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Prostataentzündung (Prostatitis)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Prostataentzündung (Prostatitis)

Eine Prostataentzündung (Prostatitis) kann in verschiedenen Formen vorkommen. Zumeist erkranken Männer an einer akuten Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata). Tritt diese Krankheit öfter auf oder wird sie nicht ausreichend behandelt, so kann es im Verlauf zur chronischen Prostataentzündung (Prostatitis) kommen. Typische Anzeichen sind brennende und ziehende Schmerzen beim Wasserlassen, Fieber und Schüttelfrost.

Inhaltsverzeichnis

Definition Prostataentzündung (Prostatitis)

Die Prostata des Mannes ist dafür verantwortlich, einen Teil des Spermas zu produzieren. Wie jedes andere Organ kann sie sich allerdings entzünden:

Dies wird als Prostatentzündung, in der Fachsprache auch als Prostatitis bezeichnet. Im weiteren Sinne werden damit auch alle anderen Entzündungen des Beckenbodens bezeichnet, denen zunächst keine andere Ursache zuzuordnen ist.

Zu den typischen Symptomen gehören Schwierigkeiten und Schmerzen beim Wasserlassen, verstärkter Harndrang sowie starke Schmerzen nach der Ejakulation.

Ursachen für Prostataentzündung (Prostatitis)

Die akute Prostataentzündung (Prostatitis) ist eine Reaktion des Körpers auf bakterielle Infektionen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Darmbakterien der Art E. coli, die in großen Mengen im Urin betroffener Männer nachzuweisen sind. Andere, allerdings seltenere, Auslöser sind Chlamydien oder verschiedene Mykoplasmen. Wenn es zur Chronifizierung der bakteriellen Prostataentzündung gekommen ist, spielen meist auch andere Bakterien eine Rolle.

So wurde beispielsweise Mycobakterium tuberculosis als ein möglicher Auslöser ermittelt, wobei eine Genitaltuberkulose vorausgegangen sein muss. Seltener werden Viren oder Pilze mit der chronischen Prostatitis in Verbindung gebracht. Meist liegt die Ursache daran, dass die Auslöser der vorhergehenden akuten Erkrankung in der Harnröhre verblieben und nach der Heilung des ersten Infektionsschubes auf diesem Wege wieder in die Prostata gelangt sind, die noch geschwächt war.

Die abakterielle Prostataentzündung (Prostatitis) ist bei weitem die häufigste Erscheinungsform. Sie unterscheidet sich kaum von der bakteriellen Entzündung, hat aber andere Ursachen. In Frage kommen neuronale Störungen bis hin zu Autoimmunreaktionen. Zwar wird diskutiert, dass schwer nachweisbare Bakterien als Erreger fungieren könnten, einen Nachweis dafür gibt es allerdings nicht.

Typische Symptome und Anzeichen bei Prostataentzündung

Krankheitsverlauf Prostataentzündung (Prostatitis)

Bei einer akuten Prostataentzündung (Prostatitis) können im Verlauf der Krankheit ein Prostataabszess oder eine Harnverhaltung als Komplikation auftreten. Ist es bereits zu einer chronischen Form der Prostataentzündung (Prostatitis) gekommen, so können immer wieder neue Infektionen auftreten, sodass eine Behandlung sehr langwierig und kompliziert werden kann.

Behandlung von Prostataentzündung (Prostatitis)

Die akute Prostataentzündung (Prostatitis) wird zunächst mit Antibiotika behandelt. Je nach Erreger kommen dabei verschiedene Präparate in Frage. Die chronische Form wird ebenfalls antibiotisch behandelt, allerdings kommen andere Medikamente zum Einsatz. Um die chronische bakterielle Entzündung der Prostata zu bekämpfen, sind schonendere Mittel erforderlich, da sich die Gabe der Antibiotika über 4-6 Wochen erstrecken kann. Zusätzlich werden oft Alphablocker verschrieben oder Prostatamassagen durchgeführt, die helfen sollen, die schmerzhaften Beschwerden einzugrenzen.

Schwieriger zu behandeln ist die abakterielle Prostatisis. Bei ihr muss zunächst ermittelt werden, ob es sich um eine Entzündung handelt oder nicht. In manchen Fällen kann der Schmerz auch durch eine ungesunde Verspannung der Muskulatur des Beckenbodens einhergehen und die Prostata nur unter anderem, teilweise sogar gar nicht betreffen. Die Gabe von Antibiotika hat sich als hilfreich zur Vorbeugung einer bakteriellen Entzündung des geschwächten Bereichs erwiesen. Die Hauptrolle bei der medikamentösen Behandlung spielen jedoch Quercetin, Alpha-1-Blocker oder Mepartricin.

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Vorbeugung von Prostataentzündung (Prostatitis)

Einer Prostataentzündung (Prostatitis) kann man kaum wirksam vorbeugen, da sie von internen Prozessen im Körper ausgeht, auf die der Mensch kaum Einfluss hat. Grundsätzlich helfen eine gründliche Körperpflege sowie die Einhaltung hygienischer Grundsätze dabei, die Erreger der Entzündung durch die Harnröhre in den Körper eindringen zu lassen.

Einer Chronifizierung der Prostataentzündung kann man vorbeugen, indem man die akute Form sofort vom Arzt behandeln lässt. Antibiotika müssen bis zur letzten Tablette der Packung oder auf Anweisung des Arztes genommen werden, da andernfalls die Bakterienpopulation nicht vollständig abgetötet werden kann. Bei Wiederauftreten der Beschwerden oder nur geringer Besserung muss der Arzt sofort wieder aufgesucht werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Schwarzwald kommentierte am 19.11.2012 um 12:11 Uhr

Ich bin fast 62 Jahre alt und habe Beschwerden mit der Prostata. Der PSA-Wert ist leicht erhöht. Der Urologe gab mir nun zur Entspannung des Prostatamuskeln das Medikament Tamsulosin Basic 0,4 mg. Trotzdem muss ich nachts 5 - 6 mal auf die Toilette zum Wasserlassen. Tagsüber habe ich dann auch immer so ein leichtes Brennen im Urin. Im Urin wurden nur geringe Blutspuren gefunden. Kann es sein, dass es eine Infektion der Prostata ist, die mit einem Antibiotika behandlet werden muss? Über eine eine Antwort würde ich mich freuen.