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Zahnwurzelentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Zahnwurzelentzündung

Eine Zahnwurzelentzündung oder kurz Wurzelentzündung oder Zahnwurzelentzündung ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Das weiß jeder, der schon einmal eine Wurzelentzündung hatte und diese beim Zahnarzt behandeln lassen musste.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Zahnwurzelentzündung?

Bei einer Zahnwurzelentzündung handelt es sich genau genommen um eine Entzündung der Zahnwurzelspitze.

Bakterien dringen über einen kariösen Zahn in die Wurzelspitze und lösen eine Wurzelentzündung aus.

Die Entzündung beginnt zumeist mit einer fortschreitenden Karies, die auf das Zahnbein übergreift und von dort aus in die Zahnwurzel eindringt.

Ursachen für Zahnwurzelentzündung

Die Hauptursache einer Zahnwurzelentzündung ist Karies an einem Zahn. Jeder Zahn hat eine harte Schicht, die ihn umgibt, und die weiche Pulpa. Der Prozess beginnt schleichend mit einer kleinen Kariesstelle und zerstört unbehandelt immer größere Anteile des Zahnes. Auch eine Parodontitis kann eine Zahnwurzelentzündung begünstigen.

Wenn Karies über lange Zeit unbehandelt bleibt, breitet sie sich zum Zahnbein aus und greift von dort auf die Zahnwurzel über. Es kommt zur schmerzhaften Wurzelentzündung.

Aber auch Schädigungen des Kiefers oder ein traumatischer Schlag auf einen Zahn kann lange Zeit danach zu einer Wurzelentzündung führen. Schief eingewachsene Weisheitszähne können die Wurzelumgebung anderer Zähne reizen. Manchmal können Infekte eine Wurzelentzündung begünstigen.

Typische Symptome und Anzeichen bei einer Zahnwurzelentzündung

Diagnose und Verlauf bei Zahnwurzelentzündung

Schematische Darstellung zum Behandlung bei Zahnwurzelentzündung oder Karies. Klicken, um zu vergrößern.

Eine Zahnwurzelentzündung ist meistens mit heftigen Zahnschmerzen verbunden. Bei anhaltender Wurzelentzündung wird der Zahn druckschmerzempfindlich und verträgt keine Berührungen.

Auch ein starkes Pochen im Zahninneren ist spürbar. Mit Forschreiten der Wurzelentzündung entwickelt sich ein starker Dauerschmerz. Spätestens dann ist der Besuch beim Zahnarzt unumgänglich. Manchmal verschwindet der Schmerz auch wieder, was allerdings nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein muss. Die Wurzelentzündung kann dazu geführt haben, dass der Zahn abstirbt.

Wird die Wurzelentzündung weiterhin nicht behandelt, kann sich die Infektion langfristig im Kiefer und in den Weichteilen ausbreiten. Der entzündete Bereich schwillt an und es kommt zur "dicken Backe". Die Wurzelentzündung kann sich auch weiter fortsetzen und auf den Kopf übergreifen und dort Kopfschmerzen verursachen.

Bei einer Wurzelentzündung ist es wichtig, dass sie so schnell wie möglich behandelt wird, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie auf andere Zähne übergreift. Bleibt die Zahnwurzelentzündung unbehandelt, kann sie dem Organismus schwere Schäden verursachen von einer dauerhaften Schwächung des Immunsystems, bis hin zu einer Herzmuskelentzündung. Die Diagnose Wurzelentzündung kann der Zahnarzt nur über ein Röntgenbild stellen.

Behandlung und Therpie von Zahnwurzelentzündung

Ist die Zahnwurzelentzündung diagnostiziert und genau lokalisiert, erfolgt in mehreren Teilschritten die Wurzelbehandlung. Zunächst wird der Zahn mit der Wurzelentzündung geöffnet und das von der Wurzelentzündung befallene Gewebe entfernt.

Danach erfolgt eine ausführliche Reinigung der Wurzelkanäle,um alle Bakterien zu entfernen. Meistens wird der Zahnarzt eine Einlage mit einem Antibiotikum oder antibakteriellem Medikament in den Zahn einführen und ihn fürs erste provisorisch verschließen. Manchmal muss bei einer Wurzelentzündung ein zweites Mal gereinigt werden. Es empfiehlt sich, den Zahn mit der Wurzelentzündung zu beobachten, bevor er dauerhaft mit einer Wurzelfüllung versehen und verschlossen wird.

Ist die Wurzelentzündung abgeklungen und sind keine weiteren Beschwerden mehr aufgetreten wird der Zahn durch eine Wurzelfüllung (zumeist mit Guttapercha) verschlossen. Zuweilen können noch ein paar Tage nach der Behandlung Schmerzen auftreten, die man mit Schmerztabletten vorübergehend lindern kann.

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Vorbeugung von Zahnwurzelentzündung

Da eine Zahnwurzelentzündung eine Folgeerkrankung ist, beginnt die Vorbeugung der Wurzelentzündung mit dem Verhindern von Karies. Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme ist die regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Zahnarzt. Er erkennt Karies bereits im Frühstadium und kann ein Fortschreiten verhindern.

Auch eine Wurzelentzündung lässt sich meistens im Frühstadium erkennen. Da Karies durch Bakterien verursacht wird, ist eine regelmäßige Zahnreinigung unabdingbar. Mindestens zweimal pro Tag sollten die Zähne geputzt werden. Der Zahnarzt kann über eine geeignete Technik Auskunft geben. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume empfiehlt sich die Benutzung von Zahnseide, denn in engen Zwischenräumen sammeln sich Essensreste, die Fäulnisbakterien begünstigen. Die Zahnbürste sollte mindestens alle 2 bis 3 Monate gewechselt werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

mariaauskell@arcor.de kommentierte am 13.11.2012 um 13:52 Uhr

Ich habe etliche Kronen im Oberkiefer und daher auch zahlreiche Zahnwurzelbehandlungen hinter mir. Ich denke, dass es von den Kronen kommt, im Unterkiefer hatte ich solche Beschwerden noch nie. Jetzt habe ich eine Wurzelbehandlung unter einer 10 Jahre alten Krone hinter mir. Der Zahnarzt rätselt über die Ursache, ich glaube, der Verursacher ist Stress, eventuell auch eine übergangene Erkältung, was mir immer wieder "auf die Zähne schlägt".