Muttermal
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Die Bezeichnung Muttermal, oder im Speziellen auch Leberfleck, ist die umgangssprachliche Benennung eines abnormalen Wachstums von Hautzellen, die Pigmente bilden. Aus diesem Grund werden die auf der Hautoberfläche sichtbaren, teilweise erhabenen und meist braun bis dunkelbraun gefärbten Flächen gleichsam fachlich exakt als Nävus oder Muttermal bezeichnet.
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Definition Muttermal
Meist befinden sich in einem Nävus kleine Blutgefäße, Talgdrüsen und verschiedenartige Hautzellen, was gleichsam zu den abweichenden Färbungen und Ausdehnungen beiträgt. Zu den Muttermalen gehören der Nävuszellnävus, die Lentigo simplex sowie die Lentigo solaris.
Ursachen für Muttermale
Darüber hinaus kann es möglich sein, dass ein schwaches oder gestörtes Immunsystem die Bildung von Muttermalen begünstigt. Umwelteinflüsse, wie eine intensive und dauerhafte Bestrahlung der Haut mit UV-Licht sowie eine hormonelle Ursache, stehen ebenfalls im Verdacht, die Entstehung von Muttermalen auszulösen oder zu forcieren.
Grundsätzlich ist es so, dass die Entstehung von Muttermalen ein komplexer Prozess ist, der von einer Vielzahl von Einflussfaktoren begleitet wird, da auch die Umwelteinflüsse eine wichtige Rolle spielen. Teilweise entschiedet auch der Hauttyp eines Menschen darüber, ob ein Muttermal entsteht oder nicht. In einigen Fällen bilden sich Muttermale vermehrt erst mit zunehmendem Alter heraus und sind eine Form für die natürlichen Alterungsprozesse der Haut.
Intensive Forschungen haben erstaunlicherweise ergeben, dass vorwiegend Frauen unter Leberflecken leiden. Bei Männern kommen diese Hautirritationen eher selten vor. Muttermale stellen eine konzentrierte Anhäufung von Pigmentzellen der Haut dar. Aus einer Vielzahl dieser sich zum Teil umfangreich vermehrenden Zellen entstehen die Nävuszellen.
Behandlung von Muttermalen
Die Behandlungsmöglichkeiten von Muttermalen und im Speziellen von Leberflecken sind meist nur aus kosmetischer Sicht notwendig. Darüber hinaus können Muttermale auch entarten, sich vergrößern, eine nässende Eigenschaft ausprägen oder sich durch ein auffallend unregelmäßiges Wachstum zeigen. Dann ist es wichtig, diese zu entfernen, weil eine bösartige Entartung die Urasche dafür sein kann.
Bei der chirurgischen Beseitigung erfolgt die Entnahme durch das Ausstanzen des entsprechenden Hautareals oder durch den Einsatz des Skalpells. Eine sogenannte elektrochirurgische Behandlung von Muttermalen basiert auf der Abtragung von Hautgewebe durch die Nutzung von elektrischem Strom mit hohen Frequenzen unter Einsatz einer feinen Schlinge aus Draht.
Bei der Laserbehandlung sorgt ein Lichtstrahl, der einer speziellen Wellenlänge entspricht und als Wärme auf das Muttermal trifft, für den Rückgang des Muttermals. Häufig werden auch nach der erfolgreichen Beseitigung des Muttermals nachfolgende Behandlungen und Kontrollen notwendig. Entweder müssen Wundfäden entfernt werden oder eine nochmalige Therapie ist erforderlich.
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