Hausstauballergie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Hausstauballergie

Als eine Hausstauballergie bzw. Hausstaubmilbenallergie bezeichnet meine eine allergische Reaktion auf den Kot von Hausmilben, die sich vor allem in Betten und Matratzen aufhalten. Dabei kommt es im Verlauf der Allergie zu typischen allergischen Symptomen, wie tränende Augen, Husten, Juckreize und Hautrötungen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Hausstauballergie

Bei einer Hausstauballergie bzw. Hausstaubmilbenallergie reagiert das Immunsystem der betroffenen Person besonders sensibel auf den Kot und Rückstände der Hausstaubmilbe. Die nur etwa 0,1 bis 0,5 mm großen Spinnentiere leben weltweit in 150 Arten und sind in fast jedem Haushalt zu finden. Die Tiere ernähren sich von den abgestorbenen Hautschuppen der Menschen und leben bevorzugt in Teppichen, Polstermöbeln, Bettdecken, Kissen und Matratzen.

Während die Hausstaubmilbe normalerweise völlig ungefährlich ist, verursacht sie bei einem Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie Schnupfen, allergische Niesanfälle und Augenjucken, seltener auch [[Halsschmerzen]6, Ohrenjucken, Nasenjucken, Husten und allergisches Asthma. Des Weiteren kann eine Hausstaubmilbenallergie mit einem mehr oder weniger harmlosen Schnupfen beginnen und im Laufe der Jahre asthmatische Züge annehmen. Eine solche Wandlung der Symptome bei einem Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie wird im Fachjargon auch Etagenwechsel genannt.

Ursachen für Hausstauballergie

Die Hausstaubmilbenallergie oder Hausstauballergie wird durch eine allergische Überreaktion des Immunsystems ausgelöst. Die Hausstauballergie ist eine Allergie vom Typ I, dem so genannten Soforttyp. Verantwortlich hierfür ist das im Kot der Hausstaubmilbe vorkommende Allergen P1-Antigen. Da sich die Verursacher der Hausstaubmilbenallergie von Hautschuppen ernähren, leben sie bevorzugt dort, wo sich diese Schuppen ansammeln.

Das sind zum Beispiel Kissen, Decken, Matratzen, Polstermöbel und Plüschtiere, aber auch Stellen, an denen sich der Staub und somit die Hautschuppen besonders lange halten, beispielsweise in den Vorhängen, Teppichen oder auf Dekorationsgegenständen, die nicht umsonst auch als so genannte Staubfänger bekannt sind.

Im Rahmen von Untersuchungen will man festgestellt haben, dass der Inhalt eines Federkopfkissens nach rund zwei Jahren zu rund einem Zehntel aus abgestorbenen Milben sowie deren Kotresten besteht. Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie sollten demnach bestimmte Vorkehrungen treffen, um die Auswirkungen der Hausstaubmilbenallergie effektiv zu mindern.

Symptome

Behandlung von Hausstauballergie

Die Behandlung einer Hausstauballergie gestaltet sich relativ schwierig. Denn eine Eindämmung, der durch die Hausstaubmilbenallergie ausgelösten Symptome, setzt in erster Linie eine Verringerung der allergenen Substanzen voraus. Dies ist im praktischen Einsatz nur sehr schwer zu realisieren. Dennoch gibt es Versuche, die Hausstaubmilbenallergie durch eine spezifische Immuntherapie zu mindern, die jedoch oftmals nur dann den gewünschten Erfolg bringt, wenn diese frühzeitig durchgeführt wird.

Bei einer solchen Hyposensibilisierung wird die Überreaktion des Immunsystems auf ein Allergen reduziert. Dies geschieht dadurch, indem der Allergiker regelmäßig hohe Dosen des Hausstauballergie verursachenden Allergens zu sich nimmt, so dass das Immunsystem dahingehend umgestellt wird, sich mit dem Stoff, der die Hausstaubmilbenallergie auslöst, zu arrangieren anstatt überzureagieren. Infolgedessen ist die Belastung durch die Hausstaubmilbenallergie geringer, obwohl die Sensibilisierung für das betreffende Allergen nach wie vor vorhanden ist.

Rezeptfreie Medikamente gegen Allergie

Hier Informieren:



Vorbeugung von Hausstauballergie

Eine Hausstauballergie kann durch verschiedene vorbeugende Maßnahmen gemildert werden. So sollte zum Beispiel beim Staubsaugen darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Staub aufgewirbelt wird. Hierfür eignen sich insbesondere für Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie Geräte mit einem HEPA-Filter sowie spezielle Zentralstaubsauganlagen. Des Weiteren sollte die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften so gering wie möglich gehalten werden, da sich die Hausstaubmilbenallergie auslösenden Milben in einem feucht-warmen Klima am wohlsten fühlen.

Zudem sollten die Gardinen und andere Staubfänger entfernt werden. Das gilt auch für die Stofftiere in den Betten allergiegefährdeter Kinder. Teppichböden sollten durch Holz-, Kork- oder Kunststoffböden ersetzt und Federbettwäsche sollte gegen spezielle Allergikerbettwäsche ausgetauscht werden. Staubwischen ist zu vermeiden und stattdessen sollte man besser feucht wischen, wobei das Wasser unter Umständen auch mit einem pilztötenden Mittel angereichert werden kann, da die Milben, die die Hausstauballergie auslösen, auf das Vorhandensein bestimmter Pilze angewiesen sind.

Bücher über Hausstauballergie

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Hausstauballergie?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Mama Leone kommentierte am 13.03.2013 um 18:56 Uhr

Ich leide an einer Hausstaubmilben-Allergie.
Bin ich länger in geschlossenen Räumen, habe ich
sogar Herzbeschwerden dadurch. Wenn ich eine Allergie-Tablette nehme, gehen die Beschwerden weg.
Können die Allergene das Herz unruhig machen?
LG