Mesotherapie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 26. September 2017
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Die Mesotherapie ist ein alternativmedizinisches Heilverfahren, das die Elemente der Akupunktur mit denen der Injektions- und Reflexzonentherapie kombiniert und über Mikroinjektion meist natürliche, niedrig dosierte und individuell zusammengestellte Wirkstoffe in die Hautareale der Körperstellen injiziert, die dem Patienten Probleme bereiten.

Mit der Injektion formt sich ein Hautdepot als Träger der Wirkstoffe, das die Substanzen schonend und kontinuierlich an den Organismus abgibt, sodass neben einem Soforteffekt auch auf lange Sicht positive Effekte durch die Therapiemethode erzielt werden können. Obwohl der Patient von den geringen Nebenwirkungen, dem geringen Zeitaufwand und der schonenden Wirkweise des Verfahrens profitiert, konnte sich die Wirksamkeit der Mesotherapie bislang nicht in klinischen Studien erweisen, was die Krankenkassen bisher davon abhält, die Kosten für mesotherapeutische Maßnahmen zu übernehmen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Mesotherapie?

1960 entwickelt der französische Arzt Michel Pistor mit der Mesotherapie eine alternativmedizinische Behandlungsmethode auf Basis der Akupunktur. Pistor kombiniert damals mit den Akupunkturkomponenten vor allem Elemente der Neuraltherapie, der Reflexzonentherapie und der Injektionstherapie.

Bei der Mesotherapie bringt der Arzt konventionelle und homöopathische Medikamente in niedriger Dosierung in die Haut des Patienten ein, von wo aus sie auf tiefer liegendes Gewebe wirken sollen. Die therapeutisch wichtigen Wirkstoffe sind bei dieser Therapieform in der Regel Vitamine und Spurenelemente, wobei dem Arzt oder Heilpraktiker selbst die jeweilige Zusammenstellung obliegt.

Damit unterscheiden sich mesotherapeutische Maßnahmen schon mit den persönlichen Präferenzen des behandelnden Arztes. Während die Mesotherapie bis auf Frankreich im gegenwärtigen Europa kaum Einsatz findet, erfreut sich die Behandlungsmethode in den USA und in Kanada großer Beliebtheit.

Funktion, Wirkung & Ziele

Mesotherapeutische Maßnahmen sollen im Kampf gegen verschiedenste Erkrankungen helfen können. Zu den häufigsten Einsatzgebieten zählen Durchblutungsprobleme, Störungen der Wundheilung, Keloide, Rheumatische Erkrankungen und Arthrosen. Auch gegen Schäden durch Überlast, Immunschwächen, Mukoviszidose oder Asthma findet die Therapiemethode aber Einsatz. Ebenso viele Patienten entscheiden sich im Kampf gegen Haarausfall, gegen Infertilität oder die Reizblase für mesotherapeutische Verfahren.

Dasselbe gilt für Patienten mit Erschöpfungszuständen, mit gestörtem Schlafverhalten, chronischen Kopfschmerzen oder Alterssichtigkeit und Altersschwerhörigkeit. Insbesondere in den USA lassen sich Menschen mit am häufigsten gegen Cellulite und Übergewicht mesotherapeutisch behandeln. Ein anderer, relativ häufiger Einsatzbereich für die alternativmedizinische Methode sind weltweit unheilbare Erkrankungen, gegen die die Schulmedizin bislang nicht ausreichend viele erfolgsversprechende Wege der Therapie bietet.

Der Patient stellt dem Arzt bei der Mesotherapie so genau wie möglich sein Leiden vor. Der behandelnde Arzt oder Heilpraktiker stellt daraufhin nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten die Wirkstoffe für die Therapie zusammen. Diese gering dosierten Wirkstoffe injiziert er mit feinen Nadeln in die Haut. Als Injektionsstelle wählt er den Bereich aus, auf den bezogen der Patient über Beschwerden klagt. Da die Wirkstoffe auf diese Weise direkt an den Ort der Beschwerde injiziert werden, sind geringere Mengen der Arzneimittel erforderlich. Die Mikroinjektionen soll bessere Wirkung entfalten können, als das reines Auftragen der jeweiligen Stoffe auf die Haut.

Bei der Mesotherapie bringt der Arzt konventionelle und homöopathische Medikamente in niedriger Dosierung in die Haut des Patienten ein.

Zugleich ist die Methode für den Patienten weitaus angenehmer, als die Injektion mit einer konventionellen Spritze, denn die Injektionsnadeln der Mesotherapie sind nur wenige Millimeter lang. Bei der Behandlung stimulieren diese winzigen Nadeln das Gewebe des Problembereichs und fördern sowohl die lokale Durchblutung als auch Sauerstoffversorgung. Durch die Injektion formt sich ein Hautdepot, das die jeweiligen Wirkstoffe trägt. Bei Bedarf werden die Stoffe später nach und nach aus dem Hautdepot abgegeben und im Organismus verbreitet.

Damit lässt sich durch Mesotherapie eine sofortig einsetzende, zugleich aber auch länger anhaltende Wirkung erzielen. Aufgrund von Diffusionsprozessen dringen die Wirkstoffe auch in tiefer liegende Körperstrukturen ein, erreichen aber kaum den Blutkreislauf und schonen damit den Organismus. Auch Akupunkturpunkte spielen während des Injektionsverfahrens eine wichtige Rolle. Der behandelnde Arzt bestimmt dabei die Gewichtung der einzelnen Behandlungskomponenten und alternativmedizinischer Verfahren.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Mesotherapeutische Kombinationen aus einzelnen Wirkstoffen setzen in der Regel auf eine natürliche Basis. Damit sind sie für den Patienten weitestgehend gut verträglich und lassen sich zuweilen auch dann anwenden, wenn der Patient zeitgleich schulmedizinische Behandlungswege verfolgt oder mit konventionellen Medikamenten behandelt wird.

Bei der mesotherapeutischen Behandlung fühlt sich die Injektion der Substanzen für den Patienten ähnlich der Akupunktur an. Damit ist die Therapiemaßnahme eine eher sanfte Methode, die nicht mit Schmerzen verbunden ist. Da die Wirkstoffe aufgrund der feinen Mikroinjektionsnadeln kaum die Blutbahn erreichen, wird der Organismus des Patienten durch die Therapiemethode so gut wie überhaupt nicht belastet. Nebenwirkungen können abhängig vom Medikament zwar auftreten, stellen sich wegen der niedrigen Dosierung der Arzneistoffe in der Regel aber nur in seltenen Fällen ein.

Diese schonende Wirkweise verbindet die Mesotherapie mit einem geringen Zeit- und Materialaufwand. Die Dauer einer Sitzung liegt zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde. In Deutschland dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker mesotherapeutische Verfahren anbieten. Da die Wirksamkeit von mesotherapeutischen Maßnahmen bislang aber nicht durch klinische Studien belegt werden konnte, übernehmen deutsche Krankenkassen die Kosten für das Verfahren in aller Regel nicht oder nur äußerst selten.

Bücher über Akupunktur

Quellen

  • Ernst, E.: Praxis Naturheilverfahren. Springer, Berlin 2005
  • Federspiel, F., Herbst, V.: Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005
  • Hammes, M., Kuschick, N.: Akupunktur kompakt. Lehmanns Media, Berlin 2012

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