Hepatitis E
Hepatitis E ist eine Form einer durch einen Virus ausgelösten Leberentzündung. Sie ist untypisch für Europa und tritt vor allem in Asien, Mittel- und Südamerika sowie Nordost- und Nordafrika auf.
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Definition Hepatitis E
Während die Hepatitis E in Europa fast unbekannt ist und weitestgehend als Reisekrankheit gilt, kommt es in Nordafrika, Mittel- und Südamerika, Indien, dem Sudan und im Irak immer wieder zu Hepatitis-E-Epedemien.
Augenscheinlich erkranken jüngere Menschen (unter 20 Jahren) kaum oder sehr selten an Hepatitis E. Hepatitis E wurde 1980 erstmals nachgewiesen.
Ursachen für Hepatitis E
Ebenso kommen Schmierinfektionen als Ansteckungsart in Frage, während eine Ansteckung durch Tröpfcheninfektion nicht nachgewiesen wurde. Außerdem wird vermutet, dass der Virus auch auf das ungeborene Kind übertragen werden kann.
Besonders häufig erkranken Menschen in den Überschwemmungsgebieten der entsprechenden Regionen während des Monsuns, da der Erreger durch Wasser sowohl auf den Menschen als auch auf Tiere übertragen wird. Säugetiere wie Mäuse, Ratten, Schweine, Schafe oder Affen gehören zu den natürlichen Wirten des Virus. Daher kann auch der Genuss des Fleisches eines infizierten Tieres zur Erkrankung führen.
Symptome
- Müdigkeit
- Gelbsucht
- Allgemeine Schwäche
- Kopfschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Bauchschmerzen im Oberbauch
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Dunkelfärbung des Urins
- Hellfärbung des Stuhlgangs
- Juckreize eher selten
Krankheitsverlauf Hepatitis E
Für Hepatitis E gilt eine Inkubationszeit von 30 bis 40 Tagen. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit unspezifischen Beschwerden, die sich von denen der Hepatitis A nicht unterscheiden. Dazu gehören Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Übelkeit, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, Druckgefühl im Oberbauch sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden.
Danach treten die üblichen Symptome einer Gelbsucht auf. Der Urin färbt sich dunkel, der Stuhl ist entfärbt, Haut oder Augen färben sich gelblich und in manchen Fällen tritt ein starker Juckreiz auf.
Nach etwa sechs Wochen klingen diese Symptome von allein wieder ab. Bei Kindern verläuft eine Hepatitis E sehr oft symptomfrei. Wegen des gleichen klinischen Verlaufes wie eine Hepatitis A kann eine Hepatitis E verlässlich nur durch eine Blutuntersuchung und das Vorliegen von Antikörperchen nachgewiesen werden.
Behandlung von Hepatitis E
Bei einer Hepatitis E können nur die die Krankheit begleitenden Symptome behandelt werden. Einen Impfstoff gegen die Krankheit gibt es nicht. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, ist auch der Einsatz von Antibiotika nicht sinnvoll.
In der Regel werden Bettruhe sowie bei Bedarf Schmerzmittel verordnet. Auf Alkohol sollte verzichtet werden, um die Leber nicht zusätzlich zu belasten. In den meisten Fällen heilt eine Hepatitis E von allein aus und verläuft ohne Komplikationen. Schwere Krankheitsverläufe bis hin zum Tod sind äußerst selten, können jedoch bei Schwangeren im letzten Drittel der Schwangerschaft auftreten.
In diesen Fällen kann eine Hepatitis E akutes Leberversagen sowie akute Entzündungen der Lunge, des Herzens oder der Bauchspeicheldrüse nach sich ziehen. Eine Hepatitis E verläuft immer akut, chronische Erkrankungen sind bisher nicht bekannt.
Bei Verdacht auf Hepatitis E, einer vorliegenden Erkrankung oder einem Todesfall muss eine Meldung des behandelnden Arztes nach dem Infektionsschutzgesetz erfolgen, da es sich um eine meldepflichtige Erkrankung handelt.
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Vorbeugung von Hepatitis E
Grundsätzlich sollte nur abgekochtes Wasser bzw. abgepacktes Mineralwasser getrunken und verwendet werden. Es wird außerdem dazu geraten, Obst und Gemüse mit abgekochtem Wasser gründlich abzuspülen und abzubürsten. Wenn dazu keine Möglichkeit besteht, sollte es nur gschält verwendet werden.
Der Verzehr von Lebensmitteln aus Imbissständen wird als bedenklich eingestuft. Entsprechende Informationen über gefährdete Gebiete sind beim Auswärtigen Amt oder in jedem Tropeninstitut zu erhalten. Bei Verdacht auf eine Erkrankung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
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