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Bindegewebsschwäche

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Bindegewebsschwäche

Eine Bindegewebsschwäche zeigt sich in unterschiedlichen, optisch mehr oder weniger sichtbaren Beeinträchtigungen eines normalen und attraktiven Hautbildes. Die Bindegewebsschwäche kann bereits im jungen oder erst im fortgeschrittenen Lebensalter auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Bindegewebsschwäche?

Das Bindegewebe, welches, wie die Bezeichnung aussagt, von einer Bindegewebsschwäche betroffen ist, befindet sich an verschiedenen Organen des Körpers. Nicht nur die äußere Hauthülle, sondern auch viele innere Organe sind durch eine bindegewebige Schicht gekennzeichnet.

Wie alle Gewebsschichten der Haut, so kann auch das Bindegewebe von einer zunehmenden Erschlaffung und einem Verlust an Elastizität betroffen sein. Die Bindegewebszellen, welche im Laufe des Lebens und durch kaum beeinflussbare Beeinträchtigungen geschädigt werden können, sterben ab, verhärten und verlieren ihre Funktionsfähigkeit.

Eine Bindegewebsschwäche wird definiert durch die nachlassende stützende und stabilisierende Wirkung, welche das Bindegewebe eigentlich zu erfüllen hat. Darüber hinaus kann bei einer Bindegewebsschwäche die eigentliche Gleit- und Verschiebefunktion nicht mehr in ausreichendem Maße gewährleistet werden.

Ursachen für Bindegewebsschwäche

Im Rahmen der medizinischen Diagnostik werden für eine Bindegewebsschwäche abweichende Ursachen angegeben. Zunächst kommen körperliche Veränderungen in Frage, zu denen insbesondere ein starkes Übergewicht, eine Dehnung der Haut durch eine Schwangerschaft und eine zu geringe Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr gehören.

Häufig kann die Haut abwechselnde Dehnungen durch eine damit verbundene ständige Erschlaffung von Bindegewebe nicht mehr ausgleichen, sodass es zu einer Bindegewebsschwäche kommt. Zu wenig körperliche Bewegung sowie eine normale fortschreitende Alterung der Haut sind ebenfalls die Ursachen für eine Bindegewebsschwäche.

Die Stärke und Stabilität des Bindegewebes wird dadurch bestimmt, in welcher Menge ein Mensch kollagene Fasern im Bindegewebe ausgebildet hat. Dieses Merkmal kann genetisch bedingt sein und eine Bindegewebsschwäche begünstigen. Die Bindgewebsschwäche betrifft sowohl weibliche als auch männliche Patienten und übergewichtige Kinder.

Diagnose und Verlauf bei Bindegewebsschwäche

Schematische Darstellung zur Anatomie und Aufbau der Haut mit und ohne Cellulite. Klicken, um zu vergrößern.

Eine vorliegende Bindgewebsschwäche entwickelt sich langsam und zeigt sich erst im fortgeschrittenen Stadium in unschönen Veränderungen der Haut. Neben dem Auftreten von von Cellulite, der sogenannten Orangenhaut, zeigt sich eine Bindegewebsschwäche in weißlichen, bläulichen oder hellrosa Streifen auf der Haut. Diese werden umgangssprachlich als Schwangerschaftsstreifen oder Striae (Dehnungsstreifen) bezeichnet. Die Haut sieht so aus, als ob sie gerissen ist.

Bei einer Bindegewebsschwäche treten manchen Betroffenen schon bei geringen mechanischen Blutergüsse auf. Auch Krampfadern werden mehr oder weniger stark sichtbar.

Da eine Bindegewebsschwäche nicht nur die äußere Hauthülle betrifft, sondern ebenfalls die Einbettung vieler innerer Organe, treten ganz spezifische Symptome auf. Betrifft eine Bindegewebsschwäche die Lunge, die Augen, das Herz und die Blutgefäße sowie das Bewegungs- und Skelettsystem, dann sind organbezogene und die Gesundheit stark beeinträchtigende Krankheitszeichen typisch.

Es wird von einem Marfan-Syndrom gesprochen, welches aufgrund einer erblich bedingten Bindegewebsschwäche auftritt. An den inneren Organen kann es zu Vernarbungen kommen, wodurch diese ihre natürliche Physiologie bei einer genetischen Bindegewebsschwäche nicht mehr gewährleisten können. Die angeborenen Bindgewebsschwäche tritt selten auf.

Behandlung und Therapie von Bindegewebsschwäche

Die Behandlungsmethoden bei einer Bindegewebsschwäche sind recht begrenzt und können durch spezielle individuelle Maßnahmen ganz wesentlich unterstützt werden. Grundsätzlich ist eine Bindegewebsschwäche eine Hauterkrankung, die bei genetischen Ursachen eine spezielle medizinische Behandlung erfordert. Bei einem vorliegenden Marfan-Syndrom kann eine gezielte Therapie in der Art erfolgen, dass lediglich die Symptome in geringem Umfang behandelt werden können.

Treten lediglich äußerlich sichtbare Veränderungen des Hautbildes auf, so können diese durch geeignete schönheitsmedizinische und kosmetische Eingriffe therapiert werden. In diesem Zusammenhang versprechen sowohl die hautstraffenden chirurgischen oder nicht operativen Verfahren als auch diverse Cremes und Salben eine Verbesserung des Hautbildes.

Darüber hinaus tragen regelmäßige körperliche Bewegung sowie die Stärkung der Muskulatur zu einer Reduzierung einer Bindegewebsschwäche bei. Diese Resultate basieren auf einer zunehmenden Straffung des Bindegewebes.

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Vorbeugung von Bindegewebsschwäche

Um eine Bindegewebsschwäche zu vermeiden, sind die Beanspruchung entsprechender Muskelgruppen durch Sport und durchblutungsfördernde Verfahren sinnvoll. Darüber hinaus können eine wirksame Hautpflege insbesondere während einer Schwangerschaft und die Vermeidung von Übergewicht einer Bildung der Bindgewebsschwäche vorbeugen.

Eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit kann die Entstehung von Orangenhaut als Folge einer Bindegewebsschwäche reduzieren. Gegen eine individuelle Veranlagung für eine Bindgewebsschwäche kann prophylaktisch leider nichts getan werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Gunter kommentierte am 22.08.2013 um 11:00 Uhr

Ich bekomme an meinen Unterarmen immer rote Flecken aufgrund meiner Bindegewebsschwäche. Was kann ich dagegen tun? Ich danke Ihnen für eine schnelle Abhilfe!