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Krätze

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Januar 2013
Symptomat.deKrankheiten Krätze

Krätze oder Skabies ist eine ansteckende Hautinfektion, die mit entsprechenden Lotionen meist komplikationsfrei zu behandeln ist. Um der Erkrankung Krätze vorzubeugen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die hier im Einzelnen erläutert werden sollen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Krätze

Die Krätze ist eine Hautkrankheit, die durch die sogenannte Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei) hervorgerufen wird. In der Fachsprache wird die Krätze auch als Skabies bezeichnet. Typisches Symptome der Erkrankung Krätze ist eine schuppig oder krustig erscheinende Haut, die durchsetzt ist von Knötchen.

Häufig sind die Symptome der Krätze verbunden mit einem starken Juckreiz. Durch die Krätze hervorgerufene Hautveränderungen zeigen sich bei Erwachsenen häufig an den Handgelenken, im Achselbereich oder der Genitalregion. Bei betroffenen Kindern kann es auch zu einer Hautveränderung im Gesicht oder an Handflächen und Füßen kommen.

Zwar sind Menschen weltweit von der Krätze betroffen, die Menge an Infizierten schwankt allerdings, abhängig von Zeit und Region: Während die Erkrankung beispielsweise in den 1950er Jahren in Deutschland kaum auftrat, nimmt die Zahl der an Krätze Infizierten seit den 1960er Jahren wieder zu.

Ursachen für Krätze

Ursächlich für das Auftreten von Krätze ist eine entsprechende Infektion mit der Krätzmilbe. Für das Krankheitsbild sind vor allem die weiblichen Tiere dieser Parasiten verantwortlich.

Weibliche Krätzmilben verursachen im Zuge der Krätze kleine Löcher in der Hornschicht der Haut, in denen sie ihre Eier ablegen. Krätzmilben ernähren sich von Haut- und Lymphzellen und schädigen so die Haut. Diese Schädigung führt zu einem Aktivwerden des körpereigenen Immunsystems, wodurch einige Symptome der Krätze (wie beispielsweise der Juckreiz) entstehen.

Die Krätze ist ansteckend und kann durch Körperkontakt übertragen werden. Da eine solche Übertragung unter anderem durch Geschlechtsverkehr möglich ist, zählt die Krätze als sexuell übertragbare Krankheit zu den Geschlechtskrankheiten.

Viele Menschen assozieren die Krätze meist mit verdreckten und unhygienischen Wohnverhältnissen. Dies kann in der Tat ein Grund für die Verbreitung der Krätzmilbe sein. Allerdings kommen Krätzmilben auch in Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen und Kindergärten vor, also an Orten, an denen viele Menschen täglich aufeinander stoßen. Ähnlich wie für Läuse, sind diese Einrichtungen ideal für eine schnelle Verbreitung der Krätze geeignet.

Typische Symptome und Anzeichen bei Krätze

  • Hautentzündung im Bereich der Hände und Fingerzwischenräume, aber auch im Achselbereich und im Genitalbereich
  • Juckreiz
  • krustige und schuppige Haut, zum Teil auch mit kleinen Knötchen versehen
  • Hautrötungen im Zuge der Hautentzündung

Diagnose und Verlauf bei Krätze

Eine Diagnose der Erkrankung Krätze ist zunächst möglich anhand der typischen Hautveränderungen. Diese können besonders mithilfe eines Auflichtmikroskops dargestellt werden. Muss diese Diagnose der Krätze noch abgesichert werden, ist eine weitere Möglichkeit die sogenannte Tintenmethode:

Durch verdünnte Tinte können die gebohrten Gänge der Krätzmilbe auf einem Hautknötchen sichtbar gemacht werden. Außerdem kann zur Diagnose der Krätze ein bestehendes Hautknötchen abgetragen werden, um dieses dann auf Krätzmilben zu untersuchen.

In den meisten Fällen ist bei adäquater Behandlung der Krätze mit einem positiven Verlauf der Erkrankung zu rechnen. In einigen Fällen kann ein Juckreiz noch über die erfolgreiche Behandlung hinaus bestehen. Zu Komplikationen kann es bei der Krätze unter anderem aufgrund mangelnder Körperhygiene kommen: Keime können in die verletzte Haut eindringen und beispielsweise Wundrose oder Blutvergiftung hervorrufen.

Behandlung von Krätze

Wenn eine Krätze-Erkrankung nicht mit Komplikationen einhergeht, ist eine erfolgreiche Behandlung meist durch die Anwendung von lokal anzuwendenden Lotionen möglich. Die Wirkungen einer solchen Therapie gegen Krätze liegen sowohl in der Vernichtung der Milben als auch in der Verhinderung einer erneuten Infektion.

Oft kann es notwendig sein, auch Personen aus dem privaten Umfeld eines Betroffenen gegen Krätze zu behandeln. Auch bei Personen, die noch keine akuten Symptome einer Erkrankung an Krätze aufweisen, kann dies sinnvoll sein, da Symtpome teilweise erst längere Zeit nach einer Infektion auftreten können.

Wirkstoffe, die in Salben zur Behandlung von Krätze teilweise enthalten sind, sind die Stoffe Permethrin (ein künstlich generiertes Insektizid) oder Benzylbenzoat. Entsprechende Salben bedürfen nach ihrem Auftragen in der Regel bestimmter Einwirkzeiten, bevor sie dann wieder abgespült werden.

Die Dauer einer Behandlung von Krätze hängt unter anderem ab von dem Ausprägungsgrad der Erkrankung und vom verwendeten Heilmittel. Treten im Verlauf einer Krätze oben genannte Komplikationen auf, werden diese beispielsweise mit Antibiotika behandelt.

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Vorbeugung von Krätze

Vorzubeugen ist die Krätze beispielsweise über das Vermeiden von engem Körperkontakt mit Personen, die an Krätze erkrankt sind. Besteht bereits eine Krätzeerkrankung, so kann eine vorbeugende Behandlung privater Kontaktpersonen eine erneute Infektion verhindern. Um einem langwierigen Verlauf der Krätze vorzubeugen, kann neben einer korrekten Verwendung der Medikation auch eine regelmäßige Wohnraum- und Körperhygiene beitragen, die den Krätzemilben eine Fortpflanzung erschwert.

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