Chiropraktiker

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Chiropraktiker sind sogenannte Manualtherapeuten, die durch Anwendung bestimmter manipulativer Techniken die normale Funktion oder Beweglichkeit an Wirbelsäule oder Gelenken wieder herstellen. In den meisten Krankheitsfällen behandelt ein Chiropraktiker Subluxationen, leichte Verschiebungen der Wirbelkörper, was zu den vielgestaltigsten Symptomen führen kann. Sämtliche Wirbelsäulensegmente können chiropraktisch behandelt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Chiropraktiker?

Das Wort Chiropraktik besteht aus der Silbe Chiro, griechisch die Hand und Praktik, was übersetzt Tätigkeit bedeutet. Es handelt sich also um eine mit den Händen des Therapeuten praktisch und direkt am Patienten durchgeführte Behandlung.

Die Ausbildung zum Chiropraktiker ist, zumindest in Deutschland, nicht gesetzlich geregelt. Trotzdem darf sich nicht jeder so nennen, denn die Anwendung der Chiropraktik ist Ausübung der Heilkunde und fällt somit unter das Heilpraktikergesetz. Wer in Deutschland die Chiropraktik berufsmäßig ausüben möchte, muss daher zwingend Arzt oder mindestens behördlich zugelassener Heilpraktiker sein.

Das ärztliche Studium der Humanmedizin, aber auch die Grundausbildung zum Heilpraktiker beinhalten keinerlei chiropraktische Ausbildung. Chiropraktiker haben sich also nach ihrer Grundausbildung zum Arzt oder Heilpraktiker in der Chiropraktik weitergebildet. Für die Patienten ist deshalb die eigentliche Qualifikation eines Chiropraktikers nicht unbedingt immer klar ersichtlich.

Behandlungen & Therapien

Die Indikationsliste für eine chiropraktische Behandlung ist recht umfangreich und umfasst quasi sämtliche körperlichen und psychischen Symptome. Gerade bei chronischen Leiden ist ein Therapieversuch beinahe immer lohnenswert.

Oftmals kann schon nach nur einer Behandlung eine signifikante Besserung erzielt werden. Kommt es aufgrund von leichten Wirbelverschiebungen zu einer spontanen Heilung nach einem chiropraktischen Eingriff, so spricht man auch von einem sogenannten Sekundenphänomen der Chiropraktik. Die Begriffe Chiropraktik und Chirotherapie werden im medizinischen Sprachgebrauch oft synonym verwendet. Therapeutische Hauptangriffsfläche der Chiropraktik ist die Wirbelsäule, wobei manipulative Eingriffe im Bereich der Halswirbelsäule als besonders heikel gelten.

Das Behandlungsspektrum der Chiropraktik umfasst insbesondere Verspannungen, Blockaden und Schmerzen im gesamten Bereich der Wirbelsäule. Jeder zweite Patient, der einen Chiropraktiker aufsucht, leidet an akuten oder chronischen Rückenproblemen, hervorgerufen durch Fehlhaltungen, schmerzhafte Verspannungen oder Bandscheibenvorfälle. Speziell bei Nackenschmerzen konnte nachgewiesen werden, dass chiropraktische Eingriffe oft schneller und effektiver Abhilfe schaffen, als die Einnahme von Schmerzmitteln.

Die im Volksmund oft auch als Einrenken bezeichnete Chiropraktik sollte jedoch nicht als Dauertherapeutikum eingesetzt werden. Ausgebildete Chiropraktoren müssen eingestehen, dass bei unzureichendem Muskelkorsett im Bereich der Wirbelsäule Chiropraktik allein und auf Dauer keine Lösung sein kann. Vielmehr muss der Patient dringend angehalten werden, Fehlhaltungen im Alltag zu vermeiden und durch Rückenschule und Zirkeltraining seine dorsale Muskulatur zu stärken, damit es gar nicht erst zu Wirbelverschiebungen kommt.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Chiropraktiker sind sogenannte Manualtherapeuten, die durch Anwendung bestimmter manipulativer Techniken die normale Funktion oder Beweglichkeit an Wirbelsäule oder Gelenken wieder herstellen.

Da es sich bei der Chiropraktik um eine manuelle Medizin handelt, arbeitet der Therapeut vornehmlich mit seinen Händen. Das betrifft sowohl die Diagnose der einzelnen Wirbelsegmente als auch die eigentliche chiropraktische Behandlung.

Es versteht sich von selbst, dass ein seriöser Chiropraktiker vor jeder Behandlung zunächst in einer ausführlichen Anamnese den Ursachen der Beschwerden auf den Grund geht, um erkennen zu können, ob eine chirotherapeutische Behandlung im Einzelfall überhaupt Sinn macht. Außerdem wird er den Patienten über mögliche Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung der Chiropraktik aufklären. Immerhin kann es durch unsachgemäße Ausführung zu Lähmungserscheinungen bis hin zur Verlegung der Halsschlagader mit fatalen Folgen für die Gehirndurchblutung kommen.

Für den eigentlichen manipulativen Eingriff wird der Patient je nach seinem Beschwerdebild genau auf einer Liege positioniert. Das Einrenken des blockierten Wirbelsäulensegmentes wird meist innerhalb eines Atemmanövers schnell und ruckartig vorgenommen. Es entsteht dabei in den meisten Fällen ein knackend-knarrendes Geräusch, welches von den Patienten subjektiv oft als heilungsfördernd empfunden wird.

Die genaue Quelle dieser Gelenkgeräusche konnte noch nicht ausgemacht werden, es dürfte sich aber am ehesten um die Freigabe eines Unterdruckes innerhalb eines Gelenkspaltes handeln.

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Worauf sollten Patienten achten?

Gute Chiropraktiker können sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker sein. Heilerfolge von Chiropraktikern machen in der Regel schnell die Runde, sodass ein Patient in diesem Falle auch der Mundpropaganda vertrauen darf.

Bei begründeten Zweifeln sollte ein potenzieller Patient sich nicht scheuen, auch direkt beim Behandler nach dessen Qualifikation als Chirotherapeut nachzufragen. Als besonders qualifiziert gelten amerikanische Chiropraktoren, von denen mittlerweile in Deutschland etliche praktizieren. In Amerika ist die Chirotherapie als eigenständiger Studiengang in der Medizin mit der Möglichkeit eines Doktorgrades anerkannt.

Trotzdem muss ein gut ausgebildeter amerikanischer Chiropraktor in Deutschland die Heilpraktikerprüfung ablegen, um hierzulande chiropraktisch tätig werden zu dürfen.

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