Verbrennungsschmerzen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 7. November 2017
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Verbrennungsschmerzen sind eine sehr unangenehme Sache. Ein Moment der Unachtsamkeit genügt oft schon und es kommt zu einer Verbrennung der Haut. Wenn es soweit gekommen ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten den Verbrennungsschmerz zu lindern, aber auch sofort nach der Verbrennung, können einige Dinge getan werden, um das Ausmaß der Verbrennung zu verringern.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Verbrennungsschmerzen?

Der Verbrennungsschmerz entsteht, wenn die Haut Kontakt mit einem zu heißen Gegentand oder auch einer Flüssigkeit hatte. Herdplatten, Bügeleisen, Kochtöpfe, Nudelwasser – sie gehören zu den häufigsten Auslösern für Verbrennungen, die grundsätzlich sehr häufig im Haushalt passieren. Gleich beim Kontakt mit der heißen Materie wird ein Schmerz verspürt, der anhält, auch wenn die Hitzequelle die Haut nicht mehr berührt. Dies ist der Verbrennungsschmerz.

An der betroffenen Stelle kommt es in der Regel recht schnell zu einer Rötung der Haut, später kann es, je nach Schweregrad der Verbrennung, auch zu Blasenbildung kommen. Diese Blasen sind dann mit Wundflüssigkeit gefüllt. Kühlung verschafft bei Verbrennungsschmerzen immer eine gute Linderung. Sie kann mittels kaltem Wasser oder Eisbeuteln erfolgen und sollte möglichst schnell nach dem Kontakt angewandt werden.

Ursachen

Verbrennungsschmerzen entstehen in Folge von Verbrühungen oder Verbrennungen. Diese sind eine Hautschädigung, die durch zu große Hitzeeinwirkung auf der Haut ausgelöst wird. Aber auch chemische Substanzen können durch Verätzung einen Verbrennungsschmerz hervorrufen, ebenso wie Stromverletzungen (Stromschläge).

Da unsere Haut eine schlechte Leitfähigkeit für Wärme besitzt, reicht es schon aus, dass die Hitzequelle nur sehr kurze Zeit vorhanden ist und eine Verbrennung entsteht. Ab einer Einwirkung von ungefähr 50 bis 60 Grad Celsius trägt unsere Haut schon einen Verbrennungsschaden davon und es komm zu Verbrennungsschmerzen.

Wie stark die Verbrennung ausfällt, ist von der Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung abhängig. Deshalb gibt es sehr harmlose Verbrennungen bis hin zu solchen, die lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Um Verbrennungen einzuteilen, gibt es verschiedene Verbrennungsgrade.

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Diagnose & Verlauf

Der Verbrennungsschmerz entsteht, wenn die Haut Kontakt mit einem zu heißen Gegentand oder auch einer Flüssigkeit hatte.

Die Diagnosestellung bei Verbrennungen und Verbrennungsschmerzen ist in den meisten Fällen sehr einfach. Dies liegt daran, dass der Betroffene in der Regel genau beschreiben kann was vorgefallen ist, nämlich Kontakt mit einer heißen Quelle.

Nun ist es wichtig, dass der Arzt klassifiziert, welcher Verbrennungsgrad bei dem vorgestellten Patienten vorliegt. Dafür ist die Tiefer der Verbrennung entscheidend. Bei Verbrennungen I. Grades sind nur die obersten Hautschichten betroffen. In diesem Fall treten nur Rötungen und Verbrennungsschmerzen auf, eine Blasenbildung ist nicht vorhanden. Eine solche Verbrennung bedarf keiner speziellen Behandlung, sie heilt meist schon nach wenigen Tagen vollständig ab.

Liegen Verbrennungen II. Grades vor, ist auch die Lederhaut betroffen. Dieser Verbrennungsgrad wird allerdings nochmals Unterteilt, je nachdem wie weit die Lederhaut betroffen ist. In beiden Fällen kommt es zu einer Rötung, Blasenbildung und natürlich auch zu Verbrennungsschmerzen.

Den schlimmsten Fall stellen Verbrennungen des III. Und IV. Grades dar. Bei ersterem sind alle Hautschichten durch die Verbrennung zerstört, die betroffene Stelle kann verkohlt sein. Beim IV. Verbrennungsgrad spricht man in der Regel schon von einer Verkohlung. Hierbei ist nicht nur die Haut betroffen, sondern auch Muskeln, Sehnen und auch Knochen. In diesen Fällen kann eine Amputation oft nicht mehr vermieden werden.

Komplikationen

Bei Verbrennungsschmerzen treten nur selten Komplikationen auf, die die Gesundheit des Patienten stark beeinflussen. In den meisten Fällen können Verbrennungsschmerzen relativ gut behandelt werden und führt nicht zu weiteren gesundheitlichen Problemen. Eine Narbe nach einer Verbrennung kann relativ schmerzhaft sein und nur langsam zurückgehen.

Nicht selten bleiben Narben nach Verbrennungen auch für immer auf der Haut und verschwinden nicht komplett. Sollten starke Verbrennungsschmerzen auftreten, so muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Diese kann die Stärke der Verbrennung beurteilen und die Haut richtig behandeln. Dabei können Folgeschäden und Narben vermieden werden.

Operative Eingriffe finden in der Regel nicht statt, die Behandlung erfolgt mit Cremes, Salben und Schmerzmitteln. Falls die Verbrennungsschmerzen nach einem sehr schweren Unfall auftreten, kann es auch zu Amputationen kommen. Patienten sollten Brandblasen auf keinen Fall selbst öffnen. Falls die Blase geöffnet werden muss, sollte dies nur ein Arzt durchführen.

Keime und Erreger könnten hier sonst für eine Entzündung sorgen und zu stärkeren Verbrennungsschmerzen führen. Die Verbrennungsschmerzen verschwinden in der Regel nach mehreren Tagen oder Wochen je nach Schwere der Verbrennung. Nach einer Verbrennung muss die Haut unverzüglich behandelt werden. Je früher die Behandlung stattfindet, desto besser können Folgeschäden vermieden werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei Verbrennungsschmerzen muss nicht in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen handelt es sich um leichte Verbrennungen, die mit Mitteln der Selbsthilfe relativ gut behandelt werden können. Dabei treten auch keine besonderen Komplikationen auf und die Schmerzen verschwinden in der Regel nach einigen Tagen. Ein Besuch beim Arzt ist dann bei Verbrennungsschmerzen notwendig, wenn die Schmerzen sehr stark sind und nicht von alleine wieder verschwinden.

Auch bei Brandblasen und bei schweren Verbrennungen muss auf jeden Fall ein Doktor aufgesucht werden. Dies sollte in der Regel ab einer Verbrennung des zweiten Grades durchgeführt werden. Häufig treten dabei auch Brandblasen auf, die ebenso von einem Arzt untersucht werden sollten. Auf keinen Fall sollte der Patient selbst die Brandblasen öffnen, da es dabei zu Entzündungen und Infektionen kommen kann. Sollten auch die unteren Hautschichten von den Verbrennungsschmerzen betroffen sein, so muss direkt das Krankenhaus aufgesucht werden. Leichte Verbrennungen können auch mit Hilfe von Mitteln aus der Apotheke relativ gut behandelt werden.

Behandlung & Therapie

Die Therapie von Verbrennungsschmerzen hängt vor allem vom Verbrennungsgrad ab. Dabei sind Verbrennungen I. Grades am einfachsten zu behandeln. Um den Verbrennungsschmerz zu lindern, werden kühlende Salben und Gele angewandt, die betroffene Stelle kann auch mit Eisbeuteln oder kühlenden Umschlägen behandelt werden.

Sind die Verbrennungsschmerzen durch Verbrühungen II. Grades entstanden, wird die Wunde in der Regel nicht offen gelassen, sondern mit Mullkompressen abgedeckt und verbunden. Unter Umständen werden hier auch Brandsalben angewandt, um den Verbrennungsschmerz zu lindern. In manchen Fällen kann es notwendig sein, die Brandblasen zu öffnen. Dabei muss für absolute Sterilität gesorgt werden, damit keine Erreger in die Wunde eindringen und Infektionen auslösen können. Der Verband muss in jedem Fall regelmäßig gewechselt werden.

Verbrennungen des III. und IV. Grades bedürfen in jedem Fall einen stationären Aufenthalt, denn oberstes Gebot ist vor allem die Vermeidung von Infektionen. Zudem erfordern dieser Verbrennungsgrade immer entsprechende chirurgische Maßnahmen. Dazu gehört in jedem Fall die Entfernung des zerstörten Gewebes. Gegen die Verbrennungsschmerzen werden hierbei teils sehr starke Schmerzmittel verabreicht, in ganz schlimmen Fällen kann der Patient auch in ein künstliches Koma versetzt werden, da die Verbrennungsschmerzen sonst nicht auszuhalten wären.

Diese extremen Fälle sollte in jedem Fall in einer Spezialklink behandelt werden um die besten Heilungschancen zu erlangen.

Aussicht & Prognose

In den meisten Fällen treten bei Menschen nur einfache und leichte Verbrennungen auf. Diese müssen nicht besonders medizinisch behandelt werden und verheilen wieder von selbst. In einigen Fällen können sie Narben und Wunden hinterlassen. Die Folgen einer Verbrennung hängen damit immer von der betroffenen Körperpartie und der Art der Verbrennung ab. Sollte es zu starken Verbrennungsschmerzen kommen, so muss ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Verbrennung nach ihrem Grad klassifizieren und dabei die entsprechenden Maßnahmen einleiten.

Leichte Verbrennungen führen dabei zu einer geröteten und gereizten Haut. Bei schwerwiegenden Verbrennungen können sich neben den Verbrennungsschmerzen auch Balken bilden. In schweren Fällen kommt es zudem zu Blutungen und die Hautschichten werden abgelöst.

Eine medizinische Behandlung ist nicht in allen Fällen notwendig. Die Verbrennungsschmerzen können mit Hilfe von kühlenden Cremes gelindert werden. Die betroffenen Stellen auf der Haut können mit einem Pflaster oder einem Verband bedeckt werden, damit sich dort keine Entzündungen ausbilden. In der Regel verheilen die Verbrennungen in einigen Tagen und die Verbrennungsschmerzen verschwinden auch.

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Vorbeugung

Um Verbrennungsschmerzen vorzubeugen gilt es vor allem Verbrennungen und Verbrühungen zu vermeiden. Ein bedachter Umgang mit heißen Gegenständen oder Flüssigkeiten ist also unabdinglich.

Sollte es trotzdem zu einer Verbrennung kommen, ist es wichtig sofort zu reagieren. Je schneller eine Erstbehandlung stattfinden, desto besser die Heilungschancen und umso geringer die Verbrennungsschmerzen.

Das können Sie selbst tun

Bei Verbrennungsschmerzen versprechen verschiedene Hausmittel und Maßnahmen Linderung. Zunächst gilt es, die Verbrennung zu kühlen. Die betroffene Stelle sollte möglichst umgehend unter fließendes, kaltes Wasser gehalten und anschließend mit einem feuchten Tuch gekühlt werden. Nach spätestens fünfzehn Minuten sollte die Kühlung eingestellt werden, um dauerhafte Gewebeschädigungen zu vermeiden. Die betroffene Stelle kann stattdessen mit einer Brandsalbe oder einem schmerzlindernden Gel aus der Apotheke behandelt und anschließend keimfrei abgedeckt werden.

Bei einer Verbrühung hilft vor allem kalte Luft und die Entfernung der durchnässten Kleidung. Verbrennungsschmerzen im Mundraum lassen sich durch Honig, Quark oder das Lutschen von Eiswürfeln lindern. Sauerkrautsaft und Zwiebel beruhigen die geschädigte Haut und lindern akute Beschwerden nach einer Verbrennung. Bei kleineren Verbrennungen bieten sich alternativ auch antiseptische Hausmittel wie Essig, Echinacea und Knoblauch an. Außerdem können homöopathische Mittel wie Arnika oder Spanische Fliege verwendet werden.

Bei größeren Verbrennungen sollten die Schmerzen grundsätzlich unter medizinischer Aufsicht behandelt werden. Bis der Notarzt eintrifft, helfen Schonung und leichte Kühlung gegen die Schmerzen. Von weiteren Selbstmaßnahmen ist bei großflächigen Verbrennungen grundsätzlich abzusehen.

Bücher über Verbrennungen

Quellen

  • Grüne, S., Schölmerich, J.: Anamnese, Untersuchung, Diagnose. Springer, Heidelberg 2007
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Ziegenfuß, T.: Notfallmedizin. Springer, Heidelberg 2011

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