Hausmittel gegen Juckreize

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Ein Juckreiz kann mehrere Ursachen haben, wobei Insektenstiche, kleine Hautverletzungen, Ekzeme und Allergien zu den häufigsten Auslösern zählen. Gegen das nervenaufreibende Jucken und Kratzen helfen jedoch viele Hausmittel von Kälte über Salz bis zum Essig, die sich in nahezu jedem Haushalt befinden.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Juckreiz?

Insbesondere die Küche bietet eine Vielzahl an Hausmitteln, die effektiv gegen Juckreiz helfen. Bei kleineren Hautpartien, etwa bei einem akuten Insektenstich, kann eine Kartoffel Linderung schaffen.

Die Kartoffel wird in Scheiben geschnitten, mit den Schnittseiten auf den juckenden Stich gelegt und durch eine Mullbinde oder ein Tuch fixiert. So verhält es sich auch mit einer halben Zwiebel, mit der die juckende Hautstelle abgerieben wird. Der rohe Zwiebelsaft wirkt darüber hinaus antibiotisch und entzündungshemmend, sodass auch Schwellungen und Entzündungen vermieden werden können.

Bei einem Juckreiz, der auf zu trockener Haut basiert, kann auch eine Banane zerdrückt und auf die Haut aufgetragen werden. Die entspannende und Feuchtigkeit spendende Wirkung der Banane wird noch unterstützt, wenn dem Bananen-Brei noch etwas fetthaltige Sahne zugefügt wird.

Ein Sud aus Zinnkraut kann mit einem Umschlag auf die Haut gelegt werden und Linderung gegen den Juckreiz bewirken.

Großflächige Hautpartien, die den Juckreiz auslösen, können mit Umschlägen behandelt werden. So hat sich beispielsweise gegen den Juckreiz eines Sonnenbrandes ein Umschlag mit Quark oder Joghurt bewährt. Die Milchprodukte werden direkt auf der Haut aufgetragen und mit einem sauberen Tuch abgedeckt. Auch sensible Hauttypen profitieren von Umschlägen mit Essig- oder Zitronen-Wasser, wobei auch stark verdünnte Vollbäder infrage kommen.

Für einen Umschlag wird eine Konzentration von einem Esslöffel Essig oder Zitronensaft auf einen Liter Wasser empfohlen, während beim Vollbad jeweils drei Esslöffel als Zusatz ausreichen. Zu bevorzugen sind hierbei ökologisch einwandfreie Sorten, die nicht chemisch behandelt wurden. Essig und Zitronen verfügen über Säuren und Inhaltsstoffe, die entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken. Durch den leicht sauren pH-Wert wird die Hautbarriere in ihrer Funktion gestärkt.

Schnelle Hilfe

Eine schnelle Hilfe gegen Juckreiz bietet Kälte. Insbesondere nach Insektenstichen ist es hilfreich, einen Eiswürfel für wenige Minuten auf die Stichfläche zu halten. Für die Behandlung größerer Hautflächen eignen sich Eisbeutel oder Cold-Packs aus der Kühltruhe. Ist kein Eis verfügbar, kann das betroffene Körperteil auch mehrmals unter kaltes Wasser gehalten werden. Die Kältetherapie lindert nicht nur den Juckreiz, sondern beugt auch Schwellungen vor.

Der chronische Juckreiz, der von vielen Allergien und Ekzemen ausgeht, kann kurzfristig durch einen Sud aus Schwarztee gelindert werden. Hierfür wird ein Tee aus 500 ml Wasser mit fünf Teebeuteln Schwarztee gekocht. Nach einer Ziehzeit von fünf Minuten werden die Teebeutel entnommen und der Sud zum Abkühlen gebracht.

Eine mit dem Tee getränkte Kompresse wird dann für fünf bis zehn Minuten auf die betroffene Hautstelle gelegt, wo der Tee-Umschlag seine kühlende, antibakterielle und heilende Wirkung entfalten kann. Die im Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe wirken darüber hinaus leicht austrocknend, sodass auch nässende Ekzeme und sogar Neurodermitis erfolgreich damit behandelt werden können.

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Alternative Heilmittel

Zu den alternativen Heilmitteln gegen Juckreize gehören Wacholderbeer-, Rosmarin- und Teebaumöle, die wegen ihrer keimtötenden und wundheilenden Wirkungsweise in Waschungen, Umschlägen und Bädern gegen Juckreiz wirken.

Darüber hinaus gehört Zinnkraut mit seiner hohen Konzentration an Kieselsäure zu den alternativen Behandlungsmethoden. Aus einer Handvoll Zinnkraut und einem Liter Wasser sollte für 10 Minuten ein Sud gekocht werden, der nach dem Abkühlen als Umschlag auf die Haut gebracht wird. Der Zinnkraut-Umschlag bindet die Feuchtigkeit in der Haut und fördert sowohl die Wundheilung als auch die Zellerneuerung.

Letztendlich können Salzbäder gegen das lästige Jucken und Kratzen helfen. Für die Hautbehandlung bewährt haben sich Salze aus dem Toten Meer und dem Himalaja, wobei auch normales Meersalz oder Haushaltssalze ohne Jodzusatz Verwendung finden können. Für ein Vollbad reichen 400 Gramm Salz aus, wobei die Badetemperatur 38 Grad Celsius nicht überschreiten sollte. Empfohlen wird eine Badedauer von etwa 20 bis 25 Minuten zwei Mal in der Woche. Nach dem Bad sollte die Haut vorsichtig abgetrocknet und zur Unterstützung des Effekts mit pflegendem Johanniskrautöl eingerieben werden.

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