Blepharoplastik

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 6. Oktober 2017
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Unter einer Blepharoplastik wird eine chirurgische Augenlidstraffung verstanden. Sie lässt sich sowohl am oberen als auch am unteren Augenlid vornehmen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Blepharoplastik?

Bei einer Blepharoplastik handelt sich um einen operativen Eingriff, in dessen Rahmen entweder das obere oder das untere Augenlid gestrafft wird. Zur Anwendung kommt die Blepharoplastik, die auch Lidstraffung oder Lidplastik genannt wird, um erschlaffte Lidhaut zu behandeln.

Die Bezeichnung Blepharoplastik geht auf den griechischen Begriff „Blepharon“ zurück, der für „Augenlid“ steht. Mit einer Blepharoplastik ist das operative Straffen des oberen Augenlids gemeint. Allerdings werden auch Straffungen des unteren Augenlids darin miteinbezogen. Durchgeführt wird eine Blepharoplastik in erster Linie bei Menschen, die zwischen 40 und 60 Jahre alt sind. Dabei zählt sie mittlerweile zu den begehrtesten ästhetischen Eingriffen und dient zum Korrigieren von gewöhnlichen Alterserscheinungen an den Augen. Durch die Blepharoplastik wirkt der Patient leistungskräftiger und jünger, während sein Gesicht den individuellen Ausdruck behält.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Blepharoplastik zählt zu den Operationsverfahren der Schönheitschirurgie. So ist der Eingriff aus medizinischer Sicht in der Regel nicht notwendig. Als sinnvoll gilt eine Lidplastik, wenn es zum Erschlaffen von Lidhaut und Lidmuskeln kommt.

Ebenso kann deren Rückzug erfolgen. Bemerkbar macht sich dies durch äußerliche Erscheinungen wie Schlupflider, Tränensäcke und Falten. Bei einigen Patienten geht das Erschlaffen der Haut so weit, dass ihr Gesichtsfeld dadurch eingeschränkt wird. In solchen Fällen kann sogar eine Blepharoplastik aus medizinischen Gründen angebracht sein. Am häufigsten zeigt sich die Erschlaffung des Gewebes an den Augenoberlidern.

Die Blepharoplastik bewirkt, dass die Augen des Menschen wieder ihre volle Geltung erlangen. So werden sie von den Augenlidern, die herunterhängen, nicht mehr verdeckt. Auch Lachfalten und Krähenfüße lassen sich mit einer Lidplastik entfernen oder wenigstens reduzieren. Die feinen Narben, die während des Eingriffs entstehen, werden durch die Lidfurche verdeckt.

Vor der Durchführung einer Blepharoplastik sollte der Patient bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So muss dessen müder Blick durch überschüssige erschlaffte Haut oder Schlupflider entstehen und darf nicht durch die Augenbrauen, die herabsinken, zustande kommen. In solchen Fällen gilt ein Stirnlifting als sinnvoller. Wenn sowohl ein Absinken der Augenlider als auch der Augenbrauen vorliegt, ist auch ein kombinierter Eingriff möglich. Dabei findet zuerst das Liften der Augenbrauen statt.

Unter einer Blepharoplastik wird eine chirurgische Augenlidstraffung verstanden. Sie lässt sich sowohl am oberen als auch am unteren Augenlid vornehmen. Die Blepharoplastik zählt zu den Operationsverfahren der Schönheitschirurgie.

Wichtig ist zudem, den Patienten vor der Blepharoplastik gründlich vom Augenarzt sowie vom Internisten untersuchen zu lassen. Leidet die betroffene Person zum Beispiel unter neurologischen Erkrankungen oder Augentrockenheit, ist von einem operativen Eingriff abzuraten.

Durchgeführt wird eine Blepharoplastik in der Regel ambulant. Der Patient kann also nach der Operation wieder nach Hause zurückkehren. Zu Beginn des Eingriffs wird ihm eine örtliche Betäubung verabreicht. Findet eine Blepharoplastik gleichzeitig am Oberlid und am Unterlid statt oder hat der Patient starke Ängste vor dem Eingriff, kann er auch eine Vollnarkose erhalten. Diese wird jedoch nur in Ausnahmefällen gegeben.

Nach dem Desinfizieren der Haut kennzeichnet der Arzt den Hautüberschuss und zeichnet die gewünschte Höhe der Lidfurche auf. Die Schnittführung erstreckt sich bei der Blepharoplastik an den natürlichen Hautfalten der Augenlider. Auf diese Weise bleiben die Narben, die durch den Eingriff entstehen, weitgehend unbemerkt. Mitunter kann es nötig sein, die erschlaffte Muskulatur am Seitenrand der Augenhöhle anzubringen, um eine bessere Muskeltätigkeit zu erzielen. Gleichzeitig lässt sich das Fettgewebe am unteren Augenlid verlagern. Damit kann ein Ausgleich der eingefallenen Lidränder gewährleistet werden.

Während des Eingriffs schneidet der Chirurg in die gekennzeichnete Haut ein. Dabei nimmt er seine Arbeitsschritte parallel an beiden Augen vor. Die überschüssige Haut wird in der Form einer Ellipse entfernt. Anschließend erfolgt das Anheben des Lidmuskels. Auch Fettgewebe, das möglicherweise vorhanden ist, wird herausoperiert. Zum Abschluss versorgt der Chirurg die Wunde mit einer Naht. Diese wird dann mit kleinen Pflastern verbunden. Insgesamt nimmt eine Blepharoplastik zwischen 60 und 90 Minuten in Anspruch. Danach sollte der Patient noch einige Stunden unter der Kontrolle des Arztes verweilen, bevor er wieder nach Hause zurückkehrt. Handelt es sich um einen Risikopatienten, muss er die Nacht über zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Risiken einer Blepharoplastik gelten als relativ gering. Allerdings sollte die Operation stets von einem erfahrenen Plastischen Chirurgen vorgenommen werden. Doch selbst bei größter Sorgfalt besteht die Möglichkeit, dass unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Sehr selten kommen Nachblutungen im Anschluss an den Eingriff vor, was im Abstand von ein bis zwei Tagen erfolgt. In solchen Fällen muss der Arzt rasch eingreifen, da sonst Schäden an der Sehfunktion drohen.

Bei einer Unterlidstraffung ist es möglich, dass das Unterlid vorübergehend absteht und die Tränenproduktion verstärkt wird. Dies ist auf die Bildung eines Hämatoms (Bluterguss) oder von individuellen Narben zurückzuführen. Besonders betroffen davon sind ältere Patienten. In der Regel gehen diese Erscheinungen nach spätestens sechs Wochen von selbst wieder zurück. Ist dies nicht der Fall, muss eine weitere Operation stattfinden.

Als normale Nebenwirkung nach einer Blepharoplastik gelten trockene Augen. Kommt es jedoch zu stärkeren Reizungen, ist es ratsam, einen Augenarzt zu konsultieren. Zu den gefährlichsten Komplikationen gehören Verletzungen der Hornhaut im Rahmen des Eingriffs oder ein Anstieg des Augeninnendrucks. Ebenso ist eine Lidfehlstellung durch einen fehlerhaften Eingriff möglich. Weitere denkbare Komplikationen sind Hautschäden, Weichteilschäden, Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Thrombosen und Infektionen.

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Quellen

  • Bleese, N., Mommsen, U., Schumpelick, V.: Kurzlehrbuch Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Schumpelick, V.: Operationsatlas Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2009
  • Siewert, J.-R., et al.: Basiswissen Chirurgie. Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2010

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