Trockene Haut
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Trockene Haut ist an sich nicht krankheitswertig. Da sie jedoch äußerst empfindlich auf diverse Umwelteinflüsse reagiert, neigt trockene Haut zu Irritationen. Wer darunter leidet, kann selbst einiges dafür tun, um die trockene Haut richtig zu pflegen.
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Definition Trockene Haut
Trockene Haut produziert nicht genug hauteigene Fette. Durch den akuten Mangel an Fett verliert die trockene Haut ständig Feuchtigkeit und ist deshalb ungenügend geschützt.
Die Begleiterscheinungen trockener Haut sind höchst unangenehm. Weil sie ständig juckt, wird trockene Haut oft aufgekratzt. Die entstehenden Wunden können zu Hautinfektionen führen und die trockene Haut zusätzlich schädigen.
Ursachen für Trockene Haut
Der allgemeine Gesundheitszustand und der Hormonspiegel haben ebenfalls Einfluss auf die Haut. So führt beispielsweise die Einnahme der Antibabypille bei manchen Frauen zu trockener Haut. Auch einige Medikamente begünstigen das Entstehen trockener Haut. Dazu gehören unter anderem Präparate, die entwässernd wirken. Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte zählen ebenfalls zu den Ursachen trockener Haut. Auch Allergiker leiden häufig unter trockener Haut.
Neben diesen inneren Faktoren sind meist Umwelteinflüsse und Pflegefehler verantwortlich für zu trockene Haut. So begünstigen klimatisierte Räume, starke Temperaturschwankungen, ausgiebige Sonnenbäder und häufiges Waschen mit hautreizenden Reinigungsmitteln das Entstehen trockener Haut.
Verlauf Trockene Haut
Trockene Haut produziert nicht genug hauteigene Fette. Normalerweise speichert die Hornschicht der Haut Wasser. Auf der Hautoberfläche befindliche Schutzlipide verhindern, dass dieses Wasser verdunstet. Häufiges Waschen und andere Umwelteinflüsse greifen diesen Schutzmantel der Haut an.
Wenn sich die Hydrolipidschicht nicht regenerieren kann, führt das dazu, dass über die Haut Wasser verloren geht. Infolgedessen trocknet die Haut aus.
Trockene Haut ist empfindlich gegen Witterungseinflüsse, neigt zu Rötungen, Entzündungen und geplatzten Äderchen. Außerdem tendiert trockene Haut zur Faltenbildung. In ausgeprägten Fällen bekommt trockene Haut ein Aussehen, das an Pergament erinnert.
Behandlung von Trockener Haut
Oftmals ist eine Reinigung mit lauwarmem Wasser völlig ausreichend. Heißes Wasser bekommt der trockenen Haut nicht gut. Zur Hautreinigung sollten ausschließlich milde Reinigungsmittel verwendet werden. Am besten eignen sich saure Seifen, Reinigungslotionen mit rückfettenden Substanzen oder reine Pflanzenölseifen.
Doch selbst schonendes Waschen entzieht der Haut Fett. Deshalb ist bei trockener Haut ein regelmäßiges Rückfetten angezeigt. Salben und Cremes mit einem hohen Anteil pflanzlicher Lipide sind dafür am besten geeignet. Auch Pflanzenöle wie Mandel-, Avocado- oder Olivenöl pflegen trockene Haut.
Um den Juckreiz zu lindern und die trockene Haut zu beruhigen, können Pflegemittel mit entzündungshemmenden Wirkstoffen – wie beispielsweise Kamillenextrakt oder Allantoin – eingesetzt werden. Produkte, die Harnstoff oder Glyzerin enthalten, gleichen den Feuchtigkeitshaushalt trockener Haut wirksam aus.
Als Hausmittel werden Gesichtswaschungen mit Buttermilch oder süßer Sahne und die Einnahme von Kapseln mit Weizenkeimöl oder Lebertran empfohlen. Auch der Genuss von einem Glas Karottensaft täglich soll bei trockener Haut angeblich Wunder wirken.
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Vorbeugung von Trockener Haut
Vor trockener Haut schützt am besten eine gesunde Lebensweise. Ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung sind die beste Basis für eine gesunde Haut. Auch der tägliche Genuss von reichlich Mineralwasser tut der Haut gut.
Solarien, längere Aufenthalte in praller Sonne und ausgedehnte Sonnenbäder gefährden die Haut ebenso wie das Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss. Spaziergänge bei Regenwetter und Nebel hingegen sind Balsam für trockene Haut.
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