Verbrennung (Verbrühung)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Von einer Verbrennung beziehungsweise Verbrühung spricht man immer dann, wenn auf den Körper Hitzeeinwirkungen von mehr als 45 Grad Celsius entstehen. In diesem Fall werden die Zellen nicht nur geschädigt, sondern können schlimmstenfalls sogar absterben.
Definition Verbrennung (Verbrühung)
Je nachdem, wie lange die Hitze auf den Körper einwirkt und wie hoch die Temperaturen sind. Von einer Verbrennung ersten Grades spricht man bereits bei einem Sonnenbrand - typisches Symptom ist hier die gerötete Haut. In diesem Fall ist nur die oberste Schicht der Epidermis betroffen.
Bei der Verbrennung zweiten Grades treten zusätzlich zu Rötungen und Schwellungen meist auch Blasen auf. Sind sowohl Epidermis als auch Dermis von der Verletzung betroffen, spricht man von einer Verbrennung dritten Grades - in diesem Fall ist die Haut komplett zerstört.
Diese ist in diesem Fall weißlich bis bräunlich gefärbt. Schlimmste Form der Erkrankung ist die Verbrennung vierten Grades - Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke sind neben der Haut ebenso in Mitleidenschaft gezogen. Die Haut selbst ist aufgrund der Verkohlung schwarz gefärbt.
Ursachen für Verbrennung (Verbrühung)
Mehr als zwei Drittel der Verletzungen geschehen im Haushalt oder auch im Straßenverkehr, während etwa ein Drittel der Verbrennungen auf Arbeitsunfälle zurückzuführen sind.
Verbrühungen entstehen dabei in den meisten Fällen durch heißes Wasser.
Verbrennungen wiederum können sowohl durch Flammeneinwirkung oder Explosionen als auch durch Strahlen oder elektrischen Strom entstehen.
Diagnose und Verlauf von Verbrennung (Verbrühung)
Die erste Diagnose stellt der Arzt, indem er nicht nur die eigentliche Hautstelle der Verbrennung, sondern auch Herz- und Kreislauffunktionen und Atmung des Patienten überprüft.
Der Verlauf einer Verbrennung hängt natürlich grundsätzlich von der Schwere der Verletzung ab - auch das Alter sowie eventuelle Vorerkrankungen aber spielen eine nicht unbedeutende Rolle.
Ganz entscheidend ist auch die Erstbehandlung am Unfallort - von dieser hängt der Heilungsprozess deutlich ab. Bei sehr schweren Verbrennungen kann eine lebenslange Nachbehandlung erforderlich sein.
Behandlung von Verbrennung (Verbrühung)
Die Kühlung der verletzten Hautstelle mit etwa 15 bis 25 Grad warmen Wasser sollte dabei die erste Maßnahme sein, um ein sogenanntes "Nachbrennen" der Haut zu verhindern. Eiswasser hingegen sollte keineswegs benutzt werden; auch sollte die Kühlung nicht länger als 20 Minuten andauern, um wiederum eine Unterkühlung auszuschließen. Zusätzlich sollte der Verletzte in eine Decke, bestenfalls eine Rettungsdecke, gewickelt werden.
Ist es notwendig, den Verletzten in ein Krankenhaus einliefern zu lassen, erfolgt hier die weitere Behandlung. Hier liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf der Schmerztherapie und auch Flüssigkeit wird dem Patienten jetzt verabreicht. Wichtig ist es zudem, dass der Verletzte eine Impfung gegen Tetanus erhalten hat.
Bei Verbrennungen, die mehr als 15 Prozent der Körperfläche betreffen, werden die Patienten in der Regel in ein spezielles Zentrum für Schwerbrandverletzte gebracht. In einigen Fällen, meist ab Verbrennungsstufe drei, werden Hautverpflanzungen nötig. Sind große Flächen der Haut verbrannt, muss der Patient eventuell in ein künstliches Koma gesetzt werden.
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Vorbeugung von Verbrennung (Verbrühung)
Vor allem bei Kleinkindern ist eine Vorbeugung gegen Verbrennungen und Verbrühungen sehr wichtig. Insbesondere im Haushalt entstehen hier die meisten Unfälle. Vorbeugen kann man solchen Unfällen mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen.
Doch auch Erwachsene können Verbrennungen vorbeugen - insbesondere einem Sonnenbrand kann man entgehen, indem man vor allem in der Mittagszeit die pralle Sonne meidet. Ebenso viele Unfälle entstehen beim Grillen - auch hier ist im Umgang mit Spiritus besondere Vorsicht geboten.
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