Jodmangel
Jodmangel - ein in Deutschland unter anderem aufgrund jodarmer Ackerböden wichtiges Thema. Mit den geeigneten Maßnahmen kann einem Jodmangel und damit verbundenen körperlichen Beschwerden meist frühzeitig vorgebeugt werden.
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Definition Jodmangel
Liegt ein Jodmangel vor, so hat das unter anderem einen negativen Einfluss auf verschiedene Schilddrüsenhormone. Letztere sind beispielsweise verantwortlich für intakte Stoffwechselprozesse. Damit können ein Energieverlust, häufiges Frieren und auch Konzentrationsschwierigkeiten mit einem vorliegenden Jodmangel in Verbindung stehen.
Von einem Jodmangel spricht man dann, wenn die Jodversorgung unterhalb einer empfohlenen Mindestmenge liegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beispielsweise empfiehlt eine Tagesdosis von ca. 200 Mikrogramm Jod für männliche und weibliche Erwachsene. Kinder benötigen entsprechend ihrer Größe und ihres Alters eine geringere Dosis.
Ursachen für Jodmangel
Im süddeutschen Raum zeigt sich ein Jodmangel in der Nahrung deutlicher als im norddeutschen Raum - das hängt unter anderem mit der zunehmenden Entfernung vom Meer zusammen: Häufig sind Ackerböden in Deutschland nicht ausreichend mit Jod angereichert, was einen Jodmangel fördern kann - auch wenn angebaute Lebensmittel aufgenommen werden, die prinzipiell reich an Jod sind.
Weiterhin werden tendenziell in den südlichen Gebieten Deutschlands auch weniger Meeresfrüchte und Salzwasserfische verzehrt, die einen hohen Jodanteil haben.
Diagnose und Verlauf von Jodmangel
Liegen Beschwerden wie Energiemangel oder chronische Erschöpfungszustände vor, die auf Jodmangel hinweisen können, so kann der Verdacht eines Jodmangels unter anderem durch eine Blutuntersuchung bestätigt werden.
Jodmangel kann aber auch zu Folgeerscheinungen führen, die mit sichtbaren Symptomen einhergehen. Auch aufgrund solcher Symptome kann es zur Verdachtsdiagnose Jodmangel kommen. Entsprechende Symptome sind beispielsweise Vergrößerungen der Schilddrüse; in diesem Zusammenhang spricht man auch von der Entwicklung eines sogenannten Struma (einer Bildung eines Kropfes durch Jodmangel).
Auf einen bereits lange vorliegenden Jodmangel können ein verändertes Schilddrüsengewebe oder die Bildung von Knoten an der Schilddrüse hinweisen. Vergrößerungen der Schilddrüse aufgrund von Jodmangel können im Verlauf außerdem zu Beschwerden beim Schlucken und Atmen führen.
Behandlung von Jodmangel
Zur Behandlung eines Kropfes, der durch Jodmangel bedingt ist, können beispielsweise medikamentös Schilddrüsenhormone verabreicht werden. Oft werden diese Medikamente auch mit Jodgaben ergänzt. Erzielt werden soll durch diese Therapie eine Verkleinerung oder eine Beseitigung des Jodmangel-Kropfes.
Auch zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktionen infolge eines Jodmangels werden häufig Schilddrüsenhormone eingesetzt; die für einen Patienten individuell angemessene Menge an Schilddrüsenhormonen kann aufgrund der Hormonblutwerte bestimmt werden.
Hat Jodmangel zu der Ausbildung eines sehr großen Kropfes geführt, so ist eine medikamentöse Behandlung nicht immer eine ausreichende Maßnahme; die Folgen des Jodmangels müssen hier gelegentlich durch operative Maßnahmen bekämpft werden. Besonders bei älteren Menschen kann ein solch chirurgischer Eingriff notwendig sein.
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Vorbeugung von Jodmangel
Wirkungsvoll vorzubeugen ist einem Jodmangel vor allem durch eine ausreichend jodhaltige Ernährung. Besonders jodhaltige Nahrungsmittel sind beispielsweise Meeresfrüchte und Fisch. Anteilig findet sich Jod aber auch in Champignons, Brokkoli oder Erdnüssen.
Um Jodmangel zu verhindern, empfiehlt sich weiterhin die Verwendung von jodhaltigem Salz in der Küche. Neben der Nahrung können beispielsweise auch sogenannte Jodid-Tabletten einem Jodmangel vorbeugen; diese Möglichkeit sollte im Vorhinein allerdings am besten mit einem Mediziner besprochen werden.
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