Wurmmittel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Je nach Art der Würmer kann ein Wurmbefall beim Menschen starke Beschwerden auslösen. Daher sollte dieser immer mit einem adäquaten Wurmmittel oder Anthelmintika beseitigt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Wurmmittel?

Ein Wurmmittel, auch Anthelminthikum genannt, ist ein Medikament, welches bei Infektionen mit Würmern eingesetzt wird.

Die meisten Wurmarten gelangen über die Nahrung oder auf anderen oralen oder analen Wegen in den menschlichen Körper und halten sich überwiegend oder zumindest zu Anfang in den Eingeweiden auf. Daher heißt dieses Krankheitsbild auch Helminthiasis, durch Eingeweidewürmer hervorgerufene Wurmerkrankung.

Andere Würmer gelangen jedoch über die Haut in den Körper. Sie rufen zumeist starke Beschwerden hervor und können bestimmte Organe schädigen. Je nach Wurmart kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Alle chemisch-pharmazeutischen Wurmmittel haben jedoch das Ziel, den Wurm abzutöten.

Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Die medizinischen Wurmmittel werden oral eingenommen. Dabei kann es hilfreich sein den Darm zuvor komplett mit Hilfe eines Einlaufes oder ähnlichem zu entleeren.

Aufgrund der Zyklen der Würmer und ihrer Eier muss die Kur mindestens einmalig nach ein paar Wochen wiederholt werden. Die chemischen Wurmmittel versuchen in den Organismus des Wurmes einzudringen und hier bestimmte Abläufe zu blockieren. Wurmmittel aus der Gruppe der Benzimidazole legen Stützeiweiße in den Zellen des Wurmes lahm, sodass die Zellen keinen für den Wurm lebenswichtigen Zucker mehr aufnehmen können.

Wurmmittel auf Grundlage des Wirkstoffes Pyrviniumembonat verhindert ebenfalls die Zuckerverwertung und lassen den Wurm verhungern. Der Wirkstoff Niclosamid führt stattdessen zu einer Anhäufung der Zwischenprodukte der Zuckerverwertung, welche zu einer Vergiftung des Wurmes führen.

Auch der Genuss von Knoblauch in gepresster oder gekochter Form kann helfen die Würmer zu vertreiben.

Ein anderer Ansatzpunkt ist die Störung der Erregungsübertragung im Wurm. Hierbei werden durch Wurmmittel mit dem Wirkstoff Pyrantel die Reizübertragungen zwischen Nerven und Muskeln blockiert. Der Wirkstoff Praziquantel sorgt dafür, dass es zu einer Übererregung der Muskelzellen des Wurmes kommt. Bei beiden Mitteln kommt es zu einer Lähmung und dem dadurch bedingten Absterben des Wurmes.

Pflanzliche oder homöopathische Wurmmittel hingegen versuchen, das Milieu, in dem der Wurm wohnt, dahingehend zu ändern, dass sich der Wurm unwohl fühlt und den Körper verlässt. Auch soll hierdurch das körpereigene Immunsystem gestärkt werden, sodass es den Wurmbefall aus eigene Kraft abwehren kann.

Pflanzliche, natürliche & pharmazeutische Wurmmittel

Es gibt verschiedene Wurmmittel die gegen Wurmbefall eingesetzt werden können. Die chemische-pharmazeutischen versuchen, wie beschrieben, in den Organismus des Wurmes einzugreifen und diesen dadurch zum Absterben zu bringen.

Hierzu stehen Medikamente als Saft oder Tabletten mit den Wirkstoffen Benzimidazol, Niclosamid, Pyrantel und Praziquantel zur Verfügung. Einige wenige tropische Wurmarten müssen mit Hilfe ausländischer Medikamente bekämpft werden, da es hierfür auf dem deutschen Markt keine Medikamente gibt. Ein homöopathisches Wurmmittel ist Spigelia anthelmia, Cina und Aspidium Panna. Diese Mittel haben eine wurmabtreibende Kraft und wirken des Weiteren auf bestimmte Organe.

Da ein Wurmbefall häufig auf eine Übersäuerung des Körpers hindeutet, sollte der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen werden. Hierzu hilft eine Ernährung mit Rohkost und Naturjoghurt. Des Weiteren kann der Genuss von Knoblauch in gepresster oder gekochter Form, Sauerkraut, Möhren, Grapefruitkernöl und Papaya helfen, die Würmer zu vertreiben.

Da sich die Würmer von Kohlenhydraten ernähren, sollte über eine gewisse Zeit auf den Verzehr von Fleisch, Weißmehl und Zucker verzichtet werden. Zur Spülung des Darmes können Einläufe aus warmen Essigwasser mit Teebaum- und Grapefruitkernöl verwendet werden. Um ein Wandern der Würmer zu verhindern, kann der After abends außen mit einer fetten Creme oder Teebaumöl, auch als Mischung mit Knoblauch möglich, eingecremt werden.

Bei Wurmbefall ist es besonders notwendig, auf eine gute Hygiene zu achten. Händewaschen sollte mehrmals täglich, nicht nur nach dem Toilettengang und vor dem Essen, erfolgen. Handtücher, Unterwäsche und Bettzeug besonders oft wechseln und beim Waschen kochen. Sinnvoll kann auch der vorübergehende Einsatz von Papierhandtüchern sein, damit das Wurmmittel nicht umsonst eingenommen wird.

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Risiken & Nebenwirkungen

Ein chemisch-pharmazeutisches Wurmmittel hat verschiedene Nebenwirkungen. In den meisten Fällen ist mit Übelkeit, Magenschmerzen oder Durchfall zu rechnen. Da die chemischen Wurmmittel die Darmflora schädigen sollte diese im Anschluss wieder aufgebaut werden.

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