Drüsen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. November 2016
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Die Drüsen befinden sich unter der Haut oder direkt im Organismus und sind dafür verantwortlich, Hormone, Schweiß und andere Stoffe zu produzieren und auszuscheiden. Sie regulieren verschiedenste Prozesse und sind essentiell für die Gesundheit.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Drüsen?

Unter den Drüsen versteht man kleine Öffnungen, die über den gesamten menschlichen Körper verteilt sind. Sie produzieren Hormone, Schweiß oder Sekrete, die im Normalfall vollkommen geruchlos sind. Daneben können Schweißdrüsen auch eine riechenden Geruch absondern, welcher entscheidend für das Sexualverhalten ist. Diese Art der Drüsen bilden sich während der Pubertät und entwickeln sich nach ihrem Ende wieder zurück.

Die Drüsen können erkranken oder bereits von Geburt an geschädigt sein. Dann kommt es etwa zu fehlender oder übermäßiger Schweißbildung. Dadurch können Abszesse und Infektionen entstehen, die chirurgisch geöffnet werden müssen. Sind die Hormondrüsen geschädigt, kann es zu schwerwiegenden psychischen Problemen kommen.

Anatomie & Aufbau

Die Drüsen am menschlichen Körper lassen sich in mehrere Gruppen unterteilen. Zum einen gibt es die ekkrinen Schweißdrüsen, welche sich in der unterhalb der Epidermis befinden. Sie sind etwa 0,4 mm groß und am gesamten Körper zu finden.

Zudem ist jede einzelne Drüse von einer Membran umhüllt. Zum anderen gibt es die apokrinen Schweißdrüsen, welche eng mit den Haarfollikeln verbunden sind und deutlich größer als die ekkrinen Drüsen sind. Sie sind etwa 3-5 mm groß und befinden sich im Untergewebe der Haut. Die apokrinen Drüsen werden während der Pubertät gebildet und werden auch als Duftdrüsen bezeichnet, da der abgesonderte Schweiß einen auffälligen Geruch aufweist.

Die endokrinen Drüsen sind für die Produktion von Hormonen zuständig. Sie schicken die produzierten Hormone über Osmose oder Diffusion in den Blutkreislauf. Sie sind ähnlich aufgebaut wie die ekkrinen Drüsen. Zuletzt gibt es noch die exokrinen Drüsen, welche sich ebenfalls im gesamten Körper befinden. So handelt es sich bei der Brustdrüse ebenso um eine exokrine Drüse wie bei der Prostata, den Speicheldrüsen oder den Talg- und Schweißdrüsen. Auch die Leber- und Galleproduktion wird von den exokrinen Drüsen gesteuert.

Der Mensch hat mehre Millionen Drüsen über den gesamten Körper verteilt. An manchen Regionen treten dabei weniger Drüsen auf. So etwa an den Oberschenkeln und an den Unterarmen. Die meisten Schweißdrüsen befinden sich unter den Achseln, im Bereich der Genitalien und an den Fußsohlen.

Funktion & Aufgaben

Die Drüsen haben mehrere Aufgaben. Die ekkrinen Drüsen sind dafür verantwortlich, die Körpertemperatur zu regulieren. Steigt die Außentemperatur an, wird vermehrt Schweiß produziert, um den Körper und damit den Organismus abzukühlen, sinkt sie, verschließen sich die Drüsen und es kommt zu Gänsehaut.

Unabhängig davon, wie viel Schweiß die Drüsen zu diesem Zweck produzieren, ist er vollkommen geruchlos. Die ekkrinen Drüsen sondern Schweiß ab, der aus Wasser, Kochsalz, Fettsäuren und verschiedenen stickstoffhaltigen Substanzen besteht. Darüber hinaus enthält der Schweiß antibakterielle Stoffe, die den pH-Wert der Haut auf einem optimalen Level halten. Der Körper entgiftet sich also selbst, reguliert die Temperatur und pflegt die Haut durch die Ausschüttung von Schweiß.

Die apokrinen Drüsen sind für andere Aufgaben verantwortlich. Sie geben bestimmte Duftstoffe ab, die den individuellen Körpergeruch prägen und eine wichtige Rolle im Sozial- und Sexualverhalten spielen. Heutzutage wird der Geruch zwar durch Deos übertüncht, die Übertragung geht dennoch vonstatten. Apokrine Schweißdrüsen sind nur an bestimmten Körperstellen zu finden. So etwa im Genitalbereich und in der Achselhöhle.

Die Aufgaben der endokrinen Drüsen ist die Produktion von Hormonen. Sie steuern damit die physische und psychische Gesundheit und das Wohlbefinden, sind für Gefühle und deren Regulierung verantwortlich und haben noch diverse andere Zwecke.

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Krankheiten & Beschwerden

Die Drüsen am menschlichen Körper sind äußerst resistent gegenüber Erkrankungen. Dennoch kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen, wenn eine Über- oder Unterfunktion vorliegt. Bleibt die Produktion von Schweiß komplett aus, wird das auch als Anhidrose bezeichnet.

Diese Erkrankung, welche genetisch bedingt oder durch Verletzungen entstehen kann, führt zu weitergehenden Problemen. So kommt es zu Schwierigkeiten bei der Wärmeregulierung, wodurch Kreislaufbeschwerden entstehen können. Auch eine übermäßige Schweißbildung ist für die Betroffenen meist sehr unangenehm. Sie geht mit einem auffälligen Körpergeruch einher und führt zu Stress, der wiederum die Produktion von Schweiß auslöst.

Der Arzt kann dieser so genanten Hyperhidrose jedoch entgegenwirken, indem er die Schweißdrüsen verödet. Dadurch kommt es auch bei hohen Temperatur nicht zur übermäßigen Bildung von Schweiß.

Im Bereich der hormonellen Drüsen kann eine gesteigerte oder verringerte Produktion zu psychischen Erkrankungen führen oder diese begünstigen. Sind die Schilddrüsen betroffen, führt das zu einer Schwächung des gesamten Organismus.

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