Rachen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 10. November 2016
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Der Rachen ist ein Teil des Atmungsapparats sowie des Verdauungstrakts. Über ihn wird sowohl die Atemluft wie auch die Nahrung aufgenommen und entsprechend weitergeleitet. Erkrankungen des Rachens werden aufgrund der ständigen Beanspruchung meist als sehr unangenehm empfunden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Rachen?

Der Rachen, in der Fachsprache auch Pharynx genannt, gehört beim Menschen sowohl zum Verdauungstrakt als auch zu den Atemwegen. Er wird umgangssprachlich daher auch als „obere Atemwege“ bezeichnet.

Durch ihn nimmt der Mensch sowohl seine Nahrung als auch seine Atemluft auf, die dann jeweils durch die Speiseröhre bzw. die Luftröhre in die entsprechenden Organe weitergeleitet werden. Obwohl der Rachen aus diesem Grund ständig gebraucht wird, fällt er meist erst dann bewusst auf, wenn er Krankheiten oder Beschwerden verursacht.

Sowohl bestimmte Lebensgewohnheiten, wie Rauchen oder trockene Heizungsluft, als auch Erkrankungen wie Entzündungen oder gar Rachenkrebs sind als typische Erkrankungen des Rachens bekannt.

Anatomie & Aufbau

Der menschliche Rachen wird in drei "Etagen" eingeteilt. Diese werden als Nasen-, Mund- und Kehlkopfrachen bezeichnet, abhängig davon, wo genau im Körper sich der jeweilige Teil befindet.

Ganz oben befindet sich der Nasenrachen. Zu diesem zählen auch die Rachenmandeln und der Eingang der Ohrtrompete. Darunter liegt der Mundrachen, zu dem die Gaumenmandeln und der sogenannte Schlund gehören. Der Kehlkopfrachen, teilweise auch Schlundrachen genannt, bezeichnet den untersten Teil des gesamten Rachens.

Alle Abschnitte des Rachens sind mit einer Schleimhaut ausgestattet und werden durch unterschiedliche Muskeln bewegt, sodass die vielseitigen Funktionen für den Atmungs- und Verdauungstrakt gewährleistet werden.

Funktion & Aufgaben

In der Tierwelt ist der Rachen der auf den Mund folgende Teil des Verdauungstrakts. Bei Wirbeltieren und somit auch beim Menschen erfüllt er zusätzlich auch eine Funktion als Teil des Atmungsapparats.

Sowohl Nahrung als auch die Atemluft werden über den Mund aufgenommen. Durch den Rachen gelangen sie in die Speiseröhre bzw. in die Luftröhre, um anschließend in den Magen bzw. in die Lunge weitergeleitet zu werden. Der Rachen selbst stellt somit eine Art „Treffpunkt“ zwischen Speiseröhre und Luftröhre dar. Damit keine Nahrungsbestandteile in die Luftwege eindringen können, wird der Kehlkopf beim Schlucken mit dem sogenannten Kehldeckel verschlossen.

Beim Atmen dagegen bleibt der Kehlkopf geöffnet, sodass die Atemluft ungehindert hindurchströmen kann. Die Muskeltätigkeit innerhalb des Rachens wird automatisch gesteuert, ohne dass bewusst darauf Einfluss genommen werden kann oder muss. Aufgrund der aufrechten Körperhaltung ist der menschliche Rachen etwas stärker gekrümmt als bei vielen anderen Säugetieren. Dadurch erhöht sich die Gefahr des „Verschluckens“.

Krankheiten, Beschwerden & Störungen

Obwohl der Rachen ständig in Gebrauch ist, fällt er meist erst dann auf, wenn es zu Beschwerden beim Atmen oder Schlucken kommt. Diese können durch ganz unterschiedliche Faktoren verursacht werden und entweder harmloser oder ernsterer Natur sein.

Bei manchen Menschen reicht bereits das Einatmen trockener Heizungsluft im Winter, um die Schleimhäute im Rachen zu reizen und Beschwerden hervorzurufen. Auch Erkältungsbeschwerden, wie Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen führen zu einem unangenehmen Kratzen beim Atmen und Schlucken. In diesen Fällen können die Schleimhäute allerdings meist binnen weniger Tage wieder beruhigt werden, und die Beschwerden klingen ab.

Mandelentzündungen oder Kehlkopfentzündungen bedürfen einer Behandlung mit Entzündungshemmern und/oder Antibiotika. Starke Raucher klagen oftmals über eine gereizte Rachenschleimhaut, was durch das Inhalieren des tabak- und nikotinhaltigen Rauchs hervorgerufen wird. Schlimmstenfalls kann sich in der Folge eine Krebserkrankung im Rachenraum ausbilden, so zum Beispiel das Kehlkopf- oder Rachenkarzinom. Da diese schweren Erkrankungen meist erst im fortgeschrittenen Stadium zu Beschwerden führen, bleiben sie oft lange Zeit unerkannt.

Eine Krebserkrankung kann unter Umständen operativ behandelt werden, indem der Tumor entfernt wird. Zusätzlich findet meist eine Chemotherapie statt, welche die Krebszellen am Wachstum hindert und schließlich zerstört. Die beste Prognose haben die grundsätzlich potenziell tödlichen Krebserkrankungen immer dann, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Bei unerklärlichen oder andauernden Beschwerden sollte daher immer ein Arzt aufgesucht werden.

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