Entstehung von Augenringen zahlreiche Gründe haben kann, fällt die richtige Diagnose oft schwer. Wer Augenringe an sich entdeckt, nachdem er einige Stunden ununterbrochen vor dem Computer gesessen oder am Abend zuvor dem Alkohol zu sehr zugesprochen hat, dem dürfte die Schuldzuweisung leicht fallen.

Behandlung von Augenringen

Je nach Ursache werden Augenringe sehr unterschiedlich behandelt. Sind sie genetisch bedingt oder eine Alterserscheinung, helfen Cremes und Kuren mit Vitaminampullen, die direkt in den betroffenen Bereich einmassiert werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bewährt hat sich das Auflegen eines nassen Beutels mit Schwarztee auf die betroffenen Partien. Das lässt man einige Zeit einziehen und die Augenringe sind fürs erste verschwunden bzw. gelindert.

Weiterhin können auch Eiswürfel oder Eispacks helfen, da sich hierbei die Blutgefäß-Kapillare unter den Augen zusammenziehen. Somit ist die blutrote Oberfläche verkleinert. Außerdem fühlt sich der Augenraum frischer und jünger an. Allerdings sollten die Eiswürfel nur für kurze Zeit und nicht direkt auf die Augen gelegt werden (Unterkühlung und Verletzungsgefahr).

Sehr hilfreich ist die Umstellung auf eine gesündere Lebensweise. Betroffene sollten vor allem Zigaretten und Alkohol meiden, viel Mineralwasser trinken. Eine gesunde vitaminreiche und natürliche Ernährung sollte selbstverständlich sein. Zusätzlich sollte auf einen ausreichenden Schlaf geachtet werden. Ein gesunder Erwachsener benötigt in der Regel ca. 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht, wovon allerdings die Tiefschlafphasen am wichtigsten sind. Wer regelmäßig erst in den frühen Morgenstunden ins Bett geht, taucht nicht mehr in diese auch REM-Phase genannte Schlafzeit ab und erholt sich dementsprechend nicht genug. Fehlender Schlaf wiederum hat Augenringe zur Folge - ein Teufelskreis.

Ansonsten lassen sich Augenringe kosmetisch mit speziellen Abdeckstiften und Make-Up optisch korrigieren. Ein Eisen- oder Vitaminmangel jedoch kann nur mit Hilfe eines Bluttests diagnostiziert werden. Falls die Augenringe über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben und man auch andere körperliche Beschwerden (zum Beispiel anhaltende Müdigkeit trotz ausreichenden Schlafs) an sich feststellt, könnte dies auf einen Mangel hinweisen.

Sobald dieser festgestellt wird, helfen Tabletten oder Spritzen dem Körper auf die Sprünge und die Augenringe verschwinden wieder. Wer sich unsicher ist, sollte seinen Hausarzt konsultieren.

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Vorbeugung von Augenringen

Um Augenringen vorzubeugen, empfiehlt sich eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung an frischer Luft. Letzteres führt zu einem höheren Sauerstoffgehalt im Blut, was dieses heller erscheinen lässt. Alkohol und Zigaretten sollten möglichst gemieden werden.

Ebenso sollte der Fernseh- und Computerkonsum eingeschränkt werden. Eine kühle morgendliche Gesichtsdusche hilft ebenfalls ausgeschlafener auszusehen.

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