Tränensäcke
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Tränensäcke sind ein kosmetisches Problem, dessen Ursache oft in familiärer Veranlagung zu suchen ist. Je nachdem, ob die Erscheinungen dauerhaft auftreten oder vorübergehender Natur sind, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um die Tränensäcke zu minimieren.
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Definition Tränensäcke
In schweren Fällen entwickelt sich am unteren Rand des Tränensacks eine Hautumschlagfalte und das gesamte Unterlid wird nach unten gezogen. Dadurch wird der rötliche innere Lidrand sichtbar. Als Musterbeispiel für stark ausgeprägte Tränensäcke gilt bis heute der Schauspieler Horst Tappert †(»Derrick«), der sie zu seinem Markenzeichen machte.
Definitiv falsch ist die volkstümliche Erklärung, in den Tränensäcken würden sich alle ungeweinten Tränen ansammeln. Auch wenn die Hautausstülpungen dem Gesicht einen traurigen Ausdruck verleihen: Nicht nur deprimierte Menschen entwickeln Tränensäcke.
Ursachen für Tränensäcke
Ist das Bindegewebe von Natur aus stabil, bleibt es bei einer leichten Ausprägung, die als wenig störend empfunden wird. Auch die Lebensweise hat einen Einfluss: Wer in jungen Jahren häufig unter Augenringen aufgrund von Alkoholgenuss oder exzessivem Rauchen leidet, erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Bindegewebe mit zunehmendem Alter den angesammelten Giftstoffen nichts mehr entgegenzusetzen hat:
Es kommt zu einem Verfall der Haut, der Tränensack ist da. Als seltenere Ursachen für Tränensäcke sind Störungen im Wasserhaushalt (Nieren- oder Herzleiden) zu nennen.
Diagnose und Verlauf bei Tränensäcken
Tränensäcke zu diagnostizieren ist nicht schwer, denn sie sind deutlich sichtbar. Schwieriger hingegen ist das Herausfinden der individuellen Ursache. Treten Tränensäcke plötzlich auf und fühlen sich wie pralle Wasseransammlungen an, so lohnt sich ein Gang zum Arzt, wenn es keine offensichtlichen Ursachen (Augentrockenheit, Bindehautentzündung, Schlafmangel oder exzessives Weinen) dafür gibt.
Besonders wenn sich die Schwellungen nicht schnell von selbst zurückbilden oder mit Schwellungen in anderen Körperbereichen einhergehen, sollte der Betroffene aufmerksam werden: Eine bisher unentdeckte Herz- oder Nierenschwäche kann nur der Arzt sicher feststellen.
Haben sich die Tränensäcke über einen längeren Zeitraum entwickelt und fühlen sich eher schlaff als prall an, wird der Arzt eine Bindegewebsschwäche diagnostizieren und die Prognose stellen, dass sich die Tränensäcke nicht mehr von selbst zurückbilden werden.
Behandlung von Tränensäcken
Ausreichender Schlaf, reichlich Mineralwasser, eine gesunde Ernährung mit wenig Salz und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin reichen oft schon, um das Übel zu beseitigen. Auch das Auflegen kühler Packungen ist hilfreich. Ein altes Hausmittel ist das Auftragen von Hämorrhoidensalbe, die abschwellende Substanzen enthält. Verzichtet werden sollte jedoch auf cortisonhaltige Hämorrhoidensalben, da sie die Haut schwächen und das Bindegewebe schädigen.
Die Einnahme von Entwässerungstabletten sollte nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen. Ist erschlaffte Haut die Ursache der Tränensäcke, kommt im Anfangsstadium eine kosmetische Behandlung mit straffenden Mitteln in Betracht. Ihre Wirkung ist jedoch nur vorübergehend, sodass die Anwendungen regelmäßig wiederholt werden müssen, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen. In schweren Fällen hilft nur eine operative Entfernung der Tränensäcke im Rahmen einer Lidstraffung.
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Vorbeugung von Tränensäcken
Wer Tränensäcken vorbeugen möchte, sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol und Zigaretten verzichten. Erbanlagen lassen sich auf diese Weise zwar nicht beeinflussen, aber die Entstehung der Tränensäcke kann so hinausgezögert werden. Wer eine besonders feine Haut im Augenbereich aufweist, kann durch das regelmäßige Auftragen von Pflegecremes erreichen, dass die Haut länger elastisch bleibt und Tränensäcke nicht so schnell entstehen.
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