Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen in Form von einem Melanom, also dem schwarzen Hautkrebs, nimmt ständig zu. Inzwischen verdoppelt sich diese Zahl sogar annähernd alle sieben Jahre. Dabei sind bei der Erkrankung an einem Melanom jedoch deutliche regionale Unterschiede festzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Die Bezeichnung „malignes Melanom“ stammt aus dem Griechischen, wobei das Wort „maligne“ für „schwarz“ steht. Daher wird es auch schwarzer Hautkrebs genannt.

Es handelt sich hierbei um eine besonders bösartige Tumorerkrankung der Pigmentzellen. Die Aggressivität von einem Melanom wird dabei durch frühe Bildung von Metastasen, welche sich sowohl über die Blut- als auch über die Lymphbahnen im ganzen Körper ausbreiten, verstärkt.

Der schwarze Hautkrebs kann dabei nicht nur die Haut befallen, sondern auch die Augen, Schleimhäute, innere Organe oder das zentrale Nervensystem. Die Anzahl der Erkrankungen an einem Melanom nimmt nur weltweit ständig zu, sondern sie ist auch die Krankheit, die am häufigsten zum Tode führt.

Ursachen für schwarzen Hautkrebs

Die Hauptursache für ein Melanom ist starke UV-Strahlung der Sonne. Ein Grund der zunehmenden schwarzen Hautkrebserkrankungen ist jedoch nicht nur die steigende UV-Strahlung aufgrund der abnehmenden Ozonschicht, sondern auch die veränderten Freizeitaktivitäten.

Urlaubsreisen hellhäutiger Hauttypen in wärmere Länder, exzessives Sonnenbaden und Sportarten, die in praller Sonne durchgeführt werden, setzen Personen mit empfindlicher Haut zunehmend der aggressiven Sonneneinstrahlung aus. Das Schönheitsideal der braungebrannten Haut, die gleichgesetzt wird mit Gesundheit und Vitalität, führt dazu, dass Aufklärungskampagnen nicht den gewünschten Erfolg haben.

Bestimmte Risikofaktoren können jedoch die Wahrscheinlichkeit eines Melanoms erhöhen. Besonders zu nennen wären hier starke Sonnenbrände in der Kindheit, Hellhäutigkeit, Sommersprossen, Neigung zu Sonnenbränden, Störungen der DNA, Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs in der Familie oder ein früheres Melanom.

Typische Symptome bei schwarzem Hautkrebs

Diagnose und Verlauf bei schwarzem Hautkrebs

Hautkrebs

Hinweise auf ein Melanom können vergrößerte, farblich veränderte oder juckende Leberflecken sein. Aber auch farbliche Veränderungen von ganzen Hautpartien können ein Hinweis auf schwarzen Hautkrebs sein. Dabei treten bei sehr dunkelhäutigen Personen Melanome eher an den hellhäutigen Hautstellen, wie beispielsweise an den Handinnenflächen oder auf den Schleimhäuten, auf.

Eine regelmäßige selbstständige Untersuchung von auffälligen Hautstellen kann zur Früherkennung beitragen. Bei Auffälligkeiten erfolgt die genaue Diagnostik beim Hautarzt mit Hilfe von mikroskopischen Aufnahmen.

Es gibt fünf Kriterien, die auf ein Melanom hindeuten können. Dies sind: eine asymmetrische Form, eine unscharfe oder unregelmäßige Begrenzung, Mehrfarbigkeit, großer Durchmesser (mehr als 5mm) und eine Erhabenheit der Hautstelle.

Der Verlauf eines Melanoms beginnt zunächst mit einer Vergrößerung an der betroffenen Stelle. Es folgt eine Streuung in andere Körperbereiche, auch in die Organe.

Behandlung von schwarzem Hautkrebs

Bei der Behandlung von einem Melanom ist eine möglichst frühzeitige Diagnostizierung wichtig. Wird dieses bereist im Frühstadium vollständig entfernt, sind die Chancen einer vollständigen Heilung sehr hoch.

Die wichtigste Behandlungsform ist der chirurgische Eingriff. Hierbei wird das Melanom möglichst vollständige entfernt. Dies bedeutet, dass ein Sicherheitsabstand von ca. 1 bis 2 cm, abhängig von der Größe des Hautkrebses, eingehalten wird. Auch muss das Melanom in der Tiefe möglichst bis zum Muskel abgetragen werden. Eine Probenentnahme für eine Biopsie wird nicht vorgenommen, um eine Streuung des schwarzen Hautkrebses zu vermeiden.

Bei einem Melanom im Gesicht kann der Sicherheitsabstand auch durch ein, unter dem Mikroskop kontrolliertes, Schnittverfahren ersetzt werden. Dieses verhindert eine Verunstaltung des Gesichtes.

Hat das Melanom bereits Metastasen gebildet, sind die Heilungschancen jedoch sehr gering. Es werden unterschiedliche Therapieverfahren, wie Chemo-, Immun-, Impf- oder Strahlentherapie, eingesetzt. Diese führen jedoch meistens nur zu einer kurzzeitigen Verbesserung des Gesundheitszustandes.

Auch können weitere chirurgische Eingriffe zur Entfernung neu entstandener Tumorzellen des Melanoms vorgenommen werden.

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Vorbeugung von schwarzem Hautkrebs

Um die Entstehung von einem Melanom zu verhindern, sollte intensive UV-Bestrahlung auf die Haut vermieden werden. Dies betrifft sowohl natürliche Sonneneinstrahlung wie auch künstliche UV-Strahlung im Solarium.

Zum Schutz vor intensiver UV-Strahlung sollte auf Sonnenschutzkleidung, Hüte und Sonnenbrillen zurückgegriffen werden. Weiterhin empfiehlt sich natürlich der Einsatz von Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktor. Dies gilt insbesondere für Kinder. Um Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen ist eine regelmäßige Selbstuntersuchung hilfreich. Diese ersetzt jedoch nicht den regelmäßigen Besuch bei einem Hautarzt.

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