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Patellaspitzensyndrom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Patellaspitzensyndrom

Das Patellaspitzensyndrom, das eine Kombination aus mehreren Erkrankungen aufweist, wird ebenfalls im umgangssprachlichen Gebrauch als Jumpersknee oder Springerknie bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Definition Patellaspitzensyndrom

Das Knie ist bei dieser Erkrankung von einem entzündlichen Vorgang betroffen, der chronisch ist, also andauert und ständig wiederkehrt, sobald die ursprünglichen Auslöser wieder vorhanden sind.

Darüber hinaus ist das Patellaspitzensyndrom eine zerstörende Erkrankung. Sie wird deshalb als degenerativ bezeichnet und betrifft anatomisch gesehen den Kniescheibenstreckapparat. Beim Patellaspitzensyndrom ist in dieser Zone insbesondere der Knochen- und Sehnenübergang involviert, der die Verbindung zur Spitze der Kniescheibe darstellt.

Ein Syndrom, also ein Komplex von Beeinträchtigungen, entsteht beim Patellaspitzensyndrom deshalb, weil so viele einzelne Bestandteile betroffen sind. Grundsätzlich ist das Patellaspitzensyndrom eine sogenannte Überlastungserkrankung.

Ursachen für Patellaspitzensyndrom

Zu einem Patellaspitzensyndrom kommt es dann, wenn eine zu hohe Belastung auf die Kniescheibensehne ausgeübt wird. Mechanische Einwirkungen wie eine zu intensive und teilweise plötzlich auftretende Beanspruchung durch eine Zugkraft führen zu einem Patellaspitzensyndrom. Alltagstypische Tätigkeiten, zu denen ebenfalls spezielle Sportarten gehören, die eine höchstmögliche Überbeanspruchung der Kniescheibensehne durch Zug und das Ausführen der Bewegung auf einem nicht federnden Unterboden kennzeichnet, können eine Entstehung des Patellaspitzensyndroms begünstigen.

Neben den als äußere Ursachen bekannten Auslösern, bedingen ebenfalls einige innere Faktoren ein Patellaspitzensyndrom. In diesem Zusammenhang klagen häufig Patienten, die das 15. Lebensjahr überschritten haben und unter einem Kniescheibenhochstand leiden, über das Patellaspitzensyndrom.

Des Weiteren können eine verringerte Dehnfähigkeit der Muskeln der unteren Extremitäten und eine genetisch bedingte Schwäche der Bandschieben zum Patellaspitzensyndrom beitragen. Eine typische Erkrankung, die ein Patellaspitzensyndrom nach sich zieht, ist die Morbus Osgood-Schlatter bezeichnete gesundheitliche Beeinträchtigung.

Symptome

Krankheitsverlauf Patellaspitzensyndrom

Zu Beginn des Patellaspitzensyndroms klagen die betroffenen Patienten über schmerzhafte Beschwerden, die bei mehr Belastung stärker werden und in Ruhephasen oder bei normaler Beanspruchung wieder abklingen. Der Schmerz wird beim Patellaspitzensyndrom immer an der Spitze der Kniescheibe wahrgenommen.

In Abhängigkeit vom Fortschreiten des Patellaspitzensyndroms ist der Schmerz am Anfang der Belastung stark. Ist der Halteapparat des Knies aufgewärmt, dann nehmen die Schmerzen wieder ab. Wird die Bewegungsaktivität abgebrochen, kann es sein, dass die Schmerzen erneut in Erscheinung treten. Im weiteren unbehandelten Verlauf bleiben die Schmerzen erhalten und treten bei jeglicher Belastung auf.

Der Schmerz beim Patellaspitzensyndrom wird als einschießend und stechend beschrieben und tritt immer dann auf, wenn sich das gesamte Kniegelenk in einer bestimmten Winkelstellung befindet und bewegt wird. Das Patellaspitzensyndrom ist bekannt wegen seiner großen Hartnäckigkeit und dauerhaft anhaltender und ständig wieder in Erscheinung tretender Schmerzen.

Behandlung von Patellaspitzensyndrom

Zur Behandlung des Patellaspitzensyndroms werden mehrere Varianten angeboten. Neben der zunächst konservativen ist die operative Verfahrensweise eine mögliche Behandlungsart. Im Rahmen der konservativen Maßnahmen ist eine umfassende Schonung wichtig, die 3 bis 6 Monate andauern kann. Beim akuten Auftreten des Patellaspitzensyndroms ist eine Kombination aus physiotherapeutischen und physikalischen sowie medikamentösen Behandlungen angezeigt.

Neben der Zufuhr von Wärme oder Kälte gelten die Elektrostimulation, ultraschallgestütze Behandlungen, die sogenannten Friktionsmassagen und krankengymnastische Übungen sowie die Stoßwellentherapie als sinnvoll. Als Medikamente der Wahl kommen beim Patellaspitzensyndrom sowohl Nichtsteroidale Antirheumatika und entzündungs- und schmerzlindernde Medikamente in Frage. Durch eine direkte Verabreichung der Medikamente in das betroffenen Entzündungsgebiet kann ein Patellaspitzensyndrom ebenfalls behandelt werden.

Kann einem Patellaspitzensyndrom mit den herkömmliche therapeutischen Maßnahmen nicht beigekommen werden, dann folgt zur Herstellung der Beschwerdefreiheit ein operativer Eingriff. Sowohl einzelne chirurgische Tätigkeiten als auch kombinierte Verfahren werden in diesem Zusammenhang angewendet.

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Vorbeugung von Patellaspitzensyndrom

Um ein Patellaspitzensyndrom zu vermeiden, ist es immer sinnvoll, Überbelastungen der Knie zu unterlassen. Darüber hinaus gilt gut stoßdämpfendes Schuhwerk und eine intensive Aufwärm- und Dehnungsphase vor jeder sportlichen Aktivität, einem Patellaspitzensyndrom vorzubeugen.

Um Schuhe optimal auszupolstern, genügen bereits gut federnde Schuhsohlen und weiche Einlegesohlen sowie sogenannte Tapeverbände. Diese werden neben den Orthesen speziell gegen ein Patellaspitzensyndrom angelegt.

In Anbetracht des Patellaspitzensyndroms wird deutlich, wie wichtig es ist, die Kniegelenke nicht überzustrapzieren, beim Sport verantwortungsvoll mit dem Körper umzugehen und auf die Gesunderhaltung zu achten und sich umfangreiche Beschwerden und zeitaufwendige Therapien zu ersparen.

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