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Sarkoidose (Morbus Boeck)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 14. Januar 2013
Symptomat.deKrankheiten Sarkoidose (Morbus Boeck)

Sarkoidose oder Morbus Boeck ist eine seltene Erkrankung, die vor allem durch entzündliche Granulome (kleine Knötchen) in Erscheinung tritt. Obwohl alle Organe des menschliches Körpers von der Sarkoidose betroffen sein können, sind die Lymphknoten und die Lunge häufiger betroffen. Die genaue Ursache für Morbus Boeck ist noch nicht hinreichend bekannt, man geht aber von diversen Umweltfaktoren aus.

Inhaltsverzeichnis

Definition Sarkoidose (Morbus Boeck)

Die Sarkoidose, die in medizinischen Fachkreisen auch als Morbus Boeck bekannt ist, gehört auf Grund der Verlaufsform und der vorwiegend betroffenen Organsysteme zu den Erkrankungen die vorwiegend Weichteilstrukturen befällt. Neben dem Lungengewebe und den Lungenstrukturen können sowohl die Haut, die Augen, das Knochensystem, weitere Organe wie die Milz und die Leber als auch das lebenswichtige Herz von einer Sarkoidose betroffen sein. Einige Erkrankungsverläufe haben gezeigt, dass sich die Sarkoidose ebenfalls auf die Nerven und die Bauchspeicheldrüse ausdehnt.

Die Sarkoidose ist gekennzeichnet durch die Entstehung knötchenähnlicher Gewebsballungen, die herdförmig begrenzt sind. Diese Gewebes- und Zellansammlungen sind gleichfalls als Granulome bekannt, da sie histologisch gesehen eine unförmige Oberfläche besitzen. Die Sarkoidose kann eine spezielle Reaktion des Immunsystems darstellen, die sich in einer Konzentration von zellulären Abwehrelementen äußert. Die Sarkoidose Erkrankung wird vorwiegend im Alter zwischen 20 und 40 Jahren beobachtet.

Ursachen von Sarkoidose (Morbus Boeck)

Zunächst basieren die Ursachen für die Sarkoidose, auch Granulomatose genannt, nur auf Vermutungen, denn die Krankheit selbst und die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems sind noch nicht ausreichend erforscht. Neben den immungesteuerten Aktivitäten des Körpers wird angenommen, dass die Sarkoidose genetisch bedingt ist. Möglicherweise tragen unterschiedliche Umweltfaktoren ebenfalls zur Entstehung einer Sarkoidose bei.

Symptome

Man kann bei Sarkoidose (Morbus Boeck) nicht von den typischen Beschwerden im Allgemeinen sprechen. Vielmehr richten sich die Symptome nach den betroffenen Organen. Außerdem unterscheiden sich die Beschwerden zum Teil nach ihrer Form (akut oder chronisch). Bei jedem zweiten Patienten treten auch gar keine Krankheitssymptome auf, sodass nur Blutuntersuchungen zu einer Diagnose führen können. Die folgende Liste von Symptomen ist also nicht als vollständig anzusehen, vielmehr kennzeichnet sie die statistisch am häufigsten vorkommenden Beschwerden bei Sarkoidose.

Krankheitsverlauf Sarkoidose (Morbus Boeck)

Eine akute Sarkoidose kann durch das plötzliche Auftreten von Fieber und den allgemeinen Beschwerden einer Infektion eingeleitet werden. Diese allgemeinen Krankheitszeichen sind Müdigkeit, starke Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Gliederschmerzen. Endgültig diagnostizieren lässt sich die Granulomatose erst durch spezifische Krankheitsbilder, die an den betroffenen Organen auftreten. Herz- und Atembeschwerden, Beeinträchtigungen der Verdauung und der Immunabwehr sowie Veränderungen des Blutbildes und veränderte Leberwerte weisen auf das Bestehen einer Sarkoidose hin.

Neben der akuten Verlaufsform wird die chronische Sarkoidose eher durch deren schleichenden Verlauf erkannt. Einige Patienten leiden unter einer Sarkoidose und zeigen keinerlei Beschwerdebilder. Im Rahmen einer möglicherweise auftretenden Einschränkung der Atem- und Lungenfunktion kann in Auswertung eines Röntgenbildes häufig eine Ansammlung der Granulome diagnostiziert werden. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine Sarkoidose. Die Knötchen sind teilweise so klein, dass sie einzeln nur unter mikroskopischer Vergrößerung erkennbar sind. Sie sind teilweise auch in den Lymphknoten zu finden. Außerdem treten als eindeutige Zeichen Gelenkschmerzen des Sprunggelenks, hämatomähnliche Flecken an den Unterschenkeln und eine Entzündung der Iris auf.

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Behandlung von Sarkoidose (Morbus Boeck)

Die Basis der Behandlung einer Sarkoidose stellen Medikamente dar. Diese werden vorwiegend beim chronischen Verlauf benötigt, die akute Sarkoidose muss in der Regel kaum therapiert werden. Als Arzneimittel stehen den Schulmedizinern neben Medikamenten zur Senkung der Fiebertemperaturen Substanzen zur Verfügung, die entzündliche Vorgänge im Körper unterbinden. Da die Granulomatose mit schmerzhaften Beeinträchtigungen, die bei den Gelenken vorwiegend den Zuständen einer Arthritis gleichen, werden Schmerzmittel verabreicht. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang sogenannte nicht steroidale Substanzen. Diese sind bekannt unter der Bezeichnung Acetylsalicylsäure und Ibuprofen.

Die Therapie richtet sich immer nach der individuellen Ausprägung der Erkrankung und nach den auftretenden Beeinträchtigungen anderer Organe. Wenn die Granulome an den Augen, den Nerven und den Nieren auftreten, dann wird als Mittel das hoch wirksame Kortison eingesetzt. Die gute Wirkung des Kortisons besteht darin, dass die starken immunologischen Aktivitäten gebremst werden. Wenn Kortison schlecht oder gar nicht vertragen wird, dann kann der Arzt auch Methotextran oder Azathioprim verordnen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Karin kommentierte am 08.10.2012 um 15:28 Uhr

Vor ca. 20 Jahren wurde bei mir eine Lungensarkoidose festgestellt. Diese wurde mit Kortison behandelt. Ich hatte dann jahrelang Ruhe. Aber dann trat sie wieder auf. Mit roten Knoten an den Beinen und Gelenkschmerzen. Wieder Kortison. Dann wieder das Ergebnis bei der nächsten Untersuchung: Lunge ok. Aber die Gelenkschmerzen sind geblieben. Die Ärzte sagen, kein Kortison mehr, da die Schmerzen nicht von der Sarkoidose kommen. Schmerztabletten schlagen so gut wie nicht an. Die Schmerzen wandern. Mal sind sie am stärksten in den Beinen, dann in den Fingern oder im Kreuz. Manchmal sind sie so stark, dass ich morgens kaum aufstehen kann. Ausserdem bin ich ständig müde. Schlafen tue ich auch nicht gut. Bis jetzt konnte mir kein Arzt helfen. Ich weiß nicht mehr weiter.

Hase68 kommentierte am 19.05.2013 um 08:04 Uhr

Hallo Karin, meiner Frau geht es seit ca. 2 Jahren so. Auch heute hat sie wieder solch einen Schmerzanfall in den Gelenken (Fuß und Finger). Kortison wurde auch schon abgesetzt wegen der Nebenwirkungen. Wir waren ebenfalls schon bei zig Ärzten, haben eine Therapie bei einem Heilpraktiker gemacht, viele hunderte Euro bezahlt und alles ohne größeren Erfolg. Sogar Ernährungsumstellung und striktes Alkoholverbot haben wir versucht und trotzdem sind die Blutwerte und Leberwerte alles andere als gut. Wir verzweifeln auch bald. Es geht bald nicht mehr.