Keratolysis sulcata

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Juli 2017
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Die Keratolysis sulcata ist eine Erkrankung der Haut. Sie tritt an den Fußsohlen auf. Es ist eine bakterielle Krankheit.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Keratolysis sulcata?

Die Keratolysis sulcata ist gekennzeichnet durch eine Veränderung des Hautbildes. An den Fußsohlen und in seltenen Fällen in den Handflächen erkrankt die Haut des Betroffenen durch den Befall von Bakterien. Es kommt zu einer Veränderung der Hornhaut an den von Bakterien befallen Regionen. Die Keratolysis sulcata hat ein punktförmiges bis fleckiges äußeres Erscheinungsbild.

Häufig leiden die Erkrankten ebenfalls an einer erhöhten Schweißbildung sowie an einem unangenehmen Geruch an den Füßen. Die Veränderungen des Hautbildes zeigen sich an den Fußsohlen, der Ferse sowie den Zehen. Darüber hinaus kann sie sich bis zu den Zehenzwischenräumen oder den Zehenfalten ausweiten.

Da sich die Erkrankung in nur wenigen Stunden stark auf den gesamten Fuß ausbreiten kann, steigt das Risiko von großflächigen Defekten. Wird dem Juckreiz nachgegeben, kommt es in zu großen Schuhen zu einem Scheuern des Fußes, verbreiten sich die Bakterien ebenfalls rasant. Gefährdet sind Menschen, die durch Arbeit oder sportliche Aktivitäten häufig an den Füßen schwitzen und dabei Schuhe tragen, die eine Schweißbildung fördern.

Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen der Keratolysis sulcata gehört eine erhöhte Schweißbildung bei gleichzeitig nicht ausreichenden antibakteriellen Maßnahmen. Wird über einen längeren Zeitraum Schuhwerk getragen, was keine gute Belüftung des Fußes ermöglicht, steigt das Risiko der Erkrankung. Gleiches gilt, wenn das Schuhwerk regelmäßig getragen oder von verschiedenen Personen getragen wird.

Sofern sich beim Tragen eine übermäßige Schweißbildung entwickelt hat und keine desinfizierenden Maßnahmen ergriffen wurden, steigt die Gefahr, an Keratolysis sulcata zu erkranken. Darüber hinaus stellt das unregelmäßige und zu seltene Wechseln von Strumpfwaren eine mögliche Ursache dar. Eine unzureichende Reinigung der Füße nach der Schweißbildung fördert das Wachstum der Bakterien ebenfalls.

Alle Vorgänge, die das Wachstum der Bakterien unterstützen, können als Folge eine Keratolysis sulcata auslösen. Mangelnde Hygiene bei gleichzeitig unzureichender Pflege der Füße ist dabei die Hauptursache. Da es sich um eine bakterielle Erkrankung handelt, ist sie ansteckend und kann ursächlich übertragen worden sein.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Zu den Symptomen gehören Veränderungen des Hautbildes an den Füßen. Anfänglich bilden sich punktförmige Veränderungen aus, die in ihrem Wachstum zunehmen. Sie erreichen oft einen Durchmesser von zwei bis drei Millimeter und eine Tiefe von einem bis sieben Millitmeter. In den meisten Fällen beginnen die Veränderungen in den Zehnzwischenräumen.

Sie breiten sich von den Zehen weiter aus, bis sie über die Fußsohle auch die Ferse erreicht haben. Die Haut erleidet ein fleckiges dunkelfarbiges Aussehen. In schweren Fällen können sich die Hautveränderungen auch an den Handflächen ausbilden. Da sich die Keratolysis sulcata in nur wenigen Stunden sehr weit ausbreiten kann, sollten sofort Maßnahmen ergriffen werden.

Alternativ droht ein großflächiger Defekt der Haut, der die Fußgesundheit insgesamt angreift. Die Fortbewegung wird erschwert und ist schmerzhaft von den Betroffenen. In besonders schweren Fällen sind Gehen oder Stehen für den Erkrankten aufgrund der Schmerzen nicht mehr möglich.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose wird bei einem Arzt gestellt. Nach dem Sichtkontakt nimmt er einen Fußabstrich vor. Dieser zeigt in einem Labortest den Befall von Bakterien an. Der Krankheitsverlauf ist als stark progressiv zu bezeichnen. Innerhalb weniger Stunden oder Tage kann die die Hautveränderung über den gesamten Fuß ausbreiten.

Komplikationen

Durch die Keratolysis sulcata kommt es vor allem zu Beschwerden an der Haut des Betroffenen. Diese Beschwerden sind in der Regel auf der Fußsohle ausgebreitet, sodass es zu Schmerzen beim Laufen und Gehen und in der Regel auch zu Einschränkungen in der Bewegung kommt. Die Lebensqualität wird durch die Keratolysis sulcata deutlich verringert.

Die Veränderungen auf der Haut können auch zu ästhetischen Beschwerden führen, sodass sich die Betroffenen mit der Keratolysis sulcata nicht wohl fühlen und an einem verringerten Selbstwertgefühl leiden. Ebenso breitet sich diese Krankheit in den meisten Fällen auch auf andere Regionen des Körpers aus, sodass es schon nach einigen Stunden zu den selben Beschwerden an den Händen und Fingern kommen kann.

Aus diesem Grund ist in der Regel eine sofortige Behandlung der Keratolysis sulcata notwendig. Die Fortbewegung des Patienten ist schmerzhaft, wobei es in schwerwiegenden Fällen für den Betroffenen nicht mehr möglich ist, zu stehen oder zu gehen. Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von verschiedenen Cremes und Salben. Der Betroffene muss allerdings bestimmte Materialien möglicherweise vermeiden, damit es nicht wieder zu den Beschwerden kommt. Die Lebenserwartung ist durch die Keratolysis sulcata in der Regel nicht eingeschränkt.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Keratolysis sulcata ist langwierig. Meist dauert sie über mehrere Monate an. Erkrankte werden aufgefordert, mehrmals täglich ihre Strumpfwaren gegen frisch gewaschene und desinfizierte auszuwechseln. Dabei ist darauf zu achten, dass keine synthetischen Materialien verwendet werden. Die Füße müssen trocken gehalten werden. Sofern sie in Kontakt mit Wasser geraten, sollten sie abgetrocknet werden.

Nach einer Schweißbildung sollten die Füße unverzüglich gewaschen und desinfiziert werden. Das Tragen von Zehensocken wird empfohlen. Das Schuhwerk wird auf seine Qualität überprüft und meist gegen atmungsaktive Schuhe ausgetauscht. Sofern möglich, sollte offenes Schuhwerk bei gleichzeitigem Tragen von Strumpfwaren verwendet werden. Die Nutzung von speziellen Schuheinlagen wird empfohlen.

Diese sollten regelmäßig ausgetauscht sowie desinfiziert werden. Die Desinfektion der Füße ist mehrmals täglich vorzunehmen. Dazu sollten antibakterielle Cremes aufgetragen werden. Säurehaltige oder fettige Cremes, Salben oder Seifen sind zu vermeiden. Da sich die Defekte der Hornhaut nur langsam regenerieren, müssen die Maßnahmen täglich über mehrere Monate vorgenommen werden.

Nach Möglichkeit sind Bäder oder Saunen zu meiden. Findet in der Nacht eine erhöhte Schweißbildung statt, so ist die Bettwäsche regelmäßig zu wechseln. Es können nachts Strumpfwaren getragen werden, die den Schweiß auffangen können. Dabei ist darauf zu achten, dass die Temperatur während des Schlafes nicht zunimmt. Nach sportlichen Aktivitäten sind die Strumpfwaren sofort zu wechseln.

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Vorbeugung

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören eine ausreichende Fußhygiene und atmungsaktives Schuhwerk. Regelmäßiges Waschen der Füße, insbesondere nach einer Schweißbildung aufgrund intensiver Tätigkeiten ist notwendig. Ein tägliches Wechseln der Strumpfwaren sollte vorgenommen werden. Schuhe, in denen sich Schweiß ausbildet, sollten desinfiziert oder ausgetauscht werden. Das Tragen der Schuhe von mehreren Personen sollte vermieden werden. Der Fuß sollte möglichst trocken gehalten werden, damit sich keine Bakterien ausbilden können. Die tägliche Pflege des Fußes mit geeigneten Produkten für eine Regeneration ist empfehlenswert.

Bücher über Schweißfüße

Quellen

  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Sterry, W., Worm, M., Burgdorf, W.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2014

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