Raue Füße

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 4. November 2017
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Nicht nur im Sommer während der Sandalen-Zeit möchte man schöne und gepflegte Füße präsentieren. Auch im Winter führt weiche, geschmeidige Haut an den Füßen zu einem gesteigerten Wohlbefinden und verhindert das Eindringen von Krankheitserregern. Im Folgenden soll darüber aufgeklärt werden, welche Methoden bei rauen Füßen Hilfe verschaffen und wie die Füße optimal zu pflegen sind.

Inhaltsverzeichnis

Was sind raue Füße?

Im Normalfall unterscheidet sich die Haut an den Fußsohlen kaum von der umliegenden Haut. Unterliegen die Füße jedoch einer besonderen Beanspruchung, treten häufig raue Füße auf. Die Haut versucht, durch die Bildung einer rauen Hornhautschicht besseren Schutz für die empfindlichen Füße zu schaffen.

Raue Füße sind keine Seltenheit und in den allermeisten Fällen stellen sie eher ein kosmetisches, als ein medizinisches Problem dar, dennoch sind raue Füße unangenehm. Sie machen sich durch trockene, rissige Haut an der Fußsohle, insbesondere an Fersen, Ballen und Zehen bemerkbar.

Die Haut kann spannen und fühlt sich spröde an. Raue Füße sehen nicht nur unschön aus, sie können auch durch eingerissene Hautstellen zu einem schmerzhaften Problem werden.

Ursachen

Die Ursachen rauer Füße liegen an den zahlreichen Schweißdrüsen an der Fußsohle. Socken und Schuhe tragen zu einem feuchten Klima an den Füßen bei. Dies führt zu einem Aufquellen der Hornhaut. Durch diese Hornhaut bildet sich im Verlauf raue Haut. Außerdem führen zu enge oder falsche Schuhe dazu, dass sich an den Druckstellen Hornhaut bildet. Besonders im Winter kommen zudem zwei weitere Faktoren, Kälte und trockene Heizungsluft, hinzu.

Raue Füße sind keine Seltenheit. Aufpassen sollte man besonders, wenn sie durch eine Krankheit, wie beispielsweise Diabetes mellitus begünstigt wird. Bei Diabetes mellitus ist die Fähigkeit der Haut, Wasser zu binden, vermindert. Dies führt häufig zu extrem trockener Haut, besonders an den Füßen.

Ein weiterer Grund für raue Füße kann mangelnde Pflege darstellen. Während Körper und Hände häufig eingecremt werden, wird dies bei den Füßen oft vernachlässigt, und das, obwohl diese den Tag über einiges leisten müssen.

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Diagnose & Verlauf

Raue Füße sind unschwer zu diagnostizieren. Liegt zudem eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus vor, sollte man sich besonders gut um seine Füße kümmern. Unbehandelt kann sich bei rauen Füßen die Hornhaut immer weiter verdicken.

Von alleine bildet sich diese im Normalfall nicht zurück. Da bei rauen Füßen die Haut nicht intakt ist, begünstigt dies die Entstehung von Pilzen. Die Bakterien und der Hautpilz, der sogenannten Dermatomykose, befinden sich bevorzugt in feucht-warmer Umgebung. Ist die Haut gesund, haben die Bakterien jedoch keine Chance in den Organismus einzudringen. Ist die Hautbarriere jedoch gestört, haben die Pilze ein leichtes Spiel einzudringen. So können raue Füße die Entstehung von Fußpilz begünstigen.

Komplikationen

Raue Füße sind in erster Linie ein ganz normales Symptom, das bei einer hohen Beanspruchung der Füße auftritt. Allerdings kann es dabei auch zu verschiedenen Komplikationen kommen, die eine ärztliche beziehungsweise medikamentöse Versorgung benötigen. Schon in jungen Jahren können Teenager unter Komplikationen leiden, die mit rauen Füßen in Verbindung stehen.

Durch schlechtsitzende Schuhe kann eine Fehlstellung des Fußes entstehen, die dauerhafte Schäden verursachen kann. Eine andere Komplikation sind Schrunden, die bei zu trockener Haut entstehen können. Durch immer wiederholte Belastung wird die Hornhaut immer dicker. Unter Umständen können dabei tiefe Risse entstehen, die auch als Schrunden bezeichnet werden können. An dieser Stelle besteht die Gefahr einer Entzündung, falls diese Risse verunreinigt und mit Bakterien belastet werden.

Der Gang zum Arzt ist in so einem Fall überaus ratsam. Mit feuchtigkeitsspendenden Cremes und Salben kann Abhilfe geschaffen werden. In Verbindung mit rauen Füßen können durchaus einige Komplikationen auftreten. Auch wenn dabei keine Schmerzen auftreten, sollte dennoch auf eine Behandlung oder auch auf einem Besuch beim Arzt zurückgegriffen werden. Schwere Folgeschäden können so frühzeitig vermieden werden.

Wann sollte man zu Arzt gehen?

Rauhe Füße sind natürlich auf den ersten Blick kein Krankheitsbild, das unbedingt von einem Mediziner untersucht bzw. behandelt werden muss. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, denn eine raue und spröde Haut kann auch zu Komplikationen führen. Unter Umständen kann es zur Bildung einer Schrunde kommen. Unter einer Schrunde versteht man einen tiefen Riss in der Haut.

Selbstständig kann ein solcher Hautriss nur sehr selten wieder zusammenwachsen. Außerdem bietet ein solcher Riss beste Bedingungen für Bakterien, die sich darin ideal einnisten können. Nicht selten entsteht dadurch eine schwere Entzündung, die zwingend von einem Arzt behandelt werden sollte. Eine betroffene Person die nun unter sehr rauen Füßen leidet, kann natürlich zuerst auf einige feuchtigkeitsspendenden Cremes oder Salben zurückgreifen. Dadurch kann sich die Haut langsam regenerieren und wiederherstellen. In vielen Fällen helfen solche Hausmittel nicht mehr weiter. Der Gang zum Hautarzt ist in so einem Fall ratsam.

Wer also frühzeitig einen Arzt aufsucht, der kann die oben genannten Komplikationen vermeiden und umgehen. Wenn bereits erste Risse in der Haut zu erkennen sind, darf ein Besuch beim Arzt nicht auf die lange Bank geschoben werden. Andernfalls drohen Entzündungen, die eine entsprechende Behandlung benötigen. Nur so können ernsthafte Folgeschäden vermieden werden.

Behandlung & Therapie

Die Haut versucht, durch die Bildung einer rauen Hornhautschicht besseren Schutz für die empfindlichen Füße zu schaffen.

Um die Haut an den Füßen wieder weich und geschmeidig zu bekommen, hilft es oft schon, unter der Dusche oder nach einem Fußbad mit einem Bimsstein darüber zu fahren und die rauen Partien zu behandeln. Danach sollten die Füße mit einer speziellen Fußcreme eingecremt werden um die trockene Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Wichtig ist es, hierbei keine austrocknenden Seifen zu verwenden. Essenzen mit Kamille oder Aloe vera eignen sich hierfür besonders gut.

Sind bereits ausgeprägte Verhornungen oder Schrunden vorhanden, empfiehlt sich ein Besuch beim Podologen. Dieser verwendet in einigen Fällen eine hornhautreduzierende Fußcreme, die auf die verdickten Bereiche (jedoch niemals auf gesunde Haut) aufgetragen wird. Durch den Inhaltsstoff Urea (einem künstlicher Harnstoff) oder Salicylsäure wird die Hyperkeratose, die übermäßige Verhornung aufgeweicht. Sie kann so innerhalb einiger Tage geheilt werden.

Bei der täglichen Pflege zuhause, sollte man darauf achten, keine zu fetthaltigen Cremes für die Füße zu verwenden. Vaseline oder Cremes mit dem Inhaltsstoff Paraffin decken die Haut mit einem Fettmantel zu und lassen sie nicht mehr richtig atmen. Die optimale Creme aktiviert die hauteigene Fähigkeit, Wasser zu binden. Diesen Effekt bieten beispielsweise spezielle Schaumcremes, erhältlich in der Apotheke oder beim Podologen.

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Vorbeugung

Das A und O für geschmeidige, weiche Füße ist die regelmäßige Pflege der Füße durch oben genannte Maßnahmen. Des Weiteren sollte auf das richtige Schuhwerk und genügend frische Luft geachtet werden. Im Sommer empfiehlt es sich, möglichst selten barfuß zu laufen, da dies ebenfalls raue Haut an den Füßen begünstigt. Besucht man außerdem regelmäßig einen Fußpfleger oder Podologen, so lassen sich lästige raue Füße mit wenig Aufwand vermeiden.

Das können Sie selbst tun

Sommerzeit ist Sandalenzeit. Doch viele tragen keine offenen Schuhe, um ihre rauen Füße zu verbergen. Dabei helfen schon einfache Mittel gegen unschöne Hautstellen an den Füßen und machen sie sandalenfit. Wer seine Füße regelmäßig pflegt, beugt Schrunden, rauen Stellen und Hornhaut am besten vor. Ölmassagen mit Traubenkern-, Oliven- oder Mandelöl helfen, Hornhaut zu beseitigen und halten die Haut geschmeidig. Anschließend sollten Betroffene Wollsocken tragen. Sie intensivieren die Wirkung und tun der Haut gut.

Fruchtmasken fürs Gesicht können auch den Füßen nicht schaden. Hier sind es die Fruchtenzyme, die heilend wirken. Die Maske kann ganz einfach selbst zubereitet werden, zum Beispiel aus zerdrückter Banane, Avocado und etwas Ananassaft. Nach 10-minütiger Einwirkzeit kann die Paste abgespült werden. Danach ist eincremen mit einer fettreichen Creme sinnvoll. Schon Kleopatra badete in Milch und Honig. Bis heute hat sich an der Wirkung nichts geändert. Ein Milch-Honig-Fußbad spendet Feuchtigkeit, tötet Keime ab und versorgt die Haut mit Nährstoffen.

Ein Fußbad aus warmem Wasser, 60 ml Essig und ein paar Tropfen Olivenöl macht die Haut weich. Alternativ kann ein Bad mit Glycerin, Meersalz, Zitronensaft und Rosenwasser Besserung bringen. Danach lässt sich die Hornhaut mit dem Bimsstein leicht entfernen. Schrunden infolge von Diabetes gehören in ärztliche Behandlung.

Bücher über Schwielen & Hornhaut

Quellen

  • Brandt, I. (Hrsg.): Pflegetechniken heute. Urban & Fischer, München 2010
  • Effendy, I., Kerscher, M. (Hrsg.): Haut und Alter. Thieme, Stuttgart 2005
  • Sterry, W., Burgdorf, W., Paus, R.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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