Vollnarkose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Lange Zeit waren Vollnarkosen augrund vieler unangenehmer Nebenwirkungen gefürchtet und galten als gefährlich. Heutzutage gilt das aufgrund modernster Technik und neuesten Medikamenten nur noch in Ausnahmefällen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Vollnarkose?

Bei einer Vollnarkose wird der Patient durch so genannte Hypnotika in eine Art Koma versetzt. Dies geschieht durch die Gabe von Medikamenten, welche das Bewusstsein "abschalten".

Um Schmerzfreiheit im ganzen Körper zu garantieren, werden auch Analgetika, also starke Schmerzmittel, gegeben. Zusätzlich werden noch Relaxantien verabreicht welche für eine Entspannung der Muskeln sorgen. Die Medikamente können intravenös, also mithilfe eines Infusionsschlauches, oder mit der Atemluft verabreicht werden. In weniger als einer Minute schläft der Patient ein.

Seine Vitalfunktionen und die Tiefe der Narkose werden während des gesamten Eingriffes vom behandelnden Anästhesiearzt kontrolliert. Der Unterschied zwischen Vollnarkose und Sedierung ist darin begründet, dass der Patient bei einer Allgemeinanästhesie nicht erweckbar ist und auch die Beeinträchtigung des Kreislaufes sowie der Atemfunktion stärker ist.

Im Unterschied zur Vollnarkose ist der Patient bei der Lokalanästhesie bei Bewusstsein, es wird nur ein Bereich des Körpers schmerzfrei gemacht.

Funktion, Wirkung & Ziele

Eine Allgemeinanästhesie wird bei vielen verschiedenen Operationen verwendet. Sie hat den Vorteil, dass die Patienten während des Eingriffs nicht bei Bewusstsein sind, also die Geschehnisse im Operationssaal nicht miterleben.

Darüber hinaus spürt der Patient keine Schmerzen und durch die Relaxantien kann sichergestellt werden, dass sich der Patient während der Operation nicht bewegt oder es zu unwillkürlichen Muskelzuckungen kommt. Vor allem größere Operationen können nur unter Vollnarkose durchgeführt werden. Die Narkose wird mit der Gabe der Analgetika und der Hypnotika begonnen und wird während des gesamten Operationsablaufes aufrechterhalten indem die nötigen Medikamente kontinuierlich zugeführt werden.

Bei einer Vollnarkose wird der Patient durch so genannte Hypnotika in eine Art Koma versetzt. Dies geschieht durch die Gabe von Medikamenten, welche das Bewusstsein "abschalten".

Der verabreichte Mix von Anästhetika sorgt für einen komaähnlichen Zustand, für Schmerzfreiheit, für eine Hemmung des vegetativen Nervensystems und für eine Entspannung der Muskeln. Der genaue Ablauf einer Allgemeinanästhesie kann sich von Patient zu Patient unterscheiden, trotzdem gibt es eine allgemeine Verfahrensweise, welche fast immer beibehalten wird. Ist der Patient eingeschlafen, wird ihm ein Beatmungsschlauch gelegt. Dieser Tubus leitet einerseits Luft zur Lunge, kann aber auch Narkosegas enthalten, was zur Aufrechterhaltung der Narkose bis zum Ende der Operation dient.

Bei Operationen, die nur sehr kurz dauern, reicht es manchmal aus den Patienten lediglich über eine Maske zu beatmen. Während Chirurgen den Eingriff vornehmen, überwacht der Anästhesist die Kreislaufsituation sowie die Narkosetiefe des Patienten; bei Bedarf kann er weitere Medikamente verabreichen oder die Dosis verändern. Ist die Operation beendet, setzt der Anästhesist die Narkose-Medikamente ab und der Tubus wird entfernt. Nach Absetzen der Anästhetika dauert es mehrere Minuten bis der Patient sein volles Bewusstsein zurückerlangt, während dieser Zeit wird er im Aufwachraum überwacht.

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Risiken & Gefahren

Auch wenn Vollnarkosen von vielen Menschen gefürchtet und als gefährlich eingestuft werden, sind sie doch sehr sicher. Nur in Extremfällen kommt es zu lebensbedrohlichen Zuständen des Patienten aufgrund der Narkose. Dank neuester Medikamente, technischer Hilfsmittel zur Überwachung des Patienten sowie der ständigen Anwesenheit eines Teams aus auf Anästhesie spezialisierten Ärzten und Pflegepersonal während der Operation, ist eine Vollnarkose sehr sicher.

Das individuelle Risiko ist jedoch nicht nur von der Narkose selbst abhängig sondern auch von Art und Dauer der Operation und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Zu möglichen Komplikationen gehören Herz-Kreislaufprobleme, Probleme bei der Beatmung bzw. Schädigung von Zähnen oder Schleimhautgewebe aufgrund der Intubation und auch allergische Reaktionen auf verabreichte Medikamente.

Ein weiteres Risiko stellt der Übertritt von Mageninhalt in die Lunge dar, was zu schweren Lungenentzündungen führen kann; daher ist es wichtig mindestens sechs Stunden vor einem Eingriff nichts mehr zu essen und mindestens zwei Stunden davor keine Flüssigkeit mehr zu sich zu nehmen. Noch vor wenigen Jahrzehnten zählten starke Übelkeit und Erbrechen zu den häufigsten Nebenwirkungen nach dem Aufwachen aus einer Vollnarkose.

Heutzutage sind solche Befindlichkeitsstörungen, zu denen auch grippeähnliche Symptome wie Heiserkeit und Halsschmerzen gehören, nach der Operation um vieles seltener geworden und gehören eher zur Ausnahme als zur Regel.

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