Morbus Ahlbäck

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 8. August 2017
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Morbus Ahlbäck bezeichnet eine Durchblutungsstörung im Kniegelenk. Üblicherweise tritt Morbus Ahlbäck bei Frauen über 60 Jahre auf. Die Therapie umfasst in einem frühen Stadium Krankengymnastik und in späteren Stadien eine Teil- oder Totalprothese.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Morbus Ahlbäck?

Als Morbus Ahlbäck wird eine Knochennekrose im Kniegelenk bezeichnet. Eine Nekrose im Knie wird durch einen nicht durchbluteten Bereich identifiziert. Die Krankheit Morbus Ahlbäck wird durch keine Infektion ausgelöst, sondern durch eine Durchblutungsstörung.

In der Regel sind Patienten mit Morbus Ahlbäck über 60 Jahre alt und weiblich. Auch Männer können von der Durchblutungsstörung betroffen sein. In Ausnahmefällen kann Morbus Ahlbäck bereits ab dem zehnten Lebensjahr auftreten. Kommt es zur Erkrankung von Menschen bis zu 20 Jahren, ist meist nur der Knorpel des Knies betroffen.

Bei Morbus Ahlbäck können sowohl milde aus auch schwere Verläufe vorkommen. Beim milden Krankheitsverlauf bemerkt der Patient einen Knochenabbau oder einen Knorpelschaden. Kommt es zum schweren Verlauf, entsteht Arthrose im Kniegelenk. Eine schwere Knienekrose kann mit starken Schmerzen einhergehen, die durch eine adäquate Therapie reduziert werden können.

Ursachen

Die Krankheit Morbus Ahlbäck kann durch unterschiedliche Ereignisse ausgelöst werden. Einige Betroffene haben durch einen Unfall eine Durchblutungsstörung im Knie bekommen. Durch die Verletzung von Blutgefäßen kommt es nach einem Unfall zur Durchblutungsstörung.

Wird die Durchblutung des Oberschenkels gestört, besteht die Möglichkeit an Morbus Ahlbäck zu erkranken. Ebenso kann es durch die Einnahme bestimmter Medikamente zu Morbus Ahlbäck kommen. Bei einer langjährigen Einnahme von Cortison, besteht die Möglichkeit eine Knochennekrose zu erleiden.

Häufig wird die Erkrankung auch mit dem dauerhaften Konsum von Nikotin und Alkohol in Verbindung gebracht. Oftmals führen Erkrankungen des Blutes zum Auftreten von Morbus Ahlbäck. Bei älteren Patienten kann die Knochennekrose auch durch eine Fehlbelastung der Beine ausgelöst werden. Für die Durchblutungsstörung im Knie gibt es keine weiteren Auslöser.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Gerade zu Beginn der Erkrankung können die Symptome unspezifisch sein. Beim milden Verlauf von Morbus Ahlbäck kommt es zu leichten Schmerzen im Knie. Charakteristisch für die Durchblutungsstörung im Knie ist ein tiefer Schmerz im Gewebe. Das Knie der betroffenen Person ist meist wenig belastbar.

Deshalb hinken viele Personen mit Morbus Ahlbäck beim Laufen. Unter Morbus Ahlbäck sind die Schmerzen unter Belastung immer stärker als im Ruhezustand. Häufig wird die Erkrankung auch mit Schäden am Meniskus oder einer Läsion im Knorpel verwechselt. Bei einem starken Schmerz im Knie sollte deshalb schnellstmöglich ein Spezialist aufgesucht werden.

Der Spezialist prüft das Kniegelenk auf Beweglichkeit und eventuelle Schwellungen. Auch ein Druckschmerz ist charakteristisch für Morbus Ahlbäck. Wenn die Durchblutungsstörung im Knie frühzeitig erkannt wird, können die Beschwerden und Folgen der Erkrankung reduziert werden.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose Morbus Ahlbäck wird nach einer umfangreichen körperlichen Untersuchung gestellt. Neben einem Belastungstest des Knies, werden auch bildgebende Verfahren eingesetzt. Besonders gut ist die Durchblutungsstörung im Knie durch das Röntgen zu erkennen.

Beim Röntgen ist die Aufhellung des betroffenen Knochens visuell erkennbar. Alternativ zum Röntgen besteht auch die Möglichkeit mit einer Kernspintomographie oder einer Szintigraphie die Erkrankung festzustellen. Eine Blutuntersuchung kann den Verdacht auf Morbus Ahlbäck erhärten. Üblicherweise weisen Patienten mit einer Durchblutungsstörung im Knie eine Blutgerinnungsstörung im Blutbild auf.

Komplikationen

In den meisten Fällen wird der Morbus Ahlbäck nicht direkt diagnostiziert, da die Beschwerden nicht besonders charakteristisch sind und damit auch nicht direkt für die Krankheit selbst sprechen. Die Betroffenen leiden dabei in erster Linie an Schmerzen in den Knien. Dadurch kommt es nicht selten zu Einschränkungen in der Bewegung und weiterhin auch zu verschiedenen Einschränkungen im Alltag des Patienten.

Die Belastbarkeit der Betroffenen sinkt ab und es kommt zu Depressionen und anderen psychischen Verstimmungen, falls sich die schmerzen weiterhin in andere Regionen des Körpers ausbreiten. Ebenso kann es zu Schwellungen kommen. Nächtliche Schmerzen führen dabei zu Schlafbeschwerden. In vielen Fällen ist auch die Beweglichkeit des Knies deutlich eingeschränkt und verringert. Durch die verringerte Durchblutung kann es im schlimmsten Falle auch zum Absterben von Gewebe kommen.

Durch eine Bewegungstherapie können die Beschwerden des Morbus Ahlbäck relativ gut eingeschränkt und behandelt werden. Besondere Komplikationen treten dabei nicht auf, wobei auch die Lebenserwartung des Patienten durch die Krankheit nicht verringert wird. In einigen Fällen sind auch Implantate oder Prothesen notwendig, damit die Bewegung des Patienten wiederhergestellt werden kann.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Nekrose des Knochens erfolgt in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung. Es gibt mehrere konservative Behandlungsmethoden, die bei Morbus Ahlbäck helfen. Als sofortige Maßnahme empfehlen Spezialisten häufig die Schonung des betreffenden Knies. Auch eine Bewegungstherapie hat sich seit vielen Jahren etabliert.

Ebenso werden häufig Medikamente empfohlen, die den eigenen Knochen wieder aufbauen können. Im Frühstadium gibt es auch die Möglichkeit durch eine Therapie mit Stoßwellen oder Sauerstoff die Heilung anzukurbeln. Hierdurch kann es zum Einwachsen neuer Blutgefäße im Knochen kommen. In einem frühen Stadium kann eine Dekompression des Markraums helfen.

Hierbei bohrt der Arzt den betreffenden Knochen an. Durch das Anbohren wird die Heilung des Knochens angeregt und die Blutgefäße können sich neu bilden. Eine weitere Option ist der Einsatz von Knochenersatz. Wird Morbus Ahlbäck in einem späten Stadium diagnostiziert, sind Implantate häufig die einzige Behandlungsmöglichkeit.

Hierbei wird das Ausmaß der Durchblutungsstörung als Indikator einer passenden Therapie genutzt. Als Grundregel gilt, dass immer das kleinste Implantat genutzt werden sollte. Hierdurch werden gerade junge Menschen wenig in der Bewegung eingeschränkt. Durch ein Implantat kann die Oberfläche des Kniegelenks wieder rekonstruiert werden. Bei einem größeren Defekt ist eine Teilprothese notwendig.

Die Integration der Teilprothese ist mit einem geringen Knochenverlust verbunden. Dies bedeutet, dass ein Verlust des gesunden Knochens gering gehalten wird. Wurde durch Morbus Ahlbäck ein großer Defekt verursacht, kann nur ein kompletter Ersatz des Kniegelenks helfen. In jedem Stadium der Erkrankung können zudem schmerzhemmende Medikamente sowie Schuhzurichtungen eingesetzt werden.

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Vorbeugung

Damit es nicht zur Durchblutungsstörung im Knie kommt, können unterschiedliche Vorkehrungen getroffen werden. Da es durch eine falsche Belastung zu Morbus Ahlbäck kommen kann, ist auf eine korrekte Kniebelastung zu achten.

Auch der Abbau von Übergewicht zählt zu einer präventiven Maßnahme. Grundsätzlich ist der Verzicht auf einen übermäßigen Alkoholkonsum zur Vorbeugung von Morbus Ahlbäck zu empfehlen. Gleiches gilt für den Genuss von Nikotin. Um einer Durchblutungsstörung im Knie vorzubeugen ist Steroid-Doping zu vermeiden.

Bücher über Durchblutungsstörungen

Quellen

  • Arasteh, K., et. al.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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