Kompresse

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Als Kompresse bezeichnen Mediziner eine Wundauflage, die benutzt wird, um Blutungen zu stillen oder die Wunde vor Verunreinigungen zu schützen. Sie kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen und ist in verschiedenen Größen erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kompressen?

Bei Kompressen handelt es sich um Wundauflagen, die in der Medizin verwendet werden, um Wunden abzudecken. Dies geschieht etwa zu dem Zweck, die entstandene Blutung zu stillen oder auch offene Wunden zuverlässig vor dem Eindringen von Schmutz und daraus entstehenden Infektionen zu schützen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Kompressen, die aus Mull, Tuch oder Vliesstoff bestehen. Diese eignen sich besonders, da sie nicht fusseln und auch nicht mit der Wunde verkleben. Je nach Größe und Form der Wunde können Kompressen von unterschiedlicher Größe zum Einsatz kommen.

Sie werden meist mit einem Pflaster und/oder einem Verband fixiert und regelmäßig gewechselt, bis die Wunde ausreichend verheilt ist. Kompressen sind steril oder nicht steril erhältlich, abhängig davon, ob die zu behandelnde Wunde eine Desinfektion benötigt oder nicht.

Funktion, Wirkung & Ziele

Eine Kompresse kommt in der Medizin immer dann zum Einsatz, wenn eine Wunde einer fachgerechten Versorgung bedarf und für einen gewissen Zeitraum abgedeckt werden muss.

Besonders offene Wunden müssen nicht nur desinfiziert, sondern anschließend auch fachgerecht bedeckt werden, damit keine Schmutzpartikel darin eindringen können. Eine Verunreinigung der Wunde kann schwere Infektionen zur Folge haben, die durch eine Kompresse verhindert werden können. Für Erste-Hilfe-Anwendungen sind Kompressen unerlässlich, da sie ein schnelles Versorgen von Wunden und Verletzungen jeder Art ermöglichen.

Auch das rasche Anlegen eines Verbandes bzw. ein kurzfristiger Verbandwechsel ist mithilfe der vielseitigen Hilfsmittel möglich.

Es gibt unterschiedliche Arten von Kompressen, die aus Mull, Tuch oder Vliesstoff bestehen. Diese eignen sich besonders, da sie nicht fusseln und auch nicht mit der Wunde verkleben.

Nicht nur offene Wunden können mit einer Kompresse versorgt werden. Auch Verletzungen, die etwa einer ständigen Versorgung mit einer Salbe oder einem Antibiotikum zum Auftragen versehen werden müssen, profitieren von einer Kompresse. Sogenannte Salbenverbände werden auf einer Seite mit dem entsprechenden Medikament versehen und mit diesem auf die betroffene Stelle gegeben, um eine dauerhafte Gabe der Wirkstoffe zu gewährleisten. Besonders Vlieskompressen eignen sich für diese Art der Wundversorgung, da sie Flüssigkeit gut aufnehmen können und so auch im feuchten/nassen Zustand einsatzfähig sind.

Eine besondere Form der Kompresse stellen die sogenannten Kalt-Warm-Kompressen dar. Diese werden bei Verletzungen wie beispielsweise Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen und Ähnlichem angewendet. Hier ist keine Wunderversorgung oder Desinfektion notwendig, sondern die betroffene Stelle wird mit wahlweise kühlen oder warmen Kompressen behandelt, um Schwellungen und Schmerzen zu lindern. Ob Kälte oder Wärme für die jeweilige Verletzung angebracht ist, entscheidet der behandelnde Arzt. Zusätzlich zu einer solchen Therapie kann eine Ruhigstellung oder eine Versorgung mit Medikamenten erfolgen.

Risiken & Gefahren

Die Anwendung einer Kompresse birgt nur wenige Risiken, wenn sie denn fachgerecht angebracht wird und alle hygienischen Standards eingehalten werden. Eine sterile Kompresse darf nur unter ebenso sterilen Bedingungen angebracht werden – wird die Auflagefläche mit den bloßen ungewaschenen Händen berührt, können so Keime in die Wunde gelangen und eine Infektion hervorrufen.

Diese kann beim Patienten für Komplikationen sorgen und dessen Gesundheit stark beeinträchtigen. Auch eine zu fest angebrachte Kompresse kann zu Beschwerden wie beispielsweise Schmerzen führen, die durch eine fachgerechte Anwendung vermieden werden könnten. Werden Kompressen aus ungeeigneten Materialien angelegt – etwa, weil keine anderen zur Verfügung stehen – besteht die Gefahr, dass dieses fusselt und so Fremdkörper in die Wunde eindringen können. Eine solche Verunreinigung kann erneut zu einer Infektion führen.

Kompressen müssen regelmäßig gewechselt werden. Dies betrifft besonders offene Wunden, da diese in verhältnismäßig kurzen Abständen gereinigt und in Augenschein genommen werden müssten. Sonst kann es passieren, dass der Stoff der Kompresse im Rahmen der Wundheilung mit derselben verklebt und nur schwer wieder entfernt werden kann, was für den Patienten außerdem sehr unangenehm ist. Bei der richtigen und fachgerechten Anwendung einer Kompresse ist diese eine sehr risikoarme Möglichkeit der Wundversorgung, die nur wenige Nebenwirkungen mit sich bringt.

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