Zwerchfellentzündung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Oktober 2017
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Bei einer Zwerchfellentzündung handelt es sich prinzipiell um eine Entzündung von Muskeln im Bereich des Zwerchfells. Die Entzündung der Muskeln nimmt in der Regel ein lokales Ausmaß an.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Zwerchfellentzündung?

In der modernen Medizin wird dem Zwerchfell ein besonders hohes Maß an Bedeutung beigemessen. Aus diesem Grund kann eine Zwerchfellentzündung mitunter lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Anatomisch betrachtet besteht das Zwerchfell sowohl aus Muskeln als auch aus Sehnen. Das Aussehen des Zwerchfells ähnelt dem Aussehen einer flachen Platte. Durch diese Platte wird der Brustraum vom Bauchraum getrennt. Darüber hinaus zeichnet sich das Zwerchfell maßgeblich für den Ablauf der Atmung verantwortlich.

Im Rahmen einer Zwerchfellentzündung kann die Atmung der Betroffenen erheblich beeinträchtigt sein. Nicht selten geht eine Zwerchfellentzündung mit einem Zwerchfellhochstand einher.

Ursachen

Eine Zwerchfellentzündung tritt heutzutage relativ selten in Erscheinung. Dennoch wird der Erforschung von möglichen Ursachen ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit beigemessen. Führenden Experten zufolge werden sowohl infektiöse Erkrankungen als auch psychische Erkrankungen als eine mögliche Ursache für das Auftreten von Zwerchfellentzündungen angesehen.

So kann beispielsweise ein infektiös bedingter Trichinenbefall zu einer erheblichen Schädigung des Zwerchfells führen. Sofern eine psychologische Ursache zugrunde liegt, können die Nerven im Zwerchfell in einem besonders hohen Maß gereizt werden. Diese Reizung führt im ersten Stadium der Erkrankung zu einem mehr oder weniger starken Schluckauf.

In den meisten Fällen tritt eine Zwerchfellentzündung als ein Resultat von organischen Defiziten in Erscheinung. Wenn sich beispielsweise der Magen stark verlagert hat, kann Magensäure austreten und das Zwerchfell in einem besonders hohen Maß reizen.

Die Ermittlung der zugrunde liegenden Ursachen ist grundsätzlich von wesentlicher Bedeutung. Nur so kann eine Zwerchfellentzündung möglichst zuverlässig behandelt werden.

Typische Symptome & Anzeichen

  • charakteristische Symptomatik
  • Schmerzen beim Atmen
  • Husten
  • Druck auf die untern Rippenbogen beim Lachen, Reden oder Husten
  • Fieber

Diagnose & Verlauf

Sofern ein erster Verdacht auf eine Zwerchfellentzündung besteht, sollte möglichst schnell ein fachkundiger Arzt aufgesucht werden. Zunächst einmal wird im Rahmen einer ersten Befragung die konkrete Symptomatik der Patienten ermittelt.

Im Anschluss an die medizinische Erstbefragung wird der Körper der Patienten gründlich untersucht. Ein besonderer Fokus wird im Rahmen der Untersuchung auf den Brustkorb gelegt. So wird unter anderem die Lunge abgehört und der Brustkorb eingehend abgetastet. Um einen ersten Verdacht konkretisieren zu können, wird im Anschluss an die Erstuntersuchung die Erstellung eines Röntgenbilds in Auftrag gegeben.

Durch den Einsatz von weiteren bildgebenden Verfahren kann ein erster Verdacht auf eine Zwerchfellentzündung konkretisiert werden. Um das Ausmaß der Entzündung eindeutig bestimmen zu können, muss den Patienten eine Blutprobe entnommen werden. Eine umfangreiche Ermittlung der im Blut vorhandenen Leukozyten ermöglicht einen ersten Rückschluss auf das Ausmaß der Zwerchfellentzündung.

Komplikationen

Eine typische Komplikation der Zwerchfellentzündung ist die Verdickung der Pleurablätter durch die Entzündungsvorgänge. Diese sogenannte Pleuraschwarte hat meist eine eingeschränkte Lungenentfaltung und damit verbunden ein verringertes Atemvolumen zur Folge. Zudem besteht das Risiko einer Vereiterung des Rippenfells, wodurch es zu einer Lungenentzündung kommen kann. Bleibt diese unbehandelt, kann dies im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Des Weiteren können sich die typischen Begleitsymptome – also Reizhusten, Auswurf und Schmerzen – zu ernsten Komplikationen entwickeln. Wird Reizhusten nicht umgehend behandelt, kann dies zu weiteren Reizungen in der Lunge und gelegentlich auch zu ernsten Verletzungen führen. Auswurf ist generell unproblematisch, stellt jedoch einen Krankheitsherd dar und erhöht somit das Risiko einer Tröpfcheninfektion.

Die Behandlung einer Zwerchfellentzündung verläuft meist relativ risikofrei. Die verordneten Antibiotika können unter Umständen Nebenwirkungen hervorrufen und beispielsweise zu länger andauernden Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Hautirritationen führen. Ähnliche Risiken gehen von Schmerzmitteln und hustenhemmenden Arzneimitteln aus.

Wird eine Thoraxdrainage gesetzt, besteht die Gefahr von Arterien-, Venen- und Nervenverletzungen. Dadurch kann es zu dauerhaften Missempfindungen im betroffenen Hautbereich kommen. Auch Infektionen und ernste Muskelverletzungen sind bei einem solchen Eingriff nicht auszuschließen.

Behandlung & Therapie

In Bezug auf die Therapie einer Zwerchfellentzündung haben sich diverse Antibiotika als äußerst effektiv erwiesen. Da eine Zwerchfellentzündung jedoch in den meisten Fällen mit einem mehr oder weniger starken Husten] einhergeht, wird nicht selten ein Hustensaft zur Linderung der Symptome eingesetzt.

Zur Linderung der Schmerzen wird den Patienten empfohlen, in regelmäßigen Abständen ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel einzunehmen. Im Rahmen der Behandlung sollten sich die Patienten stets ein hohes Maß an Ruhe gönnen. Sofern ein Patient resistent gegenüber den eingesetzten Antibiotika ist, wird eine Enzymtherapie als ein weiteres Therapieverfahren in Erwägung gezogen. Das naturheilkundliche Behandlungsverfahren nutzt bestimmte Eiweiße zur Behandlung einer Zwerchfellentzündung.

Durch einen Einsatz der einzelnen Proteine kann der Stoffwechsel der Patienten darüber hinaus besonders effektiv unterstützt werden. Eine Enzymtherapie kann auch ergänzend zu einer Therapie mit Antibiotika eingesetzt werden. Trotz der zahlreichen Therapieverfahren sollten vor allem potenziell gefährdete Personen einer Zwerchfellentzündung aktiv vorbeugen.

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Vorbeugung

Zur Vermeidung einer Zwerchfellentzündung wird von führenden Medizinern die konsequente Durchführung von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen empfohlen. Mögliche psychologische Ursachen, welche oftmals eine Reizung der Nerven erwirken, können nicht selten im Rahmen einer umfangreichen Psychotherapie behandelt werden. In Bezug auf eine mögliche Ansteckung mit bakteriellen Erregern gibt es bis dato keine wirksamen Schutzmechanismen. Starke Abwehrkräfte können die körpereigenen Schutzmechanismen dennoch verstärken.

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Quellen

  • Arasteh, K., et. al.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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