Schlafparalyse

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 6. Oktober 2017
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Eine Schlafparalyse ist eine Schlafstörung, während dieser der Betroffene für eine kurze Zeit vollkommen unfähig ist, seinen Körper zu bewegen. Die Störung ist nicht gefährlich und tritt meist isoliert, manchmal jedoch auch in Verbindung mit anderen Schlafstörungen wie Narkolepsie auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schlafparalyse?

Schlafparalyse bezeichnet den Zustand einer vorübergehenden Bewegungsunfähigkeit, die während oder kurz bevor dem Einschlafen einsetzt. Die Schlafparalyse setzt ein, wenn die Person zwischen Phasen des Wachseins und des Schlafes hinüberwechselt.

Für Sekunden oder sogar Minuten sind die Betroffenen unfähig, sich zu bewegen oder zu sprechen. Sie empfinden nicht selten einen Schock- oder Panikzustand währenddessen. Eine Schlafstörung, wie Schlafparalyse, tritt häufig zusammen mit anderen Schlafstörungen auf, wie zum Beispiel der Narkolepsie. Körperliche und psychologische Symptome kombinieren sich während der Schlafparalyse zu einem für die Betroffenen grauenhaften Zustand.

Oft berichten Personen von einer körperlichen Starre im Dämmerzustand, verbunden mit dem unguten Gefühl, dass ein Eindringling ins Zimmer eintritt. Schlafparalyse kann im Zusammenhang mit psychologischen oder körperlichen Störungen wie Angststörungen oder Migräne auftreten.

Ursachen

Es wird davon ausgegangen, dass eine von drei Personen während ihres Lebens Erfahrungen mit Schlafparalyse machen wird. Um die Ursachen von Schlafparalyse zu verstehen, ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass zwischen den Bewusstseinszuständen wach und schlafend noch eine Übergangsphase existiert.

In dieser Phase sind Bestandteile des Wachzustandes noch existent, wie Informationen über die Umgebung, doch Informationen aus dem Traumzustand überschneiden sich hier bereits. Normalerweise verläuft dieser Übergang ohne Probleme. Die Schlafparalyse wird in Verbindung gebracht mit der REM-Phase. Auch während dieser Phase werden die Träume nur über die Augen ausgelebt.

Es wird davon ausgegangen, dass einige psychologische Störungen oder Störungen im Schlafverhalten zur Schlafparalyse beitragen können. Dazu zählen Depressionen, Angststörungen, Stress, Narkolepsie, Drogen- oder Alkoholmissbrauch.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Schlafparalyse wird diagnostiziert, indem andere Schlafstörungen durch ihre individuellen Symptome ausgeschlossen werden. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Narkolepsie gelegt, da diese Störung in vielen Fällen in Verbindung mit Schlafparalyse steht.

Durch den genetischen Test für Narkolepsie ist es jedoch einfach diese Störung auszuschließen. Wenn andere mögliche Schlafstörungen auszuschließen sind, werden die individuellen Erfahrungen und Symptome des Betroffenen verglichen mit gut dokumentierten Erfahrungen unzähliger anderer Patienten. Bei einer Übereinstimmung in mehreren Aspekten kann Schlafparalyse diagnostiziert werden.

Des Weiteren wird der Arzt den Patienten eventuell dazu auffordern, über seine Schlafgewohnheiten und Erfahrungen ein Journal zu führen; die eigene und die Krankengeschichte der Familie bezüglich Schlafstörungen zu besprechen; eine Überweisung zu einem Schlafspezialisten empfehlen, der eventuell einige Tests durchführt, die das Übernachten in einem Schlaflabor erfordern.

Komplikationen

Eine Schlafparalyse ruft in der Regel keine größeren Komplikationen hervor. Viele Betroffene verfallen in Panik, wenn sie wach sind, sich jedoch nicht bewegen können. In Verbindung mit den manchmal auftretenden Halluzinationen und Albträumen kann dies unter Umständen einen Schockzustand hervorrufen. Bei wiederkehrenden Schlafparalysen kann es zu Schlafstörungen kommen.

Langfristig kann die Symptomatik Angstgefühle, Stress und unter Umständen auch Depressionen begünstigen. Sehr selten kann eine Schlafparalyse eine akute Panikattacke hervorrufen. Das plötzliche Aufschrecken kann Unfälle herbeiführen und dadurch weitere gesundheitliche Komplikationen hervorrufen. Körperliche geschwächte Personen können in Folge der Schlafstörung Herz-Kreislauf-Probleme erleiden. Bei der Behandlung einer Schlafparalyse gehen die Risiken von einer ungeeigneten Selbstbehandlung aus.

Betroffene gehen beispielsweise mit Hilfe von Schlafmedikamenten oder Alkohol gegen die Schlafstörung vor, was zu Suchtverhalten und schließlich zur Sucht führen kann. Natürliche Beruhigungsmittel wie Baldrian können bei Überdosierung Juckreiz, Hautrötungen und Kopfschmerzen hervorrufen. Zuletzt bleiben Personen mit wiederkehrenden Schlafparalysen oftmals länger wach oder schlafen zu wenig – es kommt zum Schlafmangel und das Stresslevel steigt. Zudem begünstigt fehlender Schlaf psychische Erkrankungen und führt häufig zu Unfällen im Alltag und Beruf.

Behandlung & Therapie

Eine Schlafparalyse ist nicht gefährlich. Für die meisten Menschen, die diese ungewohnte Erfahrung machen, reicht es bereits aus, grundlegend über die Störung aufgeklärt zu werden und dadurch zu wissen, dass nichts Gefährliches mit ihnen geschieht.

In den meisten Fällen tritt eine Schlafparalyse isoliert auf und ohne Symptome anderer Störungen. Wenn sie jedoch zusammen mit Narkolepsie auftritt, eine Störung die starke Müdigkeit und Schlafphasen während des Tages bewirkt, manchmal verbunden mit Halluzinationen, muss eine besondere Behandlung vorgesehen werden. Ein großes Problem bei der Schlafparalyse ist sicherlich die Unverständnis über das, was mit dem Betroffenen geschieht. Viele erleben Panik, Schock und die Angst davor wieder einzuschlafen.

Es ist ratsam, zusammen mit einem Spezialisten herauszufinden, welches die individuellen Ursachen sind, die eine Schlafparalyse auslösen können. Schlafparalyse setzt vermehrt bei Menschen ein, wenn sie auf dem Rücken liegen, auch eine gut geregelte Schlafhygiene sollte beachtet werden. Dazu gehören verschiedene Faktoren, bspw.: im Bett sollte ausschließlich geschlafen werden, keine späten Mahlzeiten, etc.

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Vorbeugung

Neben einer individuellen Behandlung von Schlafparalyse, gelten viele Bestandteile einer gesunden Schlafhygiene auch als solide Vorbeugung der Störung. Dazu gehören das Einplanen von ausreichend Schlaf während der Nacht. Die meisten Menschen benötigen 7 bis 9 Stunden. Schwere Mahlzeiten, Alkohol oder Koffein vor dem Schlafen wirken sich ebenso negativ aus, genauso wie das Fernsehen im Bett.

Bücher über Narkolepsie

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Lieb, K., Frauenknecht, S., Brunnhuber, S.: Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie. Urban & Fischer, München 2015
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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