Hausmittel gegen Schwielen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Schwielen, die flacher sind als Hühneraugen, entstehen zumeist an stark beanspruchten Stellen des Fußes, z. B. an der Ferse oder am Fußballen, bei schwerer körperlicher Arbeit (z. B. Holzhacken oder Bauarbeiten) zuweilen auch an den Händen. Sie sind ein Schutzmechanismus, mit dem die Haut auf wiederkehrenden starken Druck an immer denselben Stellen reagiert. Schwielen verursachen in der Regel einen brennenden Schmerz. Eine Reihe von Hausmitteln, die schon unsere Vorfahren erfolgreich anwendeten, werden hier vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Schwielen?

Zur Schmerzlinderung beim Gehen empfiehlt es sich, die Schuhe zum Druckausgleich aufzupolstern und so das Gewicht, welches auf den Schwielen lastet, abzufedern.

Man schneide hierfür Streifen aus Schaumgummi oder Filz zurecht und klebe diese zu beiden Seiten der Druckstelle in den Schuh. Ein weiteres Polster wird hinter die Druckstelle geklebt. Damen, die Schwielen oder Hühneraugen haben, sollten außerdem das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen vermeiden. Generell sollte darauf geachtet werden, dass das getragene Schuhwerk gut sitzt und bequem ist. Bei zu großen Schuhen führt das Hin- und Herruschen des Fußes dazu, dass die Haut gereizt wird, wodurch Schwielen entstehen können.

Den Schwielen an den Füßen kann man auch mit einem Brennnessel- Fußbad zu Leibe rücken.

Ebenso führt zu enge Fußbekleidung zu Druckstellen, die Hühneraugen oder Schwielen zur Folge haben können. Treten Schwielen an den Fersen auf, sollten keine Schuhe getragen werden, die hinten offen sind. Tabu sind außerdem Schuhe aus Synthetik oder mit Plastiksohlen sowie Strümpfe aus synthetischen Fasern. Sie regen die Produktion der Schweißdrüsen zusätzlich an.

In Verbindung mit Reibung kann dies ebenfalls zu Hautreizungen und mittelfristig zu Schwielenbildung führen. Zur Vorbeugung sollte man im Sommer öfters barfuß laufen und die Fußsohlen durch Kontakt mit unterschiedlicher Bodenstruktur abhärten.

Bei der Fußpflege, auch Pediküre genannt, werden die Fußnägel gekürzt und Hornhaut entfernt (auch Hühneraugen). Hingegen umfasst die medizinische Fußpflege oder Podologie auch direkte Behandlungen der Füße.
Die Behandlung oder Entfernung von Fußbeschwerden und Erkrankungen, wie Hühneraugen, Nagelpilz und gehören mit zur medizinischen Fußpflege.

Schnelle Hilfe

Zur Beseitigung von Schwielen wird in der Volksmedizin gern ein Brennnessel-Fußbad eingesetzt. Hierzu weicht man frische Brennnesseln (Stengel und Blätter) zwölf Stunden lang in einem Gefäß mit fünf Litern kaltem Wasser ein.

Anschließend wird dieser Kaltansatz vorsichtig erwärmt, wobei die Kräuter im Wasser verbleiben. Im warmen Fußbad werden die Füße etwa zwanzig Minuten gebadet und die Schwielen dabei aufgeweicht. Vermischt man das Bad mit etwas Olivenöl und einigen Teelöffeln Zucker, entsteht ein Peeling-Effekt, der das anschließende Entfernern der Schwielen unterstützt. Ein Fußbad aus stark verdünntem Kamillentee weicht die verhärteten Hautstellen ebenfalls auf und wirkt beruhigend.

Einen Teelöffel getrocknete Kamillenblüten in einem Viertelliter Wasser aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen und in das warme Badewasser geben. Braune Teeflecken lassen sich anschließend mit warmem Wasser und einer milden Seife entfernen. Füße sorgfältig abtrocknen und eine Feuchtigkeitsceme einmassieren.

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Alternative Heilmittel

Alternativ hat sich eine Zwiebelkompresse bewährt. Hierzu wird eine halbe Zwiebel in etwas Essig weichgekocht. Anschließend den Essig abgießen und die weiche Zwiebel abkühlen lassen. Mit der glatten Seite eines Fleischklopfers zu Brei zerstampfen.

Die Masse auf die Schwielen auftragen, mit einem Baumwolltuch bedecken und mit einer Mullbinde fixieren. Einen Socken aus Naturfasern überziehen und über Nacht einwirken lassen. Anderntags die Reste des angetrockneten Breis mit einem feuchten Tuch abnehmen und die aufgeweichte Schwiele mit einer Feile entfernen. Eine grobe Hornhautraspel ist weniger geeignet, da sie, insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung, die Hornhautproduktion sogar noch ankurbeln kann. Nach der Behandlung die Füße waschen und eincremen.

Um die harte, abgestorbene Haut der Schwielen leichter zu entfernen, hilft auch die Anwendung einer Aspirinpaste. Für diese Mixtur werden 5-6 Aspirintabletten pulverisiert und mit einem Esslöffeln Zitronensaft verrührt. Die Masse trägt man anschließend auf die verhornten Stellen auf, umhüllt den Fuß mit Plastikfolie und einem angewärmten Handtuch und lässt es zehn Minuten einwirken.

Durch die Wärmeentwicklung kann die Paste intensiver ins Gewebe eindringen und die Schwielen lösen. Nach dem Ende der Einwirkzeit werden die Reste der Masse mit einem feuchten Lappen entfernt und die betroffenen Hautstellen mit Bimsstein bearbeitet. Personen mit einer Aspirinallergie sollten von dieser Behandlungsform allerdings Abstand nehmen.

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