Pigmentstörung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 18. September 2017
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Eine Pigmentstörung kann Menschen in jedem Alter betreffen und zeigt sich zudem in unterschiedlichen Ausprägungen und Formen. So kann zum Beispiel der komplette Körper von der Krankheit betroffen sein oder aber auch nur einzelne Körperteile. Manchen Formen kann vorgebeugt werden, während andere Arten der Pigmentstörung zwar behandelt aber nicht verhindert werden können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Pigmentstörung?

Eine Pigmentstörung liegt vor, wenn zu viel oder zu wenig Melanin gebildet wird, sodass sich die eigentliche Farbe der Haut verändert. Im Normalfall sorgen die Melanozyten dafür, dass das Melanin gebildet wird und die Haut eine leicht bräunliche Farbe bekommt.

Zudem halten die Farbpigmente UV-Strahlen ab, sodass diese nicht bis tief in die Haut eindringen können. Bei einer Pigmentstörung kommt es dagegen an einzelnen Körperstellen oder aber am ganzen Körper zu einer Veränderung der Hautfarbe. Grundsätzlich kann die Pigmentstörung in zwei Arten unterschieden werden: den Melaninüberschuss und den Melaninmangel.

Die häufigste Form, die Hypermelanose, zeigt sich durch eine übermäßige Färbung der Haut, während die Hypomelanose einen verminderten Melaningehalt aufweist und somit eine schwächere Färbung der Haut vorliegt. In extremen Fällen kann der Melaninmangel zu einer völligen Depigmentierung führen, da überhaupt kein Melanin mehr produziert wird.

Ursachen

Je nachdem, welche Art der Pigmentstörung vorliegt, können auch die Ursachen unterschiedlich sein. Häufig spielen erbliche Faktoren eine große Rolle und begünstigen zum Beispiel Albinismus oder Sommersprossen.

Aber auch bestimmte Medikamente oder Kosmetikartikel können ein Auslöser sein. Vor allem Frauen neigen häufig zu einer Pigmentstörung aufgrund einer hormonellen Umstellung, wie zum Beispiel bei der Einnahme der Pille oder während einer Schwangerschaft.

Außerdem kann längere Kälte- oder Wärmeeinwirkung auf die Haut zu einer Störung der Bildung von Farbpigmenten führen. Nicht zu unterschätzen sind auch Auslöser, die eine anregende Wirkung auf die Melaninproduktion ausüben, wie zum Beispiel UV-Strahlen oder Entzündungen.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Der Verdacht auf eine Pigmentstörung sollte selbstverständlich von einem Hautarzt überprüft werden. Dieser wird sich zunächst die Verfärbungen der Haut ansehen, da diese schon ein recht eindeutiges Anzeichen sein können.

Eine Biopsie aus einer der verfärbten Hautstellen kann zusätzlich Gewissheit bringen. Auch die Befragung von Familienangehörigen kann zur Diagnosestellung hilfreich sein, wenn es sich um eine erblich bedingte Pigmentstörung handelt.

Je nach Ursache ist auch der Verlauf der Störung unterschiedlich, in den meisten Fällen ist die Krankheit jedoch harmlos und richtet keine langfristigen Schäden an. Leichtere Formen können sich im Laufe des Lebens von selbst zurückbilden, während eine erblich bedingte Pigmentstörung häufig ein Leben lang bestehen bleibt.

Komplikationen

In der Regel führt eine Pigmentstörung nicht zu besonderen Komplikationen oder zu anderen schwerwiegenden Beschwerden der Gesundheit. Auch die Lebenserwartung des Patienten wird davon nicht negativ beeinflusst, sodass die Betroffenen ein gewöhnliches Leben führen können. Allerdings kann sich eine Pigmentstörung negativ auf die Psyche auswirken, sodass die Patienten an einem verringerten Selbstwertgefühl oder möglicherweise an Minderwertigkeitskomplexen leiden.

Auch Depressionen und andere psychische Verstimmungen können daraus entstehen und sich damit sehr negativ auf die Lebensqualität des Betroffenen auswirken. Weiterhin kann es aufgrund der Pigmentstörung leichter zu Hautkrebs kommen, sodass die Betroffenen auf regelmäßige Untersuchungen beim Hautarzt angewiesen sind. Bei einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung treten allerdings ebenso keine besonderen Komplikationen und Beschwerden auf.

Bei Kindern kann die Pigmentstörung eventuell Mobbing oder Hänseleien vom Umfeld hervorrufen. Eine Behandlung der Pigmentstörung ist in der Regel nicht notwendig. Durch kosmetische Anwendungen können diese Störungen möglicherweise ausgeglichen werden, allerdings ist dies nicht in jedem Falle möglich. Auch durch verschiedene Pflegemittel können die ästhetischen Beschwerden einer Pigmentstörung ebenso überdeckt werden, sodass sich der Betroffene mit seiner Haut wohl fühlt.

Behandlung & Therapie

Eine Behandlung aus medizinischer Sicht ist nur in den seltensten Fällen notwendig, in der Regel ist eine Pigmentstörung harmlos und hat auf den Körper keine negativen Auswirkungen. Für viele Betroffene stellt die Erkrankung jedoch aus kosmetischen Gründen ein großes Problem dar.

Nicht selten werden vor allem großflächige Hautverfärbungen als seelisch belastend wahrgenommen, sodass je nach Ursache verschiedene Maßnahmen in Frage kommen. Als Grundvoraussetzung gilt, dass der Betroffene seine Haut schützt und sie keiner intensiven Sonneneinstrahlung aussetzt. Zudem kommen bei der Behandlung vor allem Kosmetika, wie zum Beispiel Camouflage (Schminke und Make-Up), zum Einsatz, um Pigmentflecken im Gesicht- und Halsbereich zu überdecken.

Andere Körperteile können mit Selbstbräuner oder aufhellenden Mitteln behandelt werden, sodass sich die Farbveränderungen der restlichen Haut anpassen. Bleichmittel sollten jedoch nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt verwendet werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wer unter einem Melaninmangel leidet, kann zudem mit einer Bestrahlung große Erfolge erzielen. Über einen längeren Zeitraum wird auf diese Weise versucht, die Bildung der Farbpigmente wiederherzustellen, sodass sich die Pigmentstörung verringert.

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Vorbeugung

Ob einer Pigmentstörung vorgebeugt werden kann, richtet sich selbstverständlich nach den Ursachen. In jedem Fall sollten häufige Solariumbesuche sowie eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Erblich oder hormonell bedingten Faktoren kann man jedoch nicht entgegenwirken, sodass höchstens eine Verbessung der Pigmentstörung durch entsprechende Maßnahmen erzielt werden kann.

Bücher über Pigmentstörung

Quellen

  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Berlin Heidelberg 2011
  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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