Keime

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Oktober 2016
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Keime sind überall. Der Mensch trägt sie auf der Haut, im Körper und verbreitet sie mittels husten, niesen und jeder Form des Körperkontakts. Tiere bringen Keime von einem Ende des Landes zum anderen, oft sogar von einem Kontinent zum nächsten. Ob Armlehne im Zug, Türklinken oder Einkaufswagen vor dem Supermarkt – sie alle haben eine Sache gemeinsam: Sie sind übersät mit Keimen. Anders als unsere Angst vor Autounfällen, ungesunder Ernährung, Zigarettenrauch oder gentechnisch veränderter Nahrung, wird die Gefahr der Keime leicht übersehen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Keime?

Aus den Augen aus dem Sinn ist eine mögliche Erklärung, warum Keimen als Krankheitsverursacher so wenig Bedeutung geschenkt wird. Verständlich, denn Keime sind nichts anderes als Mikroorganismen.

Mikroorganismen setzten sich aus den allgemein bekannten Bakterien, Viren und Pilzen zusammen sowie aus Protozoen, Archaea und Mikroalgen. Alle haben eines gemeinsam: Sie sind mikroskopisch klein. Was sie nicht gemein haben, ist ihre Wirkung.

Denn Mikroorganismen können beides, für den Menschen und seine Umwelt von positiver als auch von negativer Wirkung sein. Keime bezeichnen jedoch Mikroorganismen, welche eine gefährlich bis lebensbedrohliche Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen haben.

Bedeutung & Funktion

Die Bakterien Lactobacillus acidophilus leben in unserem Darm und übernehmen wichtige Funktionen bei der Verdauung. Hier handelt es sich um einen für den Menschen wichtigen Mikroorganismus.

Während Pilze, bei der Brot-, Wein- und Bierherstellung unumgänglich ist. Viele Protozoen jagen und sammeln Mikroben als Nahrung. Und das im menschlichen Verdauungstrakt. Ohne Schaden auf den menschlichen Wirt auszuüben.

Krankheiten

Dennoch ist die Welt der Keime nicht zu unterschätzen. Cholera, Meningitis, Lebensmittelvergiftung, Scharlach und viele andere Infektionskrankheiten werden durch Bakterien ausgelöst.

Sterilisation von Geräten, Desinfektion von Körperteilen und Antibiotika sind die drei Wege zur Bekämpfung von Bakterien. Während Sterilisation und Desinfektion nie an Gültigkeit verlieren, wird die Bekämpfung von Bakterien mittels Antibiotika immer schwieriger. Multiresistent bezeichnet man in der Fachsprache die Tatsache, dass einige Keime gegen eines oder mehrere Antibiotika resistent geworden sind. Die Ursachen sind vielseitig, aber die drei am häufigsten genannten sind:

Antibiotika werden unnötig verschrieben, auch wenn es nachweislich nicht hilft. Patienten, die Antibiotika nicht richtig einnehmen und die Unmengen an Antibiotika in der Nutztierhaltung.

Im gewöhnlichen Alltag ist Desinfektion die gängigste Methode im Kampf gegen Keime. Ob Markenprodukte oder einfach nur heißes Wasser und Essig – vollkommene Keimfreiheit ist eine Illusion. Die meisten herkömmlichen Reiniger, sowie gesunder Hausverstand genügen jedoch für eine Verminderung von Keimen. Zum Beispiel können 99% aller Keime im Küchenschwamm mithilfe der Mikrowelle getötet werden. Nur sollte nicht vergessen werden, dass der Schwamm befeuchtet sein muss. Interessant ist, dass die meisten Keime nicht, wie vielfach angenommen, in der Toilette leben, sondern auf dem Fußboden. Auch ist warm und feucht zwar ein ideales Brutgebiet, aber überleben können einige Mikroorganismen sogar in Temperaturen von -15° C bis zu +113° C.

Während Keime in Form von Bakterien und Pilzen sehr wohl durch Hygiene Einhalt geboten werden kann, sieht es mit Viren anders aus. Das Hauptproblem bei Viren ist, dass sie keine Lebewesen im klassischen Sinne sind. Sie benötigen eine Zelle, sei es menschlicher, tierlicher oder pflanzlicher Natur, um zu überleben. Somit muss die Wirtszelle bekämpft werden, um den Virus zu beseitigen. Dies erklärt auch die starken Nebenwirkungen bei antiviralen Medikamenten. Ungefähr 17% aller Krebsfälle werden durch Viren ausgelöst. Und jeder kennt heutzutage den HI-Virus, der die Krankheit AIDS verursacht. Daneben lösen Viren noch Grippe, Masern und weitere, weniger tödliche Krankheiten aus.

Welche Auswirkungen Keime auf den menschlichen Organismus haben, hängt stark von der Art des Mikroorganismus ab sowie den Immunabwehrkräften des Patienten und der Umgebung des Kranken. Hunderttausende Menschen sterben jährlich nicht an ihrer Krankheit allein, sondern an Keimen, die in Krankenhäusern trotz sterilem Umfeld überleben. Der Kampf gegen Keime gleicht dem zwischen einem beinahe unsichtbaren David und einem menschlichen Goliath.

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