Kontrastmittel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Um spezielle medizinische Untersuchungsverfahren sinnvoll und für die Betroffenen so effizient wie möglich umsetzen zu können, werden verschiedene Hilfsmittel benötigt. Zu diesen chemischen Substanzen gehören insbesondere die sogenannten Kontrastmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kontrastmittel?

Kontrastmittel sind Stoffe, die nicht unmittelbar zur Therapie von Erkrankungen und zur Behebung der auftretenden Symptome angewendet werden. Der vorzügliche Zweck von Kontrastmitteln besteht darin, die Erkennung von Erkrankungen und Abnormitäten an Organen zu unterstützen.

Der Einsatz der Kontrastmittel beschränkt sich in der Medizin hauptsächlich auf die als bildgebende Verfahren bezeichneten medizintechnischen Methoden. Angewendet werden die Kontrastmittel in der Ultraschall- und Röntgendiagnostik sowie bei der Magnetresonanztomografie. Diese Techniken werden wegen des bestehenden Bedarfs an Kontrastmittel auch als Kontrastmitteldarstellungen bezeichnet.

Diverse Kontrastmittel müssen ganz spezifische Eigenschaften aufweisen und sollen keinerlei Wirkung auf den Organismus ausüben. Sie werden auf ganz natürliche Art und Weise Körper ausgeschieden.

Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Angewendet werden Kontrastmittel in der Ultraschall- und Röntgendiagnostik sowie bei der Magnetresonanztomografie.

Neben der Röntgendiagnostik und der Sonografie werden hoch moderne Verfahren wie die Magnetresonanztomografie nicht ohne Kontrastmittel durchgeführt. Durch Kontrastmittel ist es möglich, einzelne morphologische Strukturen besser optisch darstellen zu können.

Bei den Kontrastmitteln werden die physikalischen Gesetze der Optik ausgenutzt. In diesem Zusammenhang geht es darum, über ganz besondere chemische Partikeln im Kontrastmittel bestimmte anatomische Strukturen zu verdunkeln. Über die Entstehung von Schatten ist eine gezielte Modifizierung von Informationen möglich, die vom Untersuchungsgerät ausgesendet werden. Dies ist die Grundlage für die Erhöhung der Bildqualität der diagnostischen Kontrastmitteldarstellungen.

Die einzelnen Kontrastmittel weisen eine unterschiedliche Licht- und Strahlenabsorption auf. Außerdem sind die Kontrastmittel in Bezug auf deren Zusammensetzung unterschiedlich beschaffen. Sie weichen durch ihr molekulares Gewicht, ihre Osmolarität und Viskosität voneinander ab. Das machen sich die medizintechnischen Verfahren zunutze und arbeiten mit verschiedenen Kontrastmitteln, um eine bestmögliche Güte der Darstellungen zu erzielen.

Kontrastmittel, die sich zum Beispiel hervorragend für das MRT eignen, basieren auf der Schaffung eines Dichteunterschiedes auf künstliche Art und Weise. Es geht hierbei um die optische Beeinflussung von Metallionen, die eine magnetische Beschaffenheit aufweisen.

Verwendete Substanzen

Nicht alle eingesetzten Kontrastmittel basieren auf ein und demselben Prinzip. Kontrastmittel in der Radiologie weisen entweder eine hohe oder eine geringe Dichte auf und werden als röntgennegative oder röntgenpositive Stoffe bezeichnet.

Für den Patienten oder die Patienten stellen sich die Kontrastmittel als Flüssigkeiten dar, die entweder über den Mund oder über eine Injektion in den Organismus eingebracht werden. Im medizinischen Fachbereich werden jedoch zahlreiche Kontrastmittel verabreicht, die sich in deren chemischer und physikalischer Struktur voneinander unterscheiden.

In der Röntgendiagnostik werden Kontrastmittel in Form von Suspensionen aus Bariumsulfat verabreicht. Darüber hinaus beinhalten viele Kontrastmittel für Röntgenaufnahmen Jod.

Im Bereich der Untersuchungen mittels Ultraschall werden wiederum ganz andere Kontrastmittel bevorzugt. In medizinischen Fachkreisen sind diese Kontrastmittel als sogenannte Echokontrastverstärker bekannt. Die Kontrastmittel beinhalten meist Bläschen aus Luft oder einem gut verträglichen Gas und ähneln meist einem Schaum. Die inneren Organe werden sozusagen "aufgebläht", wodurch mit diesen Kontrastmitteln eine bessere Ultraschalluntersuchung realisiert werden kann.

Bei der Magnetresonanztomografie haben sich mittlerweile die extra- und intrazellulären Kontrastmittel bewährt. Die letztgenannte Gruppe der Kontrastmittel wird recht selten ausgewählt. In diese Klasse der Kontrastmittel gehören die als superparamagnetische Eisenteilchen bezeichneten Partikel.

Außerdem werden Substanzen verabreicht, die eine chemische Verbindung mit Mangan eingehen. Extrazelluläre Kontrastmittel sind typische Darstellungshilfen beim MRT. Diese Kontrastmittel bewegen sich im Gegensatz zu den intrazellulären (intra = innen) Kontrastmitteln außerhalb der Organzellen. Diese Kontrastmittel enthalten Gadolinium-Ionen und verschnellern die Magnetisierung des Wassers in den Geweben.

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Risiken & Nebenwirkungen

Im Allgemeinen sind moderne Kontrastmittel unschädlich und lagern sich nicht in jedem Fall im Organismus ein. Daher sind gesundheitliche Folgeerscheinungen durch Kontrastmittel ausgeschlossen. In der Regel werden die Kontrastmittel unbemerkt auf normalem Weg ausgeschieden und verursachen keine Beschwerden. Einige Menschen können eine Allergie oder eine Unverträglichkeit gegen Kontrastmittel aufbauen. Als weitere Nebenwirkungen bei oral zu verabreichenden Kontrastmitteln können leichter Durchfall oder Übelkeit auftreten. Dies liegt jedoch meist an der großen Flüssigkeitsmenge, in welcher das Kontrastmittel gelöst ist.

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