Windeldermatitis

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. November 2017
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Die Windeldermatitis ist unter Babys weit verbreitet. Geeignete Verhaltensmaßnahmen können dazu beitragen, eine Windeldermatitis zu verhindern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Windeldermatitis?

Bei der Windeldermatitis handelt es sich um eine Erkrankung der Haut, die entzündlich verläuft. Die Bezeichnung Windeldermatitis setzt sich zusammen aus den griechischen Worten für Haut (derma) und für Entzündung (-itis).

Überwiegend tritt die Windeldermatitis bei Babys und Kleinkindern auf, die noch Windeln tragen. Die Symptome der Windeldermatitis sind beispielsweise schmerzende oder juckende Hautrötungen im Bereich, der von der Windel bedeckt wird. Möglich ist bei der Windeldermatitis außerdem etwa die Bildung von Blasen oder Pusteln, die nässen können. Außer Babys und Kleinkindern können auch Erwachsene in vergleichsweise geringer Anzahl von Windeldermatitis betroffen sein, die Windeln gegen Inkontinenz tragen.

Im frühen Säuglingsalter ist die Windeldermatitis eine sehr häufig auftretende Erkrankung; Statistiken zufolge ist nahezu jedes Baby mindestens einmal von einer mehr oder weniger starken Ausprägung der Windeldermatitis betroffen.

Ursachen

Bei der Entstehung von Windeldermatitis spielen verschiedene Ursachen zusammen: Zunächst begünstigt das feucht-warme Milieu, das unter einer Windel herrscht, eine Ausbreitung von Keimen innerhalb des von der Windel bedeckten Bereichs.

Darüber hinaus wird die Entstehung einer Windeldermatitis dadurch begünstigt, dass durch die vorherrschende Wärme und Feuchtigkeit im Windelbereich die schützende Hornschicht der Haut geschädigt wird. Diese Schädigung kann im Vorfeld einer Windeldermatitis dazu führen, dass schädliche Substanzen leichter durch die Haut dringen können. Solche verursachenden Substanzen der Windeldermatitis gehen beispielsweise von Urin (wie etwa Ammoniak) und Kot aus.

Auch verschiedene Erkrankungen eines betroffenen Säuglings, Hautreizungen durch zu eng sitzende Windeln, Allergien oder ein geschwächtes Immunsystem sind mögliche Ursachen für die Entwicklung einer Windeldermatitis.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Diagnostiziert wird eine Windeldermatitis vom Arzt in der Regel zunächst aufgrund des für die Erkrankung typischen Hautausschlags. Typischerweise erstreckt sich der Hautausschlag bei vorliegender Windeldermatitis vom Gesäß eines Patienten über Unterbauch und Genitalien.

Auch die Oberschenkel können vom Hautausschlag betroffen sein, der bei der Windeldermatitis auftritt. In einem weiteren Schritt ist es meist notwendig, anderweitige Erkrankungen auszuschließen, die sich hinter einem vorliegenden Hautausschlag verbergen können. Zu den möglichen Erkrankungen, die ähnliche Symptome hervorrufen wie die Windeldermatitis, zählen unter anderem Neurodermitis, Allergien oder Schuppenflechte.

Bei frühzeitiger und angemessener Behandlung einer Windeldermatitis nimmt die Erkrankung in den meisten Fällen einen unkomplizierten Verlauf; eine Heilung ist dann innerhalb weniger Tage möglich. Gelegentlich kann es bei der Windeldermatitis zu Komplikationen kommen; so kann die Windeldermatitis etwa wiederholt auftreten. Sehr selten kann sich eine Windeldermatitis auch über den Windelbereich hinaus erstrecken.

Komplikationen

Im Normalfall heilt eine Windeldermatitis bei geeigneten Maßnahmen schnell wieder aus. Gelegentlich kann es aber zu Komplikationen kommen, wenn es zum Beispiel zu mehreren Rückfällen kommt und die Haut dadurch immer wieder aufs Neue gereizt wird. Auch Durchfall oder eine Therapie mit Antibiotika können das an sich harmlose Krankheitsbild verschlimmern.

Falls es trotz geeigneter Behandlungsmethoden immer wieder zu Rückfällen kommt, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eventuelle Allergien, eine Abwehrschwäche oder andere Erkrankungen auszuschließen, die entzündliche Prozesse begünstigen können. Eine weitere mögliche Komplikation der Windeldermatitis ist, dass sich der Hautausschlag auf andere Körperregionen ausbreiten kann und sich der Hautausschlag auch im Gesicht, Kopf oder Armen und Beinen zeigt.

In seltenen Fällen kann er sich auch auf den ganzen Körper ausdehnen und überall schuppige Hautrötungen verursachen. Wenn aufgrund der Windeldermatitis ein Hautpilz ausgelöst wird und eine Behandlung mit Kortison erfolgt, kann dadurch die Haut an den betroffenen Stellen dünner werden und dadurch noch empfindlicher auf Reizungen reagieren. Eine Pilzerkrankung kann außerdem einen Windelsoor begünstigen und sich auf den Darm ausbreiten.

Behandlung & Therapie

Im Rahmen der Therapie einer Windeldermatitis werden meist zunächst die Faktoren bekämpft, die die Entstehung einer Windeldermatitis begünstigt haben. So wird bei Windeldermatitis etwa empfohlen, Stauungen von Feuchtigkeit und Wärme sowie Reibung durch unpassende Windeln zu verhindern.

Um Genanntes zu gewährleisten, können bei Windeldermatitis beispielsweise vorzugsweise Wegwerfwindeln verwendet werden, die luftdurchlässig sind. Auch empfehlen Fachleute bei Windeldermatitis ein häufiges Wechseln der Windeln. Sofern möglich kann es sich positiv auf die Bekämpfung einer Windeldermatitis auswirken, wenn ein betroffenes Baby oder Kleinkind einige Zeitspannen am Tag gänzlich ohne Windeln verbringen kann.

In verschiedenen Fällen kann neben der Bekämpfung der verursachenden Faktoren einer Windeldermatitis auch eine ergänzende Symptombehandlung notwendig werden. Dies kann beispielsweise geschehen, wenn sich bei einer Windeldermatitis eine durch Bakterien oder Pilze hervorgerufene Infektion zeigt. Eine entsprechende Infektion in Verbindung mit der Windeldermatitis kann nach Absprache mit dem Arzt beispielsweise durch die Gabe antibiotischer oder antimykotischer (Pilze bekämpfend) Arzneien behandelt werden.

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Vorbeugung

Vorgebeugt werden kann einer Windeldermatitis vor allem dadurch, dass Faktoren vermieden werden, die die Erkrankung begünstigen können. Ein Faktor, der einer Windeldermatitis vorbeugen kann, ist dementsprechend beispielsweise das Verhindern großer Wärme und Feuchtigkeit im Windelbereich. Auch ist es sinnvoll, Hautreizungen zu meiden. Ergänzend können schützende Lotionen das Risiko eindringender Keime in die Haut und einer folgenden Windeldermatitis verringern.

Bücher über Windeldermatitis

Quellen

  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Berlin Heidelberg 2011
  • Cohen, B.A.: Pädiatrische Dermatologie – Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München 2007
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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