Sauna in der Schwangerschaft

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Viele Schwangere stellen sich immer wieder die Frage, ob sie bedenkenlos in die Sauna gehen können. Auch wenn es grundsätzlich gesund ist, sollten bei einem Saunagang in der Schwangerschaft dennoch ein paar Dinge im Vorfeld beachten. Zu beachten ist, dass der Saunagang nicht automatisch für jede Schwangere empfohlen werden kann; es gibt sehr wohl Aspekte, die gegen das Saunieren sprechen.

Inhaltsverzeichnis

Sauna mit Babykugel?

Im Endeffekt spricht nichts dagegen, während der Schwangerschaft in die Sauna zu gehen. Vor allem Frauen, die schon vor ihrer Schwangerschaft regelmäßig die Sauna aufgesucht haben, können problemlos weiterhin ihrem Hobby nachgehen. Dies deshalb, da jene Schwangere bereits „trainiert“ sind. Der Körper kennt bereits die Sauna und wird auch, wenn in ihm ein Mensch heranwächst, keine „Probleme verursachen“.

Wer jedoch nur sehr wenig Erfahrung hat, sollte zuerst Vorsicht walten lassen. Vor allem wegen der Hormonumstellung, kann sehr wohl der Kreislauf einen Streich spielen. Da die Schwangere sowieso - auf Grund des ungeborenen Kindes - eine zusätzliche Kreislaufbelastung hat, kann die Sauna durchaus die Belastung verstärken. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass „ungeübte Frauen“ in den ersten drei Monaten auf die Sauna verzichten.

Danach spricht, wenn ein normaler Schwangerschaftsverlauf gegeben ist, nichts gegen eine Schwitzkur. Wer Bedenken hat, sollte im Vorfeld seinen behandelnden Arzt beziehungsweise Gynäkologen um Rat fragen. Jener kann das Risiko - auf Grund des Schwangerschaftsverlaufs - einschätzen.

Was spricht für einen Saunagang?

Das regelmäßige Saunieren fördert natürlich die Gesundheit. Die Körpertemperatur steigt auf fieberhafte Temperaturen und der Körper aktiviert in weiterer Folge seine Abwehrzellen. Die Hautoberfläche erwärmt sich, die Blutgefäße weiten sich und die Muskeln können sich entspannen. Das Herz-Kreislauf-System verbessert sich, Krankheiten werden im Vorfeld bekämpft und die Gelenke sowie Atemwege werden verbessert.

All jene Aspekte sind vor allem für Schwangere hilfreich. Des Weiteren beugt die Schwangere - auf Grund des Flüssigkeitsverlusts - Wassereinlagerungen vor beziehungsweise können bereits bestehende Ödeme abgebaut werden. Die Sauna lockert auch die Muskeln. Das ist vor allem für den bevorstehenden Geburtsvorgang von enormem Vorteil.

Wenn die Schwangere also regelmäßig vor der Schwangerschaft (und auch während der Schwangerschaft) in die Sauna gegangen ist, wird sie mitunter eine leichtere Geburt als jene Frauen haben, die eine Sauna immer gemieden haben. Die Sauna hilft aber nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche. Hier kann sich die Schwangere tatsächlich zu 100 Prozent entspannen.

Risiko eines Saunabesuches

Leidet die Schwangere jedoch unter Kreislaufproblemen beziehungsweise konnte vor der Schwangerschaft keine Erfahrung gesammelt werden, sollte sie in den ersten Monaten die Sauna meiden. Die Sauna gilt es auch dann zu meiden, wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt oder mitunter Schwangerschaftskomplikationen aufgetreten sind.

Auch bei Bluthochdruck, Nierenproblemen oder Krampfadern ist es ratsam, den Gang in die Sauna erst dann zu bestreiten, wenn das Kind bereits auf der Welt ist. Wer kurz vor seinem Entbindungstermin ist, sollte ebenfalls auf die Sauna verzichten. Die Temperaturen - in Verbindung mit zahlreichen Aromazusätzen - können Wehen auslösen.

Tipps für Saunagänger

Es spielt im Endeffekt keine Rolle, ob die Schwangere „trainiert“ ist oder nicht - wichtig ist, dass man es mit der Sauna nicht übertreibt. Folgende Punkte sollten daher berücksichtigt werden:

  • Keine hohen Temperaturen: Ratsam ist es, die unteren Bänke zu benutzen. Hier wird es weniger heiß. Auch ein Vivarium oder eine Biosauna stellen mitunter eine passende Alternative zur finnischen Variante dar.
  • Keinesfalls übertreiben: Ein Saunabesuch pro Woche ist ausreichend; pro Besuch sollten nicht mehr als zwei Saunagänge erfolgen.
  • Die richtige Vorbereitung: Wer vor dem Saunabesuch ein warmes Fußbad nimmt, regt die Durchblutung an und bereitet den Körper in weiterer Folge auf das Schwitzen vor.
  • Der Kreislauf: Wer liegt, sollte vorsichtig aufstehen. Die Gefahr, dass der Kreislauf Probleme macht, ist in der Schwangerschaft höher.
  • Das Tauchbecken meiden: Wer sich nach der Sauna gerne im Tauchbecken abkühlt, sollte während der Schwangerschaft lieber kalt duschen. Zuerst die Beine, dann die Arme und in weiterer Folge den Rücken und dann erst den Bauch kühlen!
  • Natürlich ist die Hygiene besonders wichtig. Vor allem dann, wenn man schwanger ist, müssen Infektionen unbedingt vermieden werden. Wer in eine öffentliche Sauna geht, sollte also immer ein frisches Handtuch verwenden.
  • Nach der Sauna ist es wichtig, sich auch bei „normalen Temperaturen“ zu erholen und genügend zu trinken. So kann die verlorene Flüssigkeit wieder „aufgefüllt“ werden.

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Dampfbad oder Sauna?

Viele Frauen empfinden niedrige Temperaturen - zwischen 50 und 60 Grad - angenehmer. Eine Alternative bietet das Dampfbad. Hier werden Temperaturen von maximal 50 Grad erreicht. Dennoch muss erwähnt werden, dass zahlreiche Schwangere - obwohl im Dampfbad geringere Temperaturen vorherrschen - größere Probleme mit dem Kreislauf bekommen, wenn sie in das Dampfbad gehen.

Der Grund ist die feuchte Hitze, welche den Kreislauf mehr belastet. Wichtig ist, dass - ganz egal, ob man trainiert ist oder nicht - die Vorzeichen des Körpers erkannt werden. Wer sich nicht wohl fühlt oder der Meinung ist, Probleme mit dem Kreislauf zu haben oder zu bekommen, sollte auf die Sauna zur Gänze verzichten. Wer unsicher ist, sollte daher seinen behandelnden Arzt im Vorfeld kontaktieren.

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