Hörsturz

Ein Hörsturz tritt zumeist plötzlich und unverhofft ein. Meistens ist dann ein Ohr vom Hörsturz betroffen. Die Anzeichen für diese Erkrankung sind Schwerhörigkeit oder gar Taubheit, Schwindel und Ohrengeräusche (Tinnitus). Die Ursachen sind Durchblutungsstörungen, die vor allem durch Stress und Rauchen ausgelöst werden können.

Inhaltsverzeichnis

Definition Hörsturz

Als Hörsturz wird eine Krankheit bezeichnet, bei welcher der Betroffene plötzlich entweder nichts mehr oder nur noch sehr wenig hört. Die Ausmaße können dabei recht unterschiedlich sein und von einem nur geringfügig verminderten Hörvermögen bis hin zur völligen Taubheit reichen. Meistens ist dabei nur ein Ohr betroffen; selten hört man auf beiden Ohren nichts mehr.

Begleiterscheinungen wie Ohrgeräusche oder ein dumpfes Gefühl im Ohr sind bei dieser Erkrankung keine Seltenheit. Bei etwa 30 Prozent der Patienten tritt zusätzlich ein Schwindelgefühl auf. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 16.000 Menschen an einem Hörsturz; damit zählt diese Erkrankung zu einer der häufigsten Ohrenerkrankungen. Am häufigsten betroffen sind übrigens Menschen zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Bei Kindern wiederum ist diese Krankheit eher selten.

In den meisten Fällen jedoch kehrt das Hörvermögen innerhalb von 24 Stunden von selbst wieder zurück.

Ursachen für Hörsturz

Als häufigste Ursache für einen Hörsturz nimmt man eine Durchblutungsstörung des Innenohres an. In diesem Innenohr befinden sich die sogenannten Haarzellen, welche für das Hörvermögen zuständig sind. Diese senden über den Hörnerv Geräusche an das Hörzentrum im menschlichen Gehirn. Für die Sauer- und Nährstoffversorgung in diesen Haarzellen wiederum sind kleine Blutgefäße verantwortlich.

Werden diese aber nicht ausreichend durchblutet, sind auch die Haarzellen in ihrer Funktion beeinträchtigt und ein Hörsturz kann die Folge sein. Häufig sind kleine Blutgerinnsel verantwortlich für diese Krankheit. Da diese ähnlich den Blutgerinnseln bei einem Herzinfarkt sind, spricht man auch von einem Innenohrinfarkt. Zu solchen Blutgerinnseln können unter anderem erhöhte Blutfettwerte führen und auch übermäßiger Genuss von Nikotin kann natürlich so zu einem Hörsturz führen.

Selbst Blutdruckschwankungen oder bestimmte Erkrankungen des menschlichen Herzens führen nicht selten zu einem Hörsturz. In seltenen Fällen lösen Tumoren diese Erkrankung aus.

Symptome

Krankheitsverlauf Hörsturz

Ein Hörsturz tritt in der Regel plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Bei den meisten Patienten sind die Symptome jedoch fast genauso schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Trotzdem sollte bei den ersten Anzeichen ein Arzt aufgesucht werden, da die Heilungschancen bei dieser Erkrankung umso besser sind, je früher mit der Behandlung begonnen wird. Erfolgt die geeignete Therapie bereits einige Stunden nach Auftreten der ersten Symptome, betragen die Heilungschancen immerhin 80 bis 90 Prozent.

Behandlung von Hörsturz

Alle Symptome, welche auf einen Hörsturz hindeuten, sollten sofort von einem Arzt behandelt werden, denn je schneller diese Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Ignoriert man hingegen Symptome wie plötzlichen Hörverlust, Ohrengeräusche oder Schwindel, kann im schlimmsten Fall eine Taubheit entstehen, die nicht mehr behandelt werden kann.

Der behandelnde Arzt wird zunächst eine Ohrenspiegelung, die sogenannte Otoskopie, durchführen, um Verletzungen des Trommelfells auszuschließen. Mit speziellen Hörtests wird anschließend das Ausmaß der Schwerhörigkeit festgestellt.

In der weiteren Therapie bei der Diagnose Hörsturz gilt es nun, das Innenohr wieder ausreichend zu durchbluten - meist kommt hier eine Infusionstherapie zum Einsatz. Für die Dauer von etwa 14 Tagen erhält der Patient einmal täglich bei dieser über die Venen ein Mittel verabreicht, welches das Blut verdünnt. Auch Medikamente zur Erweiterung der Blutgefäße werden bei einem Hörsturz gerne verabreicht. Kortisonpräparate wiederum helfen gegen die bei einem Hörsturz auftretenden Entzündungen im Ohr.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Py__ kommentierte am 02.11.2011 um 12:00 Uhr

Ich hatte wie aus dem Nichts am Morgen einen extremen Drehschwindel und Übelkeit. Jetzt sind 5 Tage vergangen und mein Kopf fühlt sich total verdreht an. Am ersten Tag trat dieses verstärkt auf, wenn ich meinen Kopf im Liegen auf die linke Seite gedreht habe. Jetzt fühlt es sich wie Benommenheit an. Kann das schon auf einen Hörsturz hindeuten?

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