Kieselerde

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Kieselerde zählt zu den lebensnotwendigen Spurenelementen und kommt in allen Organen mit einem Anteil an Bindegewebe vor. Gleichwohl ist der Begriff Kieselerde eher als ungenauer Begriff für Sedimente und Mineralstoffe mit hohem Siliciumgehalt zu betrachten.

Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise von Kieselerde

Der Körper benötigt Kieselerde zur ausreichenden Bildung von Kollagen. Mit Hilfe dieser Eiweißsubstanz werden Knochen und Knorpel, Sehnen und Bindegewebe gebildet und stabilisiert. Kieselerde ist außerdem in Blut, Drüsen, Muskeln und elastischen Häuten vorhanden und maßgeblich an Aufbau und Erhaltung von Haaren, Nägeln und Zähnen beteiligt. Zudem sorgt Kieselerde für die Elastizität des Gewebes und erhöht dessen Widerstandskraft.

Auch für den Aufbau von Knochengewebe ist Kieselerde von entscheidender Bedeutung, denn sie fördert die Aufnahme und Verwertung von Calcium aus der Nahrung und verbessert damit das Knochenwachstum.

Da Kieselerde Giftstoffe bindet, beschleunigt sie die Reifung von Abszessen, Furunkeln und Fisteln und wirkt austreibend bei eingedrungenen Fremdkörpern.

Eine ausreichende Kieselerdeversorgung verbessert die Leitfähigkeit der Nerven, sodass Nervensignale richtig übermittelt werden können. Brüchige Haare und Nägel, Nervosität, unruhiger Schlaf, Ekzembildung, verzögerte Wundheilung, Frösteln und erhöhte Erkältungsanfälligkeit können Anzeichen für einen Mangel an Kieselerde sein.

Bedeutung für Gesundheit & Sport

Besonders hoch ist der Anteil an Kieselerde in ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Hirse, Hafer, Wurzel- und Grüngemüse und Bambussprossen.

Kieselerde soll bereits im alten Ägypten angewendet worden sein und gilt als eines der ältesten bekannten Heilmittel. Zur Behandlung kann Kieselerde innerlich und äußerlich bei einer ganzen Reihe von Beschwerden eingesetzt werden. Bei Brandverletzungen, schlecht heilenden oder infizierten Wunden bindet sie austretendes Wundsekret.

Kieselerde bewirkt eine verstärkte Aktivierung von Lymphsystem und Milz, regt die Produktion von Abwehrzellen an und beschleunigt den Heilungsprozess. Narbenwucherungen und –verhärtungen werden durch Kieselerde geglättet und feine empfindliche Haut gekräftigt.

Die altersbedingte Erschlaffung des Bindegewebes, Dehnungsstreifen und vorzeitige Faltenbildung kann man mit Kieselerde bekämpfen. Sie wird zur Vorbeugung vor Osteoporose eingesetzt, nachdem Versuche zeigten, dass sich durch eine regelmäßige Zufuhr von Kieselerde die Knochendichte messbar erhöhen lässt und die Knochengesundheit allgemein positiv beeinflusst wird.

Auch bei Entwicklungsstörungen der Zähne oder Knochen bei Kindern kann Kieselerde hilfreich sein. Da Arterienwände einen hohen Anteil an Silizium enthalten, wird Kieselerde auch ein wirksamer Schutz vor Arteriosklerose zugeschrieben. Im Tierversuch wurde eine cholesterinsenkende Wirkung dokumentiert. Empfohlen wird Kieselerde auch bei verstärktem Juckreiz, diffusem Haarausfall, splitternden Nägeln sowie Störungen des Haarwachstums.

Sportler können ebenfalls von der Wirkung der Kieselerde profitieren. Die erhöhte Elastizität und Stabilität von Gewebe, Bändern, Muskeln und Sehnen macht sie weniger anfällig für Sportverletzungen wie Bänderdehnungen, Sprunggelenkszerrungen und Verstauchungen. Die Einnahme von Kieselerde soll außerdem Muskelkater verhindern.

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Vorkommen in Lebensmitteln

Der Bedarf an Kieselerde liegt bei 5 bis 10 Gramm pro Tag und kann in der Regel durch eine normale und ausgewogene Ernährung gedeckt werden. Kieselerde findet man in unterschiedlichen Mengen in fast allen Nahrungsmitteln.

Besonders hoch ist der Anteil in ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Hirse, Hafer, Wurzel- und Grüngemüse und Bambussprossen. Auch Bier enthält viel Kieselerde.

In tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch ist der Gehalt an Kieselerde etwas geringer, wird allerdings möglicherweise vom Körper besser aufgenommen und verwertet.

Kieselerde ist für den Organismus nur dann ausreichend verfügbar, wenn die verwendeten Lebensmittel naturbelassen sind. Industriell aufbereitete Nahrung enthält im Vergleich zu Vollwertprodukten wesentlich weniger Kieselerde.

Der Gehalt an Kieselerde in Getreide und Gemüse kann regional unterschiedlich sein und hängt von der jeweiligen Anbaufläche ab. Die als Nahrungsergänzungsmittel angebotene Kieselerde wird aus gereinigten Kieselalgen gewonnen.

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