Übersäuerung (Azidose)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2014
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Man spricht von einer Übersäuerung oder Azidose beim Menschen, wenn der pH-Wert des Blutes unter dem Wert von mind. 7,36 liegt. Gesunde Menschen haben ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis zwischen 7,36 und 7,44. Man unterscheidet eine Übersäuerung in Stoffwechsel bedingte (metabolisch) und auf Atmung beruhende (respiratorisch) Azidose. Typische Anzeichen sind blaue Lippen und häufiges Wasserlassen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Übersäuerung (Azidose)?

Übersäuerung oder Latente Azidose – der schleichende Feind. Fast 90 Prozent der Bevölkerung sind nach Meinung von Medizinern, die sich mit dem Thema Übersäuerung beschäftigen und forschen, mehr oder weniger übersäuert, wobei demnach jede chronische Krankheit mit einer Übersäuerung des Bindegewebes zu tun hat.

Dabei gibt es für den Grad einer Übersäuerung eine bestimmte Messlatte: Hat eine normale Zelle einen pH-Wert von 7,4, so sinkt dieser etwa durch direkte Elektro-Strahlung unter 7,0. Tumorzellen, wie sie jeder Mensch jeden Tag entwickelt ohne krank zu werden, legen sich einen Strahlen-Säure-Mantel zu, so dass die körpereigenen Abwehrzellen zum Stillstand gebracht werden. Von Übersäuerung spricht man demnach dann, wenn der pH-Wert einer Zelle deutlich unter 7,4 sinkt. (Merke: je niedriger der pH-Wert, desto saurer sind die Zellen, je höher der pH-Wert, desto basischer sind die Zellen)

Ursachen für Übersäuerung

Die Gründe für die allgemeine Übersäuerung liegen nach Meinung von Experten auf der Hand, denn Säure ist praktisch überall: Industrieemissionen, industriell aufbereitete Nahrung mit etlichen Zusatzstoffen, Strahlungen durch Elektrogeräte, Stress, Depressionen, chemische Behandlungen in Form von Medikamenten, usw., sorgen für eine regelrechte „Säureflut“. Auch Rauchen und andere Suchtformen können zu einer Übersäuerung führen. Aber auch der vermehrte Verzehr von zuviel Wurst, Fleisch und Käse lässt den Körper rasch übersäuern.

Diese Säureflut wiederum muss durch Basen im Körper gepuffert, d.h. ausgeglichen werden. Denn der Körper hat natürliche Funktionen entwickelt, um Säure wieder auszuscheiden: Auf Platz eins steht dabei die Leber, dann die Niere, die Lunge, um Co² wieder auszuscheiden, der Magen und auch der Oberschenkelknochen ist ein hervorragender Basenspender. Gelingt dem Körper die Pufferung durch Basen nicht mehr, dann wird er sauer und Krankheiten sind die Folge.

Typische Symptome und Anzeichen bei Azidose

Krankheitsverlauf Übersäuerung (Azidose)

Die Folgen und der Verlauf einer Übersäuerung sind je nach Mensch unterschiedlich. Dabei gilt die Devise: Die Zelle im Körper vergisst nichts und Übersäuerung hemmt die Heilungsgenetik. Eine typische Übersäuerungs-Krankheit ist zum Beispiel die Osteoporose. Da der Oberschenkelknochen ein Basenspender ist, wird er bei andauernder Übersäuerung porös und brüchig.

Übersäuerungs-Experten betonen dabei, dass nicht der allgemein angenommene Kalziummangel für die Osteoporose verantwortlich ist; denn üblicherweise sei genügend Kalzium im Körper bei Osteoporose zu finden. Rote Blutzellen bilden dabei im Blut ursprünglich die Puffer für Säure und passieren im gesunden Zustand nacheinander die Kapillare. Bei Übersäuerung verklumpen diese jedoch und es fließt nur noch Plasma durch die Kapillare.

Die Folge sind Bluthochdruck, Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Im Anfangsstadium sind Leistungsabfall, Schlappheit durch Atemprobleme zu verzeichnen. Im schlimmsten Fall kann eine Krebserkrankung eintreten. Ein pH-Wert von 6,3 oder weniger im Blut ist für die Bildung von Tumorzellen außerordentlich günstig.

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Behandlung und Therapie von Übersäuerung

Eine Maßnahme zur Vorbeugung und zur Heilung von Übersäuerung (Azidose) ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Bei der Übersäuerung spielen tierische Eiweiße eine große Rolle (Fleisch, Wurst, Käse). Daher gilt es, diese zu reduzieren. Fleisch, raffinierter Zucker, Weißmehl, Alkohol und Bohnenkaffee sind besonders säurelastig. Reich an Basen sind wiederum Kartoffeln (an erster Stelle), Gemüse, Salat, Obst, ungeschälter Reis, Sojaprodukte, Rohmilch, Nüsse, Gewürze und Kräutertees.

Auch seelische Stressmomente wie Trauer und andauernde Überbelastung verstärken die Säureflut im Körper.

Um Säure zu neutralisieren, werden im Handel sogenannte basische Produkte in Form von Pulver für Shakes oder in Form von Tabletten angeboten. Regelmäßig eingenommen sollen sie helfen, die Säure-Basen-Balance wiederherzustellen. Mediziner, die sich mit Übersäuerung beschäftigen, verabreichen außerdem Infusionen, um die Säurelast abzumildern. Viele betonen dabei, dass gesunde Ernährung nicht genug ist, wenn sich jemand in einem "Säureloch" befindet. Dann werden Infusionen, basische Produkte und eine ausgewogene Ernährung empfohlen.

Dennoch bleibt anzuraten, sich gesund und vielseitig zu ernähren. Fleisch und Wurst sollte noch einmal wöchentlich verzehr werden. Viel Bewegung und Sport unterstützt ausserdem die Säureregulation im Körper.

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