Geruchsstörung (Riechstörung)

Als Geruchsstörung oder Riechstörung bezeichnet man alle Störungen, die mit dem Geruchssinn zusammenhängen. Dies kann sowohl eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Gerüchen als auch ein vermindertes Riechvermögen betreffen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Geruchsstörung (Riechstörung)

Die Medizin unterscheidet bei einer Geruchsstörung grundsätzlich drei Arten: einerseits gibt es Patienten, die unter der sogenannten Hyperosmie leiden - so wird eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Duftstoffen bezeichnet.

Der Gegensatz dazu ist die Hyposmie - bei diesem Symptom besteht eine Unempfindlichkeit gegenüber bestimmten Reizen. Eine deutliche Einschränkung des Geruchssinnes bis hin zum vollständigen Verlust des Riechvermögens wiederum wird in der Fachsprache auch als Anosmie bezeichnet. Alle diese drei Arten der Geruchsstörung werden grob zusammengefasst als quantitative Geruchsstörungen.

Demgegenüber wiederum stehen die qualitativen Störungen des Riechvermögens - so bezeichnet man veränderte Wahrnehmungen eines Duftes. Patienten, die unter solchen qualitativen Störungen leiden, nehmen entweder Gerüche wahr, obwohl diese gar nicht vorhanden sind oder aber nehmen vorhandene Gerüche stark verändert wahr.

Geruchsstörungen sind in Deutschland recht weit verbreitet - immerhin etwa 80.000 Menschen begeben sich jedes Jahr aufgrund eines veränderten Riechvermögens zum Arzt.

Ursachen für Geruchsstörung (Riechstörung)

Die Ursachen für Geruchsstörungen werden grundsätzlich unterteilt in sinunasale und nicht-sinunasale Ursachen. Erstgenannte sind dabei meist auf Erkrankungen der Nase beziehungsweise der Nasennebenhöhlen zurückzuführen. Bei den nicht-sinunasalen Ursachen wiederum handelt es sich in der Regel um eine Schädigung des olfaktorischen Systems.

Bei Allergien oder Polypen beispielsweise kommt es häufig zu einer Veränderung oder gar zum Ausfall des Riechsystems - nur in seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie ein Hirntumor hinter den Störungen. Selbst anatomische Unregelmäßigkeiten wie eine schiefe Nasenscheidenwand oder sonstige Fehlstellungen können dazu führen, dass das Riechvermögen eingeschränkt oder verändert ist.

Als nicht-sinunasale Ursachen für dieses Symptom kommen beispielsweise Nebenwirkungen von Medikamenten, Kopfverletzungen oder auch der Kontakt mit den verschiedensten Reizstoffen in Frage.

Auch Schwangere klagen häufig über ein vermindertes oder verändertes Riechvermögen - nachdem das Kind aber auf der Welt ist, vergehen diese Symptome jedoch meist von selbst. Bei Alzheimer tritt eine Geruchsstörung ebenfalls sehr häufig auf - immerhin etwa 80 bis 90 Prozent der Alzheimer-Patienten sind von Riechstörungen betroffen.

Verlauf von Geruchsstörung (Riechstörung)

Bei vielen der Patienten verschwindet die Geruchsstörung innerhalb weniger Tage von selbst wieder. Bei anderen Menschen sind jedoch umfassende Untersuchungen nötig, um zunächst einmal die genauen Ursachen abzuklären. Dementsprechend schwierig gestaltet sich bei diesen Patienten dann auch die Behandlung und die Geruchsstörung kann sich über Wochen oder gar Monate hinziehen oder auch chronisch werden.

Behandlung von Geruchsstörung (Riechstörung)

Um eine effiziente Behandlung zu garantieren, wird der Arzt den Patienten zunächst genau über die Ausmaße der Erkrankung befragen. Wichtig ist es vor allem zu wissen, wie genau sich die Art der Geruchsstörung äußert beziehungsweise ob noch andere Beschwerden wie eine Störung des Geschmackssinnes vorliegen.

Im Anschluß wird der Arzt die Nase samt Riechspalte und Rachen genau untersuchen. Anhand von Riechtests kann man meist schon genauere Aufschlüsse geben, um welche Art der Geruchsstörung es sich handelt - bei einigen Patienten sind allerdings auch umfassende neurologische Untersuchungen nötig.

Die Therapie richtet sich dann meist nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei einer anatomischen Veränderung, etwa einer schiefen Nasenscheidewand als Ursache für die Geruchsstörung, kann diese leicht operativ korrigiert werden.

Bei anderen Ursachen wiederum kann die Behandlung sich recht schwierig gestalten. Liegen hormonelle Ursachen der Erkrankung zugrunde, kann eventuell eine Hormonsubstitution helfen. Gerne werden auch Steroide, Zink und Antibiotika eingesetzt - inwieweit diese aber wirklich gegen Geruchsstörungen helfen können, ist noch weitestgehend unerforscht und umstritten.

Glücklich können sich die Patienten schätzen, bei denen die Geruchsstörung innerhalb weniger Tage von selbst wieder verschwindet.

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Vorbeugung von Geruchsstörung (Riechstörung)

Eine direkte Vorbeugung gegen die Geruchsstörung gibt es kaum. Leidet man jedoch bereits an dieser und kennt die genaue Ursache, kann man zumindest versuchen, diese einzudämmen. Sind etwa Medikamente der Auslöser für die Riechstörung, ist es ratsam, auf ein anderes Arzneimittel umzusteigen.


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