Brennende Schmerzen

Letzte Aktualisierung am 5. März 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Brennende Schmerzen sind eine Wahrnehmung der Sinne, die wie Kälte, Hitze oder Berührungen empfunden werden können. Schmerzen können in vielfältiger Form auftreten. Hierbei soll es aber um eine allgemeine Begriffsbestimmung gehen und beispielhaft auf brennende Schmerzen und stechende Schmerzen eingegangen werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Brennende Schmerzen?

Als brennende Schmerzen wird ein Schmerztyp bezeichnet, der am ganzen Körper vorkommen kann und sich durch ein spezifisches, unverwechselbares Schmerzgefühl äußert. Patienten beschreiben ihre Empfindung als brennend und meinen damit, dass sich der Schmerz durch ein extrem heftiges Empfinden bemerkbar macht und dabei prickelt oder sticht, was mit dem Brennen assoziiert wird. Es kann dabei zu Hitzeemfpindungen kommen, sie sind aber nicht zwangsläufige Voraussetzung für brennende Schmerzen. In jedem Fall wird dem Patienten durch die Empfindung bewusst, dass er ärztliche Hilfe braucht.

Fasst man Schmerzen also weiträumig auf, so sind sie immer ein Hinweis, dass mit dem Körper etwas nicht in Ordnung ist. Eine Spezialform des Schmerzes sind die chronischen Schmerzen, der nicht zweitweise vorkommt, sondern in regelmäßigen Abständen oder gar immer da ist.

Ursachen

Die Ursachen für Schmerzen sind nicht immer körperlich bedingt. In manchen Fällen können Schmerzen auch im Rahmen von psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, auftreten. Hierbei sind keine physischen Faktoren ausschlaggebend.

Eine leichtere Form brennender Schmerzen kann bei Erkrankungen der Muskulatur vorkommen. Risse, Überdehnungen und andere mechanische Probleme sorgen für brennende Schmerzen im betroffenen Bereich. Sie entstehen meist beim Sport und signalisieren eine ernsthafte Verletzung. Auch durch Stöße oder Schläge können brennende Schmerzen zustandekommen: Sie signalisieren Prellungen, Kapselrisse und im Extremfall auch Knochenbrüche. Begleitet werden sie häufig von weiteren Symptomen wie starker Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühlen.

Organische Ursachen lösen ebenfalls brennende Schmerzen aus - sie sind allerdings um einiges stärker als die der oben genannten Ursachen. Diese kommen sehr selten plötzlich, in den meisten Fällen gehen ihnen Warnsymptome voraus. Ein geplatzter Blinddarm sorgt für brennende Schmerzen, kündigt sich allerdings durch Schmerzen im rechten Abdomen an.

Als brennende Schmerzen wird ein Schmerztyp bezeichnet, der am ganzen Körper vorkommen kann.

Der Schlaganfall oder der Herzinfarkt werden vom Patienten ebenfalls als solcher Schmerz empfunden, sie lassen sich allerdings durch Voruntersuchungen frühzeitig erkennen und abwenden. Die Migräne hingegen bildet eine Ausnahme: Brennende Schmerzen sind dabei im Kopf zu spüren, werden allerdings getriggert und können deswegen nicht frühzeitig erkannt werden.

Treten hingegen akute Schmerzen, wie brennende Schmerzen oder stechende Schmerzen auf, ist zumeist eine Störung des Körpers vorhanden. Beispiele für Krankheiten mit brennenden Schmerzen sind unter anderem die Gürtelrose und Hämorrhoidenerkrankungen. Beispielhaft für stechende Schmerzen sind auch Bandscheibenvorfälle.

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Akuter Schmerz

Akuter Schmerz ist ein Zeichen für gefährliche Veränderungen am oder im Körper. Beispielhaft wäre hier Schmerzen bei Verbrennungen oder Verletzungen. Hierbei ist der Schmerz meist genau diagnostizierbar und kann vom Arzt behandelt werden.

Chronischer Schmerz

Chronischer Schmerz wird bereits als eigenständige Krankheit betrachtet. Die Ursachen sind oft nicht sofort feststellbar. Begründet ist dies oft durch die Nervenimpulse, die trotz fehlendem Schmerzreiz weiterhin als Schmerzimpulse tätig sind. Man spricht auf von einem Gedächtnis der betroffenen Nervenzellen. Wichtigste Ursache sind hierbei oft psychische Probleme.

Krankheiten mit diesem Symptom

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R52 Schmerz, anderenorts nicht klassifiziert) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Brennende Schmerzen können überall am Körper auftreten. Zum Empfinden eines Brennens von Schmerzen kommt es durch das dafür charakteristische Stechen oder Prickeln. Nicht immer, aber oft ist brennender Schmerz von einem Hitzegefühl begleitet. Das Auftreten von brennenden Schmerzen kann vielfältige Ursachen haben. Ein Arztbesuch ist hierbei stets zu empfehlen.

Wer unter brennenden Schmerzen leidet, geht am besten zuerst zu seinem Hausarzt. Eine häufige Ursache für brennende Schmerzen sind Verletzungen oder Erkrankungen der Muskeln. Insbesondere Sport ist ein bekannter Auslöser hierfür. Auch mechanische Einwirkungen wie Schläge und Stöße ziehen häufig brennende Schmerzen nach sich einschließlich behandlungsbedürftiger Verletzungen wie Prellungen, Kapselrisse und Knochenbrüche. Berüchtigt sind auch die bei Migräne oft auftretenden brennenden Schmerzen.

Bei Herzinfarkt und Schlaganfall klagen Patienten ebenfalls häufig über brennende Schmerzen. Als weitere sehr unterschiedliche Ursachen für das Auftreten brennender Schmerzen sind unter anderem Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Gürtelrose und Bandscheibenvorfälle zu nennen. Bei brennenden Schmerzen kann es sich um ein akutes oder chronisches Schmerzgeschehen handeln, wobei inzwischen chronischer Schmerz als eigenständige Erkrankung gilt. Je nach Ursachenvermutung für die brennenden Schmerzen wird der Hausarzt seinen Patienten an Fachärzte überweisen, zum Beispiel Internisten, Orthopäden, Kardiologen oder Neurologen.

Behandlung & Therapie

Akute Schmerzen sind in der Regel sofort erkenn- und fühlbar und können daher gezielt behandelt werden. Die Beseitigung dieser Schmerzen nimmt Bezug auf deren Ursachen.

Hält der Schmerz jedoch über einen Zeitraum von ca. drei Monaten hat, spricht man von chronischen Schmerzen. Eine Therapie orientiert sich hierbei immer am Schmerz selbst. Bewährt haben sich dabei die progressive Muskelentspannung, Autogenes Training und die Hypnotherapie.

Brennende Schmerzen sind somit immer ein Grund, sofort den Arzt aufzusuchen oder notfalls den Krankenwagen zu rufen. Sie signalisieren in den meisten Fällen, dass Gewebe zerstört wurde oder gerade irreparabel geschädigt wird. Da sie in den meisten Fällen spontan auftreten, sollte man darauf achten, wo sie sitzen und wie sich der Patient verhält - entsprechend sollte man Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.

Verletzungen beim Sport, die für brennende Schmerzen sorgen, sind noch kein lebensbedrohlicher Ernstfall. Nach Möglichkeit sollte der Patient hingesetzt werden. Wenn er sich nicht bewegen kann oder ihm schwindlig wird, darf er sich auf der Stelle hinlegen, allerdings sollten die Beine angehoben werden. Die Schmerzen werden abebben - oft noch bevor Hilfe kommt.

Wenn keine offensichtliche Verletzung vorausgegangen ist, kann man davon ausgehen, dass Organe oder inneres Gewebe Schaden genommen haben. Der Patient muss ruhig gestellt werden. In den meisten Fällen ist eine sofortige Operation erforderlich, um den Schaden zumindest aufzuhalten - anschließend wird nach der genauen Ursache gesucht.

Aussicht & Prognose

Die Aussichten bei brennende Schmerzen hängen stark von den Ursachen der Schmerzen ab. Daher ist keine universelle Voraussage möglich, wie der weitere Krankheitsverlauf sein wird. In den meisten Fällen können etwa Verbrennungen relativ gut behandelt werden. Wichtig ist nur, dass sich der Patient umgehend in eine Behandlung begibt. Sollte es daher zu brennenden Schmerzen kommen, so sollte sofort ein Arzt aufgesucht oder ein Krankenwagen gerufen werden. Damit können Folgeschäden wie Wunden und Narben vermieden werden.

Brennende Schmerzen entstehen oft auch beim Sport. Solange es sich um keine lebensbedrohliche Situation handelt, sollte der Betroffene zuerst beruhigt werden. In der Regel vergehen die brennenden Schmerzen schon nach kurzer Zeit und führen nicht zu weiteren Beschwerden oder Komplikationen.

Falls es sich bei den brennenden Schmerzen um Beschädigungen der inneren Organe oder des inneren Gewebes handelt, muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Hier ist teils ein operativer Eingriff notwendig, um diese Schmerzen zu beheben. Der Erfolg der Behandlung hängt von der Ursache der Schmerzen und der Beschädigung ab.

Bei leichten brennenden Schmerzen, die zum Beispiel durch Insektenstiche entstehen, kann der Patient die betroffene Stelle eincremen. In der Regel verschwindet der Schmerz schon nach wenigen Stunden von alleine.

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Vorbeugung

Brennende Schmerzen durch Sportverletzungen lassen sich nicht immer verhindern, das Risiko kann allerdings deutlich verringert werden. Sport darf nur mit aufgewärmten Muskeln durchgeführt werden, außerdem muss die erforderliche Sicherheitskleidung getragen werden. Anspruchsvolle Übungen sollten nur ausgeführt werden, wenn man sich dabei sicher fühlt.

Brennende Schmerzen durch körperliche Ursachen lassen sich ebenfalls verhindern - leichte, ungewöhnliche Beschwerden sollten vom Arzt untersucht werden, um schlimmere Erkrankungen auszuschließen. Der Schmerz kündigt sich in den meisten Fällen an, etwa durch leichte Schmerzen oder allgemeines Unwohlsein, was ernst genommen werden sollte.

Akute Schmerzen kann man nicht direkt vorbeugen. Minimierbar sind sie nur durch Unfallvermeidung und ein allgemein gesundes Leben durch ausreichend Bewegung und gute Ernährung. Ebenso können chronische Schmerzen nicht im Vorraus behandelt werden. Auch hier gilt dass die Ursachen, wie psychische Leiden, rechtzeitig erkannt und behandelt werden, um Langzeitfolgen auszuschließen.

Das können Sie selbst tun

Das Symptom brennende Schmerzen kann vielseitige Ursachen haben und kann daher auch auf unterschiedlicher Art und Weise selbst behandelt werden. Bei brennenden Schmerzen, die auf einen Insektenstich zurückzuführen sind, wird in der Naturheilkunde Heilerde empfohlen. Die Erde, die in Apotheken und Reformhäusern erhältlich ist, wird mit Wasser oder kaltem Kamillentee angerührt und auf die Haut aufgetragen. Sobald die Erde angetrocknet ist, wird sie mit lauwarmen Wasser vorsichtig abgewaschen. Brennende Schmerzen, die auf auf einen leichten Sonnenbrand zurückzuführen sind, werden am besten gekühlt und mit ein einem schützenden Schaumspray aus der Apotheke behandelt. Bei schweren Sonnenbränden sollte immer ein Hautarzt aufgesucht werden.

Sind die brennenden Schmerzen auf eine Verätzung zurückzuführen, muss die betroffene Stelle unverzüglich mit Wasser gereinigt und anschließend ein Arzt konsultiert werden. Von einer Selbsttherapie sollte besonders bei schweren Verätzungen unbedingt Abstand genommen werden.

Bei brennenden Schmerzen in Hals-Nasen-Ohren-Bereich, die auf eine Erkältung zurückzuführen sind, helfen diverse Hausmittel. Patienten können sich zum Beispiel durch das Trinken von Salbeitee Linderung verschaffen. Hilfreich sind auch Nasenspülungen mit warmen Salzwasser. Dafür gibt es in Apotheken und Reformhäusern spezielle Nasenduschen.

Bei brennenden Schmerzen im Rachenraum, die vom Magen ausgehen, handelt es sich fast immer um Sodbrennen. Auch hier können einfache Hausmittel helfen. Zum Beispiel die Einnahme von Heilerde oder Küchensoda (Natron). Bei länger anhaltenden Beschwerden oder starken Schmerzen sollte aber unbedingt der Arzt aufgesucht werden.

Quellen

  • Basler, H.-D., Franz, C., et al.: Psychologische Schmerztherapie. Springer, Berlin 2004
  • Kürten, L.: Chronischer Schmerz. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bonn 2001
  • Striebel, H. W.: Therapie chronischer Schmerzen. Schattauer, Stuttgart 2002

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