Hausstauballergie
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Als eine Hausstauballergie bzw. Hausstaubmilbenallergie bezeichnet meine eine allergische Reaktion auf den Kot von Hausmilben, die sich vor allem in Betten und Matratzen aufhalten. Dabei kommt es im Verlauf der Allergie zu typischen allergischen Symptomen, wie tränende Augen, Husten, Juckreize und Hautrötungen.
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Definition Hausstauballergie
Während die Hausstaubmilbe normalerweise völlig ungefährlich ist, verursacht sie bei einem Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie Schnupfen, allergische Niesanfälle und Augenjucken, seltener auch [[Halsschmerzen]6, Ohrenjucken, Nasenjucken, Husten und allergisches Asthma. Des Weiteren kann eine Hausstaubmilbenallergie mit einem mehr oder weniger harmlosen Schnupfen beginnen und im Laufe der Jahre asthmatische Züge annehmen. Eine solche Wandlung der Symptome bei einem Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie wird im Fachjargon auch Etagenwechsel genannt.
Ursachen für Hausstauballergie
Das sind zum Beispiel Kissen, Decken, Matratzen, Polstermöbel und Plüschtiere, aber auch Stellen, an denen sich der Staub und somit die Hautschuppen besonders lange halten, beispielsweise in den Vorhängen, Teppichen oder auf Dekorationsgegenständen, die nicht umsonst auch als so genannte Staubfänger bekannt sind.
Im Rahmen von Untersuchungen will man festgestellt haben, dass der Inhalt eines Federkopfkissens nach rund zwei Jahren zu rund einem Zehntel aus abgestorbenen Milben sowie deren Kotresten besteht. Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie sollten demnach bestimmte Vorkehrungen treffen, um die Auswirkungen der Hausstaubmilbenallergie effektiv zu mindern.
Symptome
Behandlung von Hausstauballergie
Die Behandlung einer Hausstauballergie gestaltet sich relativ schwierig. Denn eine Eindämmung, der durch die Hausstaubmilbenallergie ausgelösten Symptome, setzt in erster Linie eine Verringerung der allergenen Substanzen voraus. Dies ist im praktischen Einsatz nur sehr schwer zu realisieren. Dennoch gibt es Versuche, die Hausstaubmilbenallergie durch eine spezifische Immuntherapie zu mindern, die jedoch oftmals nur dann den gewünschten Erfolg bringt, wenn diese frühzeitig durchgeführt wird.
Bei einer solchen Hyposensibilisierung wird die Überreaktion des Immunsystems auf ein Allergen reduziert. Dies geschieht dadurch, indem der Allergiker regelmäßig hohe Dosen des Hausstauballergie verursachenden Allergens zu sich nimmt, so dass das Immunsystem dahingehend umgestellt wird, sich mit dem Stoff, der die Hausstaubmilbenallergie auslöst, zu arrangieren anstatt überzureagieren. Infolgedessen ist die Belastung durch die Hausstaubmilbenallergie geringer, obwohl die Sensibilisierung für das betreffende Allergen nach wie vor vorhanden ist.
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Vorbeugung von Hausstauballergie
Zudem sollten die Gardinen und andere Staubfänger entfernt werden. Das gilt auch für die Stofftiere in den Betten allergiegefährdeter Kinder. Teppichböden sollten durch Holz-, Kork- oder Kunststoffböden ersetzt und Federbettwäsche sollte gegen spezielle Allergikerbettwäsche ausgetauscht werden. Staubwischen ist zu vermeiden und stattdessen sollte man besser feucht wischen, wobei das Wasser unter Umständen auch mit einem pilztötenden Mittel angereichert werden kann, da die Milben, die die Hausstauballergie auslösen, auf das Vorhandensein bestimmter Pilze angewiesen sind.
Bücher über Hausstauballergie
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Hausstauballergie?
Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
Mama Leone kommentierte am 13.03.2013 um 18:56 Uhr
Ich leide an einer Hausstaubmilben-Allergie.
Bin ich länger in geschlossenen Räumen, habe ich
sogar Herzbeschwerden dadurch. Wenn ich eine Allergie-Tablette nehme, gehen die Beschwerden weg.
Können die Allergene das Herz unruhig machen?
LG

