Sommersprossen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 6. November 2017
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Sommersprossen sind eine Ansammlung von konzentriertem Melanin, die am häufigsten bei Menschen mit einem helleren Teint sichtbar sind. Ausgelöst durch Sonneneinstrahlung entstehen Sommersprossen nach dem Zufallsprinzip und sind im Grunde genommen nicht als ernsthafte Erkrankung aufzufassen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Sommersprossen?

Es gibt zwei verschiedene Arten von Sommersprossen. Einfache Sommersprossen (Epheliden) sind runde, in der Farbbreite von rötlich über gelb bis schwarz changierende Flecken, die typischerweise etwa 2-3mm groß sind.

Sonnenbrand-Sommersprossen (Lentigines) sind oft dunkler, haben unregelmäßige gezackte Ränder und können größer als üblich sein. Hierzu zählen auch die "Leber- oder Altersflecken", die fälschlicherweise auf Probleme mit der Leber zurückgeführt werden. Im Alter können diese Sommersprossen zu wuchern beginnen. Diese gutartigen Hautwucherungen werden als seborrhoische Keratosen bezeichnet.

Die Sommersprossen verbreiten sich bei verstärkter Sonneneinstrahlung auf Hautpartien wie Wangen, Nase, Arme, Schultern und sind meistens einheitlich in der Farbe. Seltener treten Sommersprossen bei Säuglingen und Kleinkindern auf, dafür umso häufiger ab dem Eintreten der Pubertät.

Ursachen

Sommersprossen sind eine Ansammlung des dunkleren Pigmentes Melanin und nicht auf einen Anstieg der Gesamtzahl der Melanozyten (Pigment produzierende Zellen) zurückzuführen. Natürliches Sonnenlicht und das künstliche Licht von Solarien enthalten ultraviolette Strahlung.

Trifft diese auf die äußere Hautschicht (Epidermis) produzieren die Melanozyten mit erhöhter Geschwindigkeit das Pigment Melanin, um die Haut bis zu einem gewissen Grad vor der Strahlung zu schützen (Sonnenbrand). Menschen mit blonden oder roten Haaren, hellen Augen und heller Haut sind besonders anfällig für die schädigende Wirkung von UV-Strahlen.

Unabhängig von der Hautfarbe werden Sommersprossen jedoch durch die ungleiche Verteilung des Pigments Melanin in der Haut verursacht. Verschiedene Studien an Zwillingspaaren mit einer bemerkenswerten Ähnlichkeit in der Gesamtzahl der Sommersprossen legen die Annahme nahe, dass die Neigung zu Sommersprossen vererbt wird.

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Diagnose & Verlauf

Die Sommersprossen verbreiten sich bei verstärkter Sonneneinstrahlung auf Hautpartien wie Wangen, Nase, Arme, Schultern und sind meistens einheitlich in der Farbe.

Im Wesentlichen bringen Sommersprossen keine gesundheitlichen Risiken mit sich und sind in der Regel nicht bösartig. Krankhafte Ansammlungen von Sommersprossen werden durch die Erkrankungen Xeroderma pigmentosum und Neurofibromatose beschrieben. Sogenannte maligne Sommersprossen (Lentigo maligna) bezeichnen einen oberflächlichen Hautkrebs, der sich in den Gesichtern älteren Menschen, die lange großer Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, bildet.

Eine einfache Hautbiopsie kann helfen, Lentigo maligna zu diagnostizieren. Melanome sind größer, dunkler und sind in Farbe und Form ungleichmäßiger. Die häufigste Form von Hautkrebs ist das sogenannte Basalzellkarzinom: Es ist meist perlmuttfarben, rosa oder rötlich gefärbt und kann leicht bluten.

Ein pigmentiertes Basaliom kann wegen seiner dunklen Farbe mit einer Sommersprosse verwechselt werden. Grundsätzlich empfiehlt sich, bei unsicheren Pigmentflecken einen Arzt oder Dermatologen aufzusuchen, um die Diagnose Hautkrebs auszuschließen.

Komplikationen

Bei Sommersprossen handelt es sich nicht um eine Krankheit, weswegen die Sommersprossen auch nicht behandeln werden müssen. Es gibt auch keine Methode, um die Sommersprossen dauerhaft loszuwerden. In einigen Fällen sind die betroffenen Menschen unzufrieden und empfinden diese als nicht attraktiv.

Dies kann zu einem verminderten Selbstwertgefühl und weiteren psychischen Problemen oder Depressionen führen. Dies tritt allerdings nur in sehr seltenen Fällen auf, da Sommersprossen aktuell als modisch ansprechend gelten. Es kommt häufig vor, dass die Sommersprossen in Verbindung mit der Sonneneinstrahlung stärker werden oder wieder verblassen.

Auch dieser Vorgang ist vollkommen normal und hängt mit dem Melaningehalt in der Haut ab. Dieser ändert sich bei einer stärkeren Sonneneinstrahlung, sodass die Sommersprossen stärker werden und im Winter wieder verblassen. Bei Sommersprossen muss daher kein Arzt aufgesucht werden. Es gibt auch keine Behandlung gegen das Symptom.

Sollten die Sommersprossen einer Person nicht gefallen, so können sie überschminkt und damit verdeckt werden. Oft bedecken die Sommersprossen nicht nur das Gesicht, sondern auch die Schultern oder die Arme. Auch an diesen Stellen sind die Sommersprossen vollkommen natürlich, sodass auch hier keine Behandlung notwendig ist. Da es gegen Sommersprossen keine Behandlung gibt, können auch keine Komplikationen auftreten.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei Sommersprossen muss kein Arzt aufgesucht werden. Es handelt sich bei dieser Erscheinung um ein gewöhnliches Symptom, welches medizinisch nicht gesundheitsgefährdend ist und auch zu keinen Komplikationen oder Beschwerden führt. Es ist dabei auch vollkommen normal, dass sich die Anzahl der Sommersprossen in den Sommermonaten und den Wintermonaten verändert und nicht konstant bleibt. Vor allem in der Sommerzeit können vermehrt Sommersprossen auftauchen und den Körper bedecken.

Eine Behandlung beim Arzt ist dabei nicht direkt möglich. Der Patient sollte allerdings darauf achten, die Sommersprossen nicht mit einem Muttermal zu verwechseln. In der Regel sollten Muttermale dann behandelt und untersucht werden, wenn sich diese verändern. Die Veränderung kann dabei entweder in Form, Größe oder Farbe auftreten. Sollte der Patient daher eine dieser Veränderungen feststellen, so ist ein Arzt aufzusuchen. In der Regel ist dabei eine schnelle und unkomplizierte Behandlung möglich, sodass es zu keinen weiteren Beschwerden oder Komplikationen kommt.

Falls der Betroffene mit den Sommersprossen unzufrieden ist und dadurch an einem verringerten Selbstwertgefühl leidet, ist es möglich, die Sommersprossen kosmetisch zu behandeln. Dabei kann eine Kosmetikerin oder ein Dermatologe aufgesucht werden. In vielen Fällen können allerdings auch Kosmetikartikel verwendet werden, um die Sommersprossen zu überdecken.

Behandlung & Therapie

Inzwischen gibt es mehrere sichere und wirksame Methoden zur Aufhellung oder Verringerung des Auftretens von Sommersprossen. Oft sind mehrere Behandlungen oder eine Kombination von Anwendungen erforderlich, um langfristige Ergebnisse zu erzielen. Produkte mit Hydrochinon und Kojisäure können mit (Hydrochinonkonzentration über 2%) und ohne Rezept erworben werden.

Konsequent über einen längeren Zeitraum angewendet und optimalerweise mit Sonnschutzcremes kombiniert, können solche Produkte Sommersprossen aufhellen. Andere Bleichmittel sind sogenannte retinoidhaltige Cremes wie Tretinoin (Vitamin A-Säure, Retin-A), Tazaroten oder Adapalen. In Arztpraxen wird mitunter vereister Stickstoff zum Einfrieren bestimmter Sommersprossen angewendet (Kryotherapie).

Sicher und effektiv ist die Laserbehandlung. Wie die Kryochirurgie weist dieses Verfahren eine hohe Erfolgsquote mit einer geringen Gefahr von Narbenbildung oder Hautverfärbungen auf. Auch Lichtbehandlungen haben sich als erfolgreiche Behandlungsmethode bewährt. Im Falle einer unregelmäßigen Pigmentierung von Sommersprossen können auch chemische Peelings angewandt werden.

Aussicht & Prognose

Bei Sommersprossen handelt es sich nicht um ein gesundheitsgefährdendes Symptom. Aus diesem Grund werden Sommersprossen auch nicht besonders behandelt. Sie stellen ein gewöhnliches Symptom bei vielen Menschen dar und können aufgrund von einer erhöhten Sonneneinstrahlung auftreten. Vor allem im Sommer nimmt die Anzahl der Sommersprossen häufig zu, im Winter nimmt sie dementsprechend ab. Ein Arzt muss bei diesem Symptom nicht aufgesucht werden.

Falls sich der Patient mit den Sommersprossen nicht attraktiv findet, kommt es in der Regel zu einem verminderten Selbstwertgefühl. Diese Gedanken können in psychischen Problemen münden und sollten durch einen Psychologen behandelt werden.

Eine medizinische Behandlung gegen die Sommersprossen selbst ist nicht möglich. Sie können allerdings mit Pflegeprodukten überschminkt und damit verdeckt werden. In der Gesellschaft sind Sommersprossen allerdings akzeptiert und werden nicht als besonders außergewöhnlich empfunden.

Die Sommersprossen sind bei vielen Menschen genetisch veranlagt und können daher auch am ganzen Körper auftreten, ohne dass bestimmte Regionen bevorzugt bedeckt werden. Ob die Sommersprossen bei einer Person im Laufe des Lebens verbleiben oder mit der Zeit verschwinden werden, kann nicht universell vorausgesagt werden.

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Vorbeugung

Hellhäutige Menschen, die anfälliger für Pigmentflecken und Sonnenbrand sind, sind in jedem Fall einem höheren Risiko von Hautkrebs ausgesetzt. Da auf die eigene genetische Präferenz für Sommersprossen kein Einfluss genommen werden kann, sollten von Kindheit an geeignete Maßnahmen zur Vermeidung starker Sonneneinstrahlung ergriffen werden. Dazu gehören Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor ab 30, Tragen einen Kopfschutzes mit breitem Rand, Tragen langer, aber luftiger Kleidung und die Vermeidung von direkter Sonne in den Mittagsstunden.

Das können Sie selbst tun

Bei Sommersprossen ist in der Regel keine Selbsthilfe möglich. Es handelt sich bei diesem Symptom allerdings um keine medizinische Einschränkung, die für den Körper gefährlich sein könnte. Aus diesem Grund müssen die Sommersprossen auch nicht behandelt werden.

Bei vielen Menschen kommen die Sommersprossen vor allem im Sommer bei einer starken Sonneneinstrahlung zum Vorschein. Aus diesem Grund müssen die betroffenen Hautpartien besonders geschützt werden. Hier ist es ratsam, diese Partien mit Kleidung zu bedecken und immer genügend Sonnenschutz aufzutragen. Damit werden auch Sonnenbrände vermieden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte ebenso vermieden werden. Es ist gewöhnlich, dass die Sommersprossen in den Wintermonaten etwas zurückgehen. Dieses Verhalten kann sich allerdings bei verschiedenen Menschen unterscheiden.

Sollte der Patient mit den Sommersprossen unzufrieden sein oder sich unwohl fühlen, so können kosmetische Pflegemittel verwendet werden, um diese zu touchieren. Hier gibt es in der Drogerie oder der Apotheke deckende Cremes und Make-Up. Bei psychischen Problemen oder einem verringerten Selbstwertgefühl aufgrund der Sommersprossen helfen oft Gespräche mit der Familie, den Freunden oder dem eigenen Partner. Bei Sommersprossen treten keine weiteren Beschwerden oder Komplikationen ein und das Symptom ist harmlos. Allerdings sollte der Patient auch Leberflecke im Auge behalten und diese bei Veränderungen sofort durch einen Arzt untersuchen lassen.

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Quellen

  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Plewig, G. et al.: Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer, Heidelberg 2012
  • Röcken, M., Schaller, M., Sattler, E., Burgdorf, W.: Taschenatlas Dermatologie. Thieme Verlag, Stuttgart 2010

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