Sesam

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Der Sesam gehört zu den ältesten Ölpflanzen der Welt und wird als gesunde Küchen-Würze und Natur-Heilpflanze verwendet. Der früheste Beleg für die Nutzung von Sesam stammt aus dem dritten vorchristlichen Jahrtausend (Indus-Kultur). Von Indien aus trat die Pflanze ihren Siegeszug um die ganze Welt an. Auch die ayurvedische und traditionelle chinesische Medizin verwenden den Sesam häufig.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Sesam

Der Sesam (Sesamum indicum) gehört zur Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae). Die einjährige krautige Pflanze wird 1,20 m hoch. Ihr gefurchter Stängel hat einen viereckigen Querschnitt und ist mit feinen Härchen bedeckt. Die unteren Blätter der Ölpflanze sind gegenständig angeordnet, eiförmig, gezähnt, vorne spitz zulaufend und sitzen an etwa 11 cm langen Stielen. Die oberen Blätter befinden sich an nur 3 cm langen Stielen, sind wechselständig angeordnet, schmal lanzettförmig und ganzrandig.

Je nach Sorte werden weiße und rosafarbene Blüten ausgebildet. Platzen die an beiden Enden abgerundeten behaarten Fruchtstände auf, fallen winzige glatte Samen heraus. Sie haben eine schwarze, weiße oder braune Färbung. Die schwarzen Sesamkörner gelten als Urform der Medizinal-Pflanze. Sie ähneln geschmacklich den andersfarbigen Samen, verfügen jedoch über einen wesentlich höheren Gehalt an Inhaltsstoffen, die als Natur-Arznei und Basis für Natur-Kosmetik nutzbar sind.

Da die Sesam-Pflanze ein warmes und mäßig feuchtes Klima bevorzugt, wird sie heute fast überall im Orient, in Asien und in Afrika angebaut. Sie stellt keine hohen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, benötigt keinen Dünger und eignet sich deshalb optimal für den kontrolliert biologischen Anbau.

Wirkung & Anwendung

Wegen ihres hohen Gehalts an lebenswichtigen gesunden Fetten, essentiellen Aminosäuren (L-Tryptophan, L-Methionin, L-Lysin), Vitaminen (A, B1, B2, B3, E-Komplex: Tocopherole, Tocotrienole), Mineralien und Spurenelementen (Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen) wird der Sesam in verschiedenen asiatischen und arabischen Ländern als Grundnahrungsmittel verwendet.

Um ihn als Naturheilmittel einsetzen zu können, muss er jedoch täglich konsumiert werden. Die alte aus Indien stammende Kulturpflanze wird hauptsächlich innerlich in Form von Sesamkörnern, Sesam-Mehl und Sesamöl angewendet. Für die äußerliche Anwendung eignet sich nur Sesamöl. Um die volle Heilwirkung des Öls nutzen zu können, sollte der Anwender ausschließlich natives kaltgepresstes Sesamöl aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden und es unter gar keinen Umständen erhitzen.

Naturbelassenes Sesamöl enthält 35-50 Prozent Ölsäure, 35-50 Prozent Linolsäure sowie Palmitinsäure, Stearinsäure, die Pflanzen-Östrogene (Lignane) Sesamin und Sesamolin sowie Vitamin E. Äußerlich angewandt, stabilisiert reines Sesamöl den von Umwelteinflüssen und unverträglichen Pflegeprodukten geschädigten Säure-Schutz-Mantel der Haut und wirkt trockener Haut entgegen.

Da die Sesam-Pflanze ein warmes und mäßig feuchtes Klima bevorzugt, wird sie heute fast überall im Orient, in Asien und in Afrika angebaut.

Gegen spröde und rissige Haut an den Händen hilft auch eine selbst hergestellte Sesampaste, die Sesamöl enthält. Die im Öl vorhandene essentielle Aminosäure L-Lysin trägt dank ihrer antiviralen Eigenschaften zur Heilung von Herpes und Gürtelrose bei, wenn das Sesamöl auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen wird. Es löst sanft den Haut-Schorf von schon verheilten Wunden. Da Sesamöl schnell in die unteren Hautschichten eindringt, verstärkt es als Basis-Massageöl die Wirkung der Massage-Therapie noch zusätzlich.

Auf Gesicht und Hals aufgetragen, fördert es die Elastizität der Haut (Anti-Aging-Effekt). Es hat sogar einen niedrigen Lichtschutz-Faktor. Im Nasen-Innern aufgetragen, heilt es chronisch ausgetrocknete Nasenschleimhäute (Rhinitis sicca). Kontraindikationen gibt es in Form der Sesam-Allergie (nur bei der innerlichen Anwendung von Sesam!). Daher ist der Einzelhandel verpflichtet, Sesamprodukte grundsätzlich immer in der Zutaten-Liste aufzuführen. Wechselwirkungen von Sesam mit anderen Mitteln und etwaige Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Sesamsamen und Sesamöl haben wegen ihres hohen Gehalts an Phenolen, Lignanen und Vitamin E eine starke anti-oxidative Wirkung. Entzündliche Prozesse im Körper werden gestoppt. Vorzeitiges Absterben von Zellen wird verhindert. So wird nicht nur der Arteriosklerose vorgebeugt, die durch Entzündungen in den Gefäßwänden hervorgerufen wird. Vor allem die Phyto-Östrogene Sesamin und Sesamolin verhindern das Entarten von Zellen zu Tumorzellen.

Selen und die essentielle Aminosäure Cystein fördern die Bildung der Antioxidantien Glutathion und Glutathion-Peroxidase. Wie eine rezente Studie mit Knie-Arthrose-Patienten zeigte, lindern Sesamprodukte sogar Gelenkentzündungen. Sie sind eine gute Ergänzung zur Cortison-Gabe und kompensieren außerdem wegen ihres hohen Kalzium-Gehalts noch zusätzlich das Herauslösen von Kalzium aus dem Knochengewebe (eine Nebenwirkung des Cortison). Da Kalzium und Magnesium im Sesam in einem optimalen Verhältnis vorhanden sind, fördert der Ölpflanzen Konsum den Aufbau von Haut, Haaren, Nägeln, Knochen, Knorpel, Zähnen und Muskeln.

L-Lysin, Cystein, L-Methionin und Taurin bilden Kollagen und Elasthin, die die Spannkraft der Haut fördern. Der hohe Ballaststoff-Anteil in Sesamkörnern reguliert sanft die Verdauung und erleichtert die Darmpassage. Da die Faserstoffe eine hohe Bindungsfähigkeit haben, wirkt Sesam stark entgiftend und entschlackend. L-Methionin reinigt die Leber von Medikamenten Abbau-Produkten. Die in Sesamprodukten enthaltenen Phyto-Sterole und die Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) senken einen krankhaft erhöhten Cholesterinspiegel.

Die Einnahme von täglich 20 ml Sesamöl und Reis-Keim-Öl reicht bereits aus, Bluthochdruck dauerhaft auf einem niedrigeren Niveau zu halten. Das im Sesam vorhandene Lecithin wird bei Stress zur Verbesserung der Gehirn und Nerven-Leistung genutzt. Das L-Tryptophan wirkt Nerven beruhigend, Stimmung und sorgt für einen ungestörten Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Vitamine A, B1 bis B3, E und Eisen sorgen dafür, dass der Energie-Transport zu den Körperzellen verbessert wird, was die allgemeine Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus stärkt.

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