Sarkoidose (Morbus Boeck)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Sarkoidose oder Morbus Boeck ist eine seltene Erkrankung, die vor allem durch entzündliche Granulome (kleine Knötchen) in Erscheinung tritt. Obwohl alle Organe des menschliches Körpers von der Sarkoidose betroffen sein können, sind die Lymphknoten und die Lunge häufiger betroffen. Die genaue Ursache für Morbus Boeck ist noch nicht hinreichend bekannt, man geht aber von diversen Umweltfaktoren aus.
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Definition Sarkoidose (Morbus Boeck)
Die Sarkoidose ist gekennzeichnet durch die Entstehung knötchenähnlicher Gewebsballungen, die herdförmig begrenzt sind. Diese Gewebes- und Zellansammlungen sind gleichfalls als Granulome bekannt, da sie histologisch gesehen eine unförmige Oberfläche besitzen. Die Sarkoidose kann eine spezielle Reaktion des Immunsystems darstellen, die sich in einer Konzentration von zellulären Abwehrelementen äußert. Die Sarkoidose Erkrankung wird vorwiegend im Alter zwischen 20 und 40 Jahren beobachtet.
Ursachen von Sarkoidose (Morbus Boeck)
Symptome
Man kann bei Sarkoidose (Morbus Boeck) nicht von den typischen Beschwerden im Allgemeinen sprechen. Vielmehr richten sich die Symptome nach den betroffenen Organen. Außerdem unterscheiden sich die Beschwerden zum Teil nach ihrer Form (akut oder chronisch). Bei jedem zweiten Patienten treten auch gar keine Krankheitssymptome auf, sodass nur Blutuntersuchungen zu einer Diagnose führen können. Die folgende Liste von Symptomen ist also nicht als vollständig anzusehen, vielmehr kennzeichnet sie die statistisch am häufigsten vorkommenden Beschwerden bei Sarkoidose.
- Allgemeine Schwäche
- Fieber
- Husten
- Atemnot
- Gliederschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
- Lymphknotenschwellung
Krankheitsverlauf Sarkoidose (Morbus Boeck)
Eine akute Sarkoidose kann durch das plötzliche Auftreten von Fieber und den allgemeinen Beschwerden einer Infektion eingeleitet werden. Diese allgemeinen Krankheitszeichen sind Müdigkeit, starke Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Gliederschmerzen. Endgültig diagnostizieren lässt sich die Granulomatose erst durch spezifische Krankheitsbilder, die an den betroffenen Organen auftreten. Herz- und Atembeschwerden, Beeinträchtigungen der Verdauung und der Immunabwehr sowie Veränderungen des Blutbildes und veränderte Leberwerte weisen auf das Bestehen einer Sarkoidose hin.
Neben der akuten Verlaufsform wird die chronische Sarkoidose eher durch deren schleichenden Verlauf erkannt. Einige Patienten leiden unter einer Sarkoidose und zeigen keinerlei Beschwerdebilder. Im Rahmen einer möglicherweise auftretenden Einschränkung der Atem- und Lungenfunktion kann in Auswertung eines Röntgenbildes häufig eine Ansammlung der Granulome diagnostiziert werden. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine Sarkoidose. Die Knötchen sind teilweise so klein, dass sie einzeln nur unter mikroskopischer Vergrößerung erkennbar sind. Sie sind teilweise auch in den Lymphknoten zu finden. Außerdem treten als eindeutige Zeichen Gelenkschmerzen des Sprunggelenks, hämatomähnliche Flecken an den Unterschenkeln und eine Entzündung der Iris auf.
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Behandlung von Sarkoidose (Morbus Boeck)
Die Therapie richtet sich immer nach der individuellen Ausprägung der Erkrankung und nach den auftretenden Beeinträchtigungen anderer Organe. Wenn die Granulome an den Augen, den Nerven und den Nieren auftreten, dann wird als Mittel das hoch wirksame Kortison eingesetzt. Die gute Wirkung des Kortisons besteht darin, dass die starken immunologischen Aktivitäten gebremst werden. Wenn Kortison schlecht oder gar nicht vertragen wird, dann kann der Arzt auch Methotextran oder Azathioprim verordnen.
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