Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte)

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 19. September 2017
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Die Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) ist eine harmlose Hautpilzerkrankung, die zu einem nicht ansteckendem, in seltenen Fällen jedoch juckendem Hautausschlag führt. Die Behandlung dieses Hautpilzes erfolgt mit Hilfe lokal angewendeter Medikamenten wie beispielsweise Salben oder Cremes. Das Rückfallrisiko ist aber sehr hoch, da der Erreger der Kleienpilzflechte zum natürlichen Milieu der Haut zählt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Pityriasis versicolor?

Bei Pityriasis versicolor handelt es sich um eine harmlose Infektion der obersten Hautschicht mit Pilzen, den so genannten Malassezia furfur. Die Kleienpilzflechte kommt sehr häufig vor, ist nicht ansteckend und als ungefährlich einzuschätzen.

Auch wenn die Pityriasis versicolor keinen echten Krankheitswert hat, so entsteht durch sie ein verändertes Hautbild, das von den meisten Patienten als störend wahrgenommen wird. Der Pilz verursacht einen bräunlichen oder pigmentlosen Hautausschlag, der sich meist in runden Flecken, die ungefähr eine Größe von drei Zentimetern erreichen können, äußert. Diese Flecken gehen bei der Pityriasis versicolor oftmals ineinander über und befinden sich meist im Brust- oder Rückenbereich, da dort die meisten Talg- und Schweißdrüsen der menschlichen Haut angesiedelt sind.

Breitet sich die Kleienpilzflechte sehr stark aus, so kann der eigentlich harmlose Ausschlag jucken oder unangenehm spannen. Manche Menschen haben im Bereich der Pityriasis versicolor eine verstärkte Schuppenbildung auf der Haut, die sich durch Kratzen verstärken kann.

Ursachen

Jeder Mensch trägt den Pilz, der für die Entstehung der Pityriasis versicolor verantwortlich ist, auf der Haut, wobei er bei den meisten Menschen auf der Kopfhaut besonders dicht vorzufinden ist. Bei einigen Menschen kommt es zu dem für die Kleienpilzflechte typischen Hautausschlag. Vermutlich wird die Entstehung der Pityriasis versicolor durch starkes Schwitzen in den Sommermonaten sowie durch eine Schilddrüsenüberfunktion begünstigt.

Auch andere Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus, sowie die Einnahme bestimmter Medikamente, wie etwa der Antibabypille können den Ausbruch des Hautausschlags begünstigen. Generell haben Menschen, die an Pityriasis versicolor erkranken, häufig ein geschwächtes Immunsystem.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Die Diagnosestellung der Pityriasis versicolor erfolgt durch einen Hautarzt, der die betroffenen Hautregionen mit einer speziellen Schwarzlichtlampe untersucht. Darüber hinaus wird mit Hilfe eines Klebefilmstreifens eine Hautprobe des Patienten genommen, die später unter dem Mikroskop auf die für die Kleienpilzflechte verantwortlichen Pilze untersucht wird.

Auf diese Weise wird die Diagnose der Kleienpilzflechte sichergestellt. Die harmlose Hauterkrankung verläuft meist bei entsprechender Behandlung problemlos und bildet sich gut zurück. Allerdings tritt sie bei vielen Patienten nach einer gewissen Zeit wieder auf, da der Erreger der Pityriasis versicolor zur natürlichen Hautflora des Menschen zählt.

Komplikationen

In der Regel handelt es sich bei Pityriasis versicolor um eine harmlose Erkrankung. Besondere Komplikationen treten dabei nicht auf und die Krankheit kann relativ gut eingeschränkt werden. Auch die Ansteckungsgefahr ist bei Pityriasis versicolor relativ gering, sodass auch das persönliche Umfeld von dieser Krankheit in der Regel nicht betroffen ist. Die Betroffenen leiden dabei an verschiedenen Flecken auf der Haut.

Diese sind in den meisten Fällen braun oder rot und relativ groß. Viele Betroffene leiden dabei an einem verringerten Selbstwertgefühl oder auch an Minderwertigkeitskomplexen, da sie sich für die Beschwerden schämen. Auch ein Ausschlag auf der Haut kann dabei auftreten und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verringern. In einigen Fällen leiden die Patienten bei dieser Krankheit auch an einem Juckreiz.

Vor allem bei Kindern kann es dabei zu Hänseleien oder zu Mobbing kommen, sodass diese psychische Beschwerden oder Depressionen entwickeln. Die Behandlung der Pityriasis versicolor erfolgt mit Hilfe von Medikamenten. Dabei treten keine Komplikationen auf. Allerdings besitzt diese Erkrankung ein relativ hohes Rückfallrisiko, sodass die Betroffenen in vielen Fällen erneut an dieser Krankheit erkranken.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung einer Pityriasis versicolor erfolgt durch örtlich angewendete Antipilzmittel. Je nach Schweregrad des Ausschlags kann der Hautarzt eine Creme, Lotion oder Salbe verordnen, die allesamt zuverlässig gegen die Kleienpilzflechte wirken.

Auch spezielle Waschlotionen und Sprays helfen hervorragend. Jedoch muss der von der Pityriasis versicolor betroffene Patient das verordnete Medikament regelmäßig anwenden und sorgfältig einmassieren. Es ist empfehlenswert, die Behandlung der Haut auf die umliegenden Hautbereiche auszuweiten und die Behandlung auch ungefähr zwei Wochen nach Abklingen des sichtbaren Hautausschlags fortzusetzen, um einem Rückfall vorzubeugen.

Wenn ein Patient sehr heftig von der Pityriasis versicolor betroffen ist oder die lokal angewendeten Antipilzmittel nicht wirken, so besteht die Möglichkeit, Tabletten mit einem Antimykotikum einzunehmen, die ebenfalls gegen die Pityriasis versicolor wirken. Eine Ansteckungsgefahr bei der Kleienpilzflechte besteht nicht.

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Vorbeugung

Eine wirksame Vorbeugung der Pityriasis versicolor besteht darin, die Haut gründlich zu pflegen und trocken zu halten. Vor allem in den warmen Sommermonaten sollte auf weite, atmungsaktive Kleidung aus Naturmaterialien geachtet werden, da starkes Schwitzen die Entstehung der Pityriasis versicolor begünstigt. Bei Patienten, die bereits eine Pityriasis versicolor hatten, empfiehlt sich vor allem während der Sommermonate die vorbeugende medikamentöse Behandlung der Haut, um einem erneuten Ausbruch des Hautausschlags vorzubeugen.

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Quellen

  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Sterry, W., Worm, M., Burgdorf, W.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2014

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