Keratoakanthom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 25. Oktober 2016
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Bei einem Keratoakanthom handelt es sich um eine besondere Art von Tumor, der das Epithel der Haut betrifft. Ein Keratoakanthom bildet sich in einigen Fällen spontan wieder zurück. Der Ursprung des Tumors befindet sich in den Zellen der Haarfollikel.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Keratoakanthom?

Ein Keratoakanthom ist im überwiegenden Teil der Fälle gutartig. Der Tumor wächst meist relativ schnell, wobei jedoch die Möglichkeit einer spontanen Rückbildung besteht. In der medizinischen Forschung herrscht bisher Uneinigkeit darüber, ob das Keratoakanthom eventuell eine spezielle Form des Plattenepithelkarzinoms darstellt.

In diesem Fall würde es sich um ein Plattenepithelkarzinom mit besonders guten Chancen auf Heilung handeln. Jedoch sind die Kriterien zur Differenzierung der beiden Erkrankungen nicht sehr deutlich, sodass nicht in jedem Fall eine exakte Diagnose möglich ist. Grundsätzlich treten Keratoakanthome vor allem bei älteren Personen auf. Besonders oft zeigen sie sich bei Menschen, die älter als 60 Jahre alt sind. Dabei erkranken männliche Personen öfter an Keratoakanthomen als weibliche.

Ursachen

Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Keratoakanthoms sind nach dem aktuellen Wissensstand der medizinischen Forschung noch nicht abschließend geklärt. Jedoch wird vermutet, dass eine übermäßige Bestrahlung der Haut mit UV-Licht eine Rolle bei der Bildung des Tumors spielt.

Darüber hinaus hat sich in Einzelfällen ein Zusammenhang zur Infektion mit HPV gezeigt. Grundsätzlich bilden sich Keratoakanthome im überwiegenden Teil der Fälle im fortgeschrittenen Alter. Dabei entstehen sie meist an solchen Hautstellen, die intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

Symptome, Beschwerden und Anzeichen

Keratoakanthome gehen mit diversen typischen Anzeichen und Symptomen einher. Grundsätzlich wächst der Tumor in der Regel in Form eines Knotens. Dabei geht er von den sogenannten Keratinozyten aus, die sich im Trichter des Haarfollikels befinden. In seiner Mitte entsteht ein Hornkegel, der auch als keratotischer Pfropf bezeichnet wird.

Um diesen Kegel herum befindet sich Epithelgewebe, das den Pfropf von allen Seiten umschließt. Prinzipiell weist ein Keratoakanthom eine relativ hohe Wachstumsgeschwindigkeit auf. Der Tumor zeigt sich typischerweise in der Form einer Halbkugel.

In einigen Fällen bilden sich in seiner Mitte Dellen oder Teleangiektasien. Dabei entsteht das Keratoakanthom im überwiegenden Teil der Fälle an stark sonnenexponierten Bereichen der Haut, wie zum Beispiel im Gesicht, an den Unterarmen und Händen sowie in der Nackengegend.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Zur Diagnose eines Keratoakanthoms kommen verschiedene untersuchungstechnische Methoden zum Einsatz. Prinzipiell geben schon geringe Anzeichen eines Keratoakanthoms Anlass dazu, einen geeigneten Arzt aufzusuchen. Denn eine zeitige Diagnose und anschließende Behandlung wirken sich positiv auf den Verlauf der Erkrankung aus.

Im ersten Schritt analysiert der behandelnde Arzt im Gespräch mit dem betroffenen Patienten dessen Krankengeschichte, was auch als Anamnese bezeichnet wird. Vorerkrankungen, genetische Veranlagungen und Merkmale des Lebensstils stehen dabei im Fokus. Im Anschluss daran werden klinische Untersuchungen durchgeführt.

Hierbei spielen insbesondere histopathologische Methoden eine wichtige Rolle. In der Histopathologie zeigen Keratoakanthome ein ähnliches Aussehen wie Plattenepithelkarzinome. Aus diesem Grund stufen zahlreiche Ärzte Keratoakanthome als eine harmlosere Form der Plattenepithelkarzinome ein.

Jedoch unterscheidet sich der histologische Befund bei den einzelnen Abschnitten des Tumors zum Teil stark. Daher ist es notwendig, den kompletten Tumor histologisch zu untersuchen und abzubilden. Im Rahmen von mikroskopischen Untersuchungen zeigt sich ein Krater, der über einen verhornten Pfropf verfügt.

Dieser Pfropf wird von sogenannten Stachelzellen umschlossen, die unter Umständen Hornperlen produzieren. Im Bereich der Dermis sind entzündliche Substanzen nachweisbar. Im Hinblick auf die Differenzialdiagnose sind Spinaliome, Basaliome sowie eine aktinische Keratose relevant.

Behandlung und Therapie

Im Rahmen der Therapie von Keratoakanthomen steht deren Entfernung im Vordergrund. Denn Keratoakanthome sind äußerlich kaum von Plattenepithelkarzinomen sowie einigen Arten von Basaliomen zu differenzieren. Da es sich dabei jedoch zum Teil um maligne Erkrankungen handelt, werden auch Keratoakanthome im überwiegenden Teil der Fälle rasch entfernt.

Zwar sind Keratoakanthome in der Lage, sich spontan zurückzubilden. Dennoch wird häufig nicht das Risiko einer bösartigen Veränderung oder Verwechslung des Tumors mit einer anderen Erkrankung eingegangen. Denn ein Keratoakanthom lässt sich kaum exakt von bestimmten Formen von Plattenepithelkarzinomen unterscheiden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich der Tumor bösartig entwickelt.

Nach der Entfernung des Keratoakanthoms wird das Gewebe histopathologisch untersucht. Wird ein Keratoakanthom im Gesicht oder im Naseninneren entfernt, kommt in der Regel die sogenannte Mohs-Chirurgie zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine spezielle Technik, bei der nur sehr wenig Gewebe verloren geht und beschädigt wird. Der Schnittrand wird genauestens kontrolliert.

Vorbeugung

Da die genauen Ursachen für die Entstehung von Keratoakanthomen nach dem heutigen medizinischen Forschungsstand noch nicht vollkommen geklärt sind, sind bisher auch keine exakten Aussagen über wirkungsvolle Maßnahmen zur Vorbeugung der Tumoren möglich. Eine Vielzahl von Untersuchungen weist jedoch darauf hin, dass eine übermäßige Bestrahlung der Haut mit Sonnenlicht die Bildung von Keratoakanthomen begünstigen.

Aus diesem Grund stellt möglicherweise ein geeigneter Schutz der Haut vor Sonne in Form von Textilien und Sonnenschutzmitteln einen Ansatz zur Prävention von Keratoakanthomen dar. Darüber hinaus ist es wichtig, bei Anzeichen eines Keratoakanthomen einen Arzt zu konsultieren, um eine geeignete Behandlung einzuleiten.

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