Jodakne

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Oktober 2017
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Durch den Ausdruck Jodakne wird ein Symptom der Jodallergie, einer Kontaktallergie, benannt. Universell gehören Allergien zu den Autoimmunleiden. Unter einem angemessenen Heilverfahren wird eine Kontaktallergie ausgeheilt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Jodakne?

Die Jodakne ist eine Folge einer Überreaktion auf Jod. Die Jodallergie rechnet man zu den tatsächlichen Allergien, da das Jod ohne Frage selbst ein Allergieauslöser ist. Bei Allergien reagiert das Immunabwehrsystem zu sehr auf auslösende Stoffe und macht dementsprechende Symptome. Da eine Jodakne ausschließlich ein lokalisiertes Hautareal betrifft, aber die Jodallergie den gesamten Körper, bezeichnet der Mediziner die Jodakne als lokale Reaktion auf Jod, die Jodallergie als Ganzes aber eher als systemische Allergie.

Letztere fällt durch durch Symptome, bis hin zum allergischen Schock, auf. Bei einer Jodakne sieht man in Bezug auf Akne als Oberbegriff ein ganzes Krankheitsbild, aber bezüglich der Jodallergie eher ein Symptom. Die Jodakne ist behandelbar, sie könnte allerdings bei der Aufnahme von Jod wiederkommen.

Ursachen

Größtenteils gibt es bei dieser allergischen Reaktion eine Überreaktion des Körpers auf intensiven Kontakt mit Jod. Dieses Spurenelement kommt in Lebensmitteln, im Speisesalz sowie im Trinkwasser vor. Der Körper überreagiert bei Allergien solchem Falle auf allergene Substanzen, zumal er diese wie Krankheitskeime behandelt. Eine Allergie als solche entsteht nicht durch Krankheitskeime.

Generell kommt eine Allergie nicht selten auf, wenn chronische Krankheiten vorhanden sind. Viele Medikamente können Allergien bewirken. Ungesunde Umweltstoffe sind ebenfalls die Ursache von Überempfindlichkeitsreaktionen. Solche und ähnliche Faktoren können den Körper nachteilig beeinflussen und auf diese Weise die Entstehung einer allergischen Reaktion begünstigen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Anfangs äußert die betreffende Person mehrere Bläschen am Mund. Generell entstehen Papeln im Gesicht. Mit unvermeidlich häufiger Aufnahme von Jod mit der Nahrung verschlimmern sich die Krankheitszeichen. Diese können erstmalig, doch ebenso abermals durch den Kontakt mit Jod aufkeimen.

Nun ist zu beachten, ob die betroffene Person aktuell an Allergien oder aber an Lippenherpes leidet. Wird jeglicher Kontakt des Körpers mit Jod unterbunden, vergeht die Überempfindlichkeitsreaktion bald. Künftige Folgekrankheiten sind nicht anzunehmen.

Zwar sind Jodallergien durch eine zukünftige Meidung einer allergieauslösenden Substanz abzuwenden. Allerdings können bei Blutungen der betreffenden Stellen im Gesicht infektiöse Wunden entstehen. Selbige werden durch zu starkes Kratzen und durch die Verwendung verdorbener sowie kontaminierter Salben ausgelöst.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Da diese Beschwerde im Grunde ein Symptom und kein ganzes Erkrankungsbild benennt, soll die Jodallergie als Ganzes betrachtet werden. Zuerst soll der Heilkundler mit dem allergiebezogenen Diagnosegespräch alle aufgetretenen Anzeichen erfragen und jegliche bedeutsamen Erkrankungen sowie Grunderkrankungen involvieren.

Eine medizinische Untersuchung wird normalerweise in der Hautarztpraxis oder in einer Hautambulanz ausgeführt. Eine Krankheitserkennung wird mit der Beschauung der erkrankten Hautstellen sowie mit dem Ausschluss von Lippenherpes beim Arzt erstellt. Wenn nötig, wird ein Test auf allergene Substanzen gemacht.

Komplikationen

Die Jodakne stellt bei größerer Ausdehnung eine Unverträglichkeit oder eine Allergie dar. Diese kann aufgrund von Langzeitbehandlungen mit Jod oder durch jodhaltige Kontrastmittel auftreten. Eine Jodakne ist meist auf eine höhere Dosis von Jod zurückzuführen. Die Kontaktallergie wird als echte Allergie gewertet. Der weitere Kontakt mit höheren Dosen Jod kann daher problematisch werden.

Im Gegensatz zu einer lokalen Jodanwendung liegt bei einer Jodallergie eine gesamtkörperliche Reaktion vor. Die Jodakne betrifft aber meist nur den Mundraum und das Gesicht beziehungsweise eine lokale Region des Körpers. Als Komplikation der Akne können Furunkel oder Entzündungen mit Eiterherden entstehen. Diese können unbehandelt Narben hinterlassen.

Daher sollten jodbedingte Entzündungen von einem Hautarzt behandelt werden, andernfalls kann es zu einer Verschleppung von Keimen kommen. Zudem sollte das Vorliegen einer Unverträglichkeit oder einer Jodallergie ausgeschlossen werden. Durch diese könnte es im schlimmsten Falle zu einer anaphylaktischen Schockreaktion durch einen erneuten Jodkontakt kommen.

Mit weiteren Komplikationen einer Jodakne ist nicht zu rechnen. Trotzdem kann es angeraten sein, die Ernährung jodärmer zu gestalten. Zukünftig sollten die Betroffenen jodfreies Speisesalz verwenden. Problematisch ist jedoch, dass die Lebensmittelindustrie viele der industriell hergestellten Nahrungsmittel mit Jodsalz versetzt. Auch die immer lauter geforderte Jodierung des Trinkwassers könnte die Zahl der Komplikationen hochschnellen lassen.

Behandlung & Therapie

Üblicherweise wird mit antibakteriellen Salben gegen die Jodakne angegangen. Sie wird damit wie jede andere Akne behandelt. Das Vermeiden der Aufnahme von Jod ist bedeutsam, weil andernfalls trotz einer Behandlung die Allergie wieder aufflackern kann. Die Jodakne ist in jedem Falle behebbar, die Behandlung kann etwas langwierig sein. Die Jodakne zeigt keine chronischen Verläufe.

Für eine Stabilisierung des Organsystems ist die gesunde Lebensweise des Erkrankten wesentlich. Maßloser Alkoholkonsum, das Rauchen sowie Gewichtsprobleme sind zu beheben, da diese die Anfälligkeit für allergische Reaktionen erhöhen können. Gleichermaßen können auch antibakterielle oder antiallergische Salben unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Deshalb sollten diese gewissenhaft ausgewählt werden. Mittel zur Steigerung der Immunabwehr sind im Verlauf der Akutphase eher zu vermeiden. Eine Desensibilisierung, die das Immunsystem schult, mit dem betreffenden auslösenden Stoff zu leben, ist anzuraten, wenn sie gelingt. Diese ist aber teuer und wird von den gesetzlichen Kassen normalerweise nicht erstattet. Ein Verzicht auf Salze und Nahrungsmittel, die Jod enthalten, kann eine Jodakne dauerhaft beheben.

Fragliche Behandlungsmethoden, welche von der Kasse nicht erstattet werden, können gelegentlich wirkungslos sein. Diese sollten infolgedessen vor der Anwendung genau durchdacht werden. Die Hilfe durch vertraute Personen, Bekannte oder Selbsthilfegruppen ist auch dienlich. Gleichfalls kann es von Vorteil sein, sich im Internet über die Jodallergie und die Jodakne zu informieren.

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Vorbeugung

Das Meiden der Aufnahme von Jod durch den Körper und eine gute Gesichtspflege können die Jodakne langfristig vermeiden. Jodhaltige Lebensmittel enthalten Kennzeichnungen auf ihrer Packung und sie differieren auch in Bezug auf die Intensität des Jodgehaltes. Impfungen gegen Allergien sind nicht verfügbar, zumal diese das Immunsystem unnötig belasten würden. Ob die Akne gleichfalls durch andere Allergieauslöser hervorgerufen worden sein könnte, sollte ergründet werden.

Die Vorbeugungsmaßnahme kann in der Regel auch durch eine gute Gesichtspflege bei Akne allgemein ergänzt werden, insbesondere wenn die Haut sowieso strapaziert ist. Hat der Erkrankte eine spröde oder altersbedingt dünnere Haut, sollte ebendiese regelmäßig mit Feuchtigkeitscremes eingecremt werden. Die gesetzlichen Kassen in Deutschland erstatten nur bei akuten Symptomen oder generalisierten Anzeichen der Jodallergie die entstehenden Unkosten für die Behandlung der Jodallergie, weniger für die Behandlung einer bloßen Jodakne.

Das können Sie selbst tun

Neben der Behandlung mit einer antibakteriellen Salbe ist es möglich, dass auch der Patient selbst Einfluss auf seine Erkrankung oder vielmehr deren Verlauf nehmen kann. Wichtig ist natürlich, dass sofort die Aufnahme von Jod eingestellt wird, da der Körper sonst keine Zeit hat, sich von den Allergieschüben zu erholen. Die Behandlung der Akne ist langwierig und die Haut braucht dabei jede Unterstützung, sie die bekommen kann.

Der Patient hat mit seiner Lebensweise, und damit auch seiner Ernährungsweise, starken Einfluss auf die Heilung und sollte das auch wahrnehmen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die jodhaltige Lebensmittel dabei komplett ausschließt, ist dabei ideal. So eine Umstellung erfordert viel Recherche im Vorfeld, da vielen Lebensmitteln in Deutschland Jod hinzugefügt wird. Nudeln aus Hartweizengrieß und Wasser, bestimmte Brotsorten, Obst, Gemüse und eine Palette an Fertigprodukten sind jodfrei, wobei fertig verarbeitete Lebensmittel natürlich nicht unbedingt zu einem ausgewogenen Lebensstil beitragen.

Der Patient sollte außerdem darauf achten, nicht zu rauchen oder den Zigarettenkonsum zumindest einzuschränken, Alkohol nur in Maßen zu trinken und sich mehrmals pro Woche sportlich zu betätigen, um Gewichtsproblemen vorzubeugen. Zu hohes Gewicht begünstigt die allergischen Reaktionen.

Bücher über Jod (Iod)

Quellen

  • Altmeyer, P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg 2005
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Saloga, J. et al.: Allergologie-Handbuch. Schattauer, Stuttgart 2011

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