Hyperkeratose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 11. Dezember 2017
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In dem nachfolgenden medizinischen Beitrag geht es um die Hyperkeratose und ihre Ursachen. Zudem werden Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsmaßnahmen der Krankheit aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hyperkeratose?

Bei der Hyperkeratose handelt es sich um eine Verdickung der Hausstellen, die durch eine Überproduktion von Keratin ausgelöst wird. Eine Verdickung der Haut entsteht auch durch Reibung, Druck oder Kraftübungen.

Die Hyperkeratose wird auch durch Belastung von Haut, Ekzemen, Warzen und UV-Strahlung ausgelöst. Jedoch ist sie in sehr vielen Fällen sehr leicht zu therapieren. Eine empfindliche Reaktion der Haut kann zudem durch chronische Entzündungen, oder auch Infektionen, bzw. durch Sonnenlicht oder Chemikalien hervorgerufen werden. Die Hyperkeratose kann sich auch durch eine Fremdeinwirkung, z. B. durch eine angeborene Störung bemerkbar machen.

Die Hornschicht übernimmt normalerweise eine schützende Rolle. Jedoch kann es durch verschiedene Ursachen zu einer Störung kommen und die Hornhaut vermehrt sich daraufhin. Zu enges Schuhwerk oder durch körperliche Arbeit wird Hyperkeratose außerdem verursacht Außerdem sind Bewegungen an Körperstellen, die Schwielen hervorrufen können, für den Körper nicht gesund. Die Verdickungen an der Haut können unterschiedlich groß ausfallen.

Ursachen

Hyperkeratose wird häufig als eine Form der Keratose bezeichnet. Es kommt zu einer Überproduktion von Keratin. Dies ist verbunden mit einer Abnormalität der Keratinstruktur, die Hornhautschicht verdickt sich sehr auffällig. Die Verdickung entwickelt sich durch einen konstanten Druck, sowie anderen Einwirkungen auf der Haut.

Dann reagiert die Haut durch das vermehrte Kreatin, um diesen Druck auszugleichen. Die Verdickungen werden in diesem Fall auch Schwielen genannt und sind meist nur ein äußerliches Problem. Auch die Warzen, welche durch Infektionen hervorgerufen werden, sammeln einzelne Verdickungen unter der Haut an.

Bei Ekzemen tritt eine ähnliche Reaktion auf. Jedoch rufen diese dann meist Entzündungen hervor. Es kommt dann auch oft zu einer Verfärbung der Haut. Bei der Keratose bilden sich kleine Punkte, welche eine Reaktion auf UV- Licht sind. Diese tragen das Risiko, dass sich Hautkrebs weiterentwickeln kann.

Typische & häufige Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Schematische Darstellung zur Anatomie und Aufbau der Haut. Die Haut ist ein sensibles Organ. Tägliche Pflege und medizinische Vorsorge helfen gegen Hautalterung und Hauterkrankungen. Klicken, um zu vergrößern.

Abhängig von der Ursache wird Hyperkeratose diagnostiziert. Vor allem Warzen und Schwielen können für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein. Andere Menschen sehen indes nur eine Unterscheidung von dem Rest der Haut.

Entsteht die Hyperkeratose ohne einen nennenswerten Grund, dann liegt diese bereits bei der Geburt vor, es handelt sich also um eine angeborene Störung. Diese wird meist durch weitere Symptome begleitet. Je nach Art der Symptome wird der Arzt bei der Untersuchung weitere Fragen stellen, um eine genaue Diagnose zu stellen. Dabei werden auch Fragen zu den familiären Vorgeschichten oder auch Fragen zu Allergien gestellt.

Ist der Patient länger einem Sonnenlicht ausgesetzt, stellt sich die Frage was dann passiert. In vielen Fällen kann der Arzt schon anhand der Symptome und bei Fragen zu der Hyperkeratose erkennen, welche Diagnose zu fällen ist. Liegt ein Ekzem in Verbindung mit einer Allergie vor, dann wird ein entsprechender Test durchgeführt. Oft es ist nötig eine Biopsie vorzunehmen. Dabei wird auf der Haut eine kleine Probe durchgeführt, welche im Labor genau untersucht wird. Bei Kindern handelt es sich meist um eine angeborene Hyperkeratose.

Komplikationen

Durch die Hyperkeratose kommt es in erster Linie zu einer Hautverdickung. Diese stellt zwar ein unangenehmes Symptom dar, kann allerdings relativ gut und einfach behandelt werden, sodass es nicht zu weiteren Komplikationen für den Patienten kommt. Es treten dabei Warzen und Schwielen auf, die mit Schmerzen verbunden sein können.

Ebenso kann die Hautverdickung zu Minderwertigkeitskomplexen oder zu einem verringerten Selbstwertgefühl führen, sodass sich die Betroffenen für die Beschwerden schämen und sich mit ihrem eigenen Körper nicht mehr wohl fühlen. Nicht selten treten die Beschwerden auch an den Füßen auf, was zu Schmerzen beim Laufen führen kann. In vielen Fällen werden auch gewöhnliche Tätigkeiten eingeschränkt.

Die Behandlung der Hyperkeratose richtet sich immer nach ihrer Ursache und verläuft in der Regel ohne Komplikationen. Dabei werden vor allem Cremes und Salben eingesetzt. Infektionen oder Entzündungen können mit Hilfe von Antibiotika eingesetzt werden. In schwerwiegenden Fällen ist gegebenenfalls ein operativer Eingriff notwendig, um die Hyperkeratose zu behandeln. Nach der Behandlung verschwinden die Beschwerden komplett und es treten keine weiteren Komplikationen auf. Die Lebenserwartung wird durch die Krankheit nicht eingeschränkt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn eine übermäßige Verhornung der Haut bemerkt wird, ist womöglich eine Hyperkeratose ursächlich. Ein Arztbesuch ist angezeigt, wenn weitere Beschwerden auftreten oder die Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Schwielen, Warzen und andere Hautveränderungen, die auf keine erkennbare Ursache zurückzuführen sind, bedürfen in jedem Fall einer medizinischen Abklärung. Sollte es infolge der Hautverdickung zu Blutungen, Schmerzen oder Druckstellen kommen, muss ein Arzt konsultiert werden. Auch bei Einschränkungen im Alltag sollte der Betroffene mit einem Mediziner sprechen.

Bleibt die Hyperkeratose unbehandelt, können Pigmentstörungen auftreten, die wiederum Hautkrebs hervorrufen können. Etwaige Hautveränderungen sollten darum in jedem Fall abgeklärt werden. Falls die Keratose psychische Beschwerden hervorruft, muss mit einem Therapeuten gesprochen werden. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können Hautveränderungen zurückbleiben und im Extremfall entarten. Aus diesem Grund sollten Patienten nach dem Abschluss der Therapie regelmäßig den Hausarzt oder einen Dermatologen aufsuchen. Beim Verdacht auf ein Rezidiv wird am besten umgehend der zuständige Arzt informiert.

Behandlung & Therapie

Von der Art und Ursache der Keratose hängt natürlich die Behandlungsmethodik ab. Hat der Betroffene Schwielen an den Füßen ist auf ein geeignetes Schuhwerk zu achten, auch Einlagen oder Pflaster helfen in diesem Fall.

Die verdickten Hautstellen sollen in erster Linie entlastet werden. Auf keinen Fall ist selber eine Behandlung durchzuführen, dies sollte sich immer ein Experte ansehen und entscheiden was zu tun ist. Auch Warzen müssen von einem Arzt behandelt werden. Es gibt dafür verschiedene Methoden. Durch ein Vereisen mit einer speziellen Flüssigkeit, oder eine Zerstörung mit einem Laser bzw. das Entfernen der Schwielen oder Warzen wären verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Wenn die Behandlung nichts bringt, dann bilden sich neue Warzen. Es bedarf dann einer Wiederholung. Diese können auch durch eine Anleitung behandelt werden, dieses Verfahren ist jedoch sehr langwierig. Eine Kombination von ärztlicher und eigener Behandlung ist am sinnvollsten, z. B. durch Pflaster oder Cremes. Bei chronischen Ekzemen verwendet man meist Kortison-Salben.

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Vorbeugung

Es gibt Formen der Hyperkeratose, die sehr einfach vermieden werden können. Dazu gehören Schwielen an den Füßen. Der Betroffene kann durch eine gezielte Auswahl der Schuhe dafür sorgen, dass sich diese nicht erneut bilden. Damit Warzen nicht auftauchen, sollte man in Bädern oder Duschen niemals barfuß unterwegs sein. Bei Allergenen ist ein gezielter Kontakt zu vermeiden. Die aktinische Keratose beugt der Betroffene ebenfalls mit einem ausreichenden UV- Schutz vor.

Das können Sie selbst tun

Einige Formen der Hyperkeratose können direkt vermieden und mit Selbsthilfemaßnahmen ebenso eingeschränkt werden. Dies gilt allerdings nicht im Allgemeinen für die Erkrankung.

In der Regel kann sich das Tragen von bequemen Schuhwerk positiv auf die Erkrankung auswirken und das Auftreten von Schwielen an den Füßen direkt vermeiden. Ebenso sollte der Betroffene immer auf eine richtige Hygiene achten und damit in öffentlichen Bereichen von Bädern oder Duschen nicht barfuß auf den Boden treten. Einfache Latschen können dabei die Übertragung der Infektion verhindern. Sollten die Beschwerden aufgrund einer Allergie auftreten, so sollte der Kontakt zum Allergen vermieden werden. Weiterhin sollte auch immer ausreichend Sonnenschutz bei einem direkten Kontakt mit der Sonne aufgetragen werden. Durch die Erkrankung ist das Risiko von Hautkrebs deutlich erhöht. Die Betroffenen sollten sich daher regelmäßig einer Untersuchung bei einem Hautarzt unterziehen, um mögliche Tumore frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Damit können weitere Komplikationen vermieden werden.

Bei psychischen Beschwerden kann das Selbstvertrauen durch Gespräche mit Freunden oder Angehörigen deutlich gesteigert werden. In der Regel können die Infektionen allerdings immer mit Hilfe von Medikamenten behandelt werden.

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Quellen

  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Berlin Heidelberg 2011
  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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