Zwetschge

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Die Zwetschge, die zu den Rosengewächsen gehört, ist eine saftige kräftig violett gefärbte Pflaumensorte, die über kleine, länglichere Früchte und ein gelbgrünes bis orangefarbenes Fruchtfleisch verfügt, während die Pflaumen eher rundlich sind. Bei der Zwetschge kann zudem der Stein besser herausgelöst werden. Das Steinobst wird sehr gern dafür genutzt, um Blechkuchen damit zu belegen.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Zwetschge wissen

Die Zwetschge, eine sehr alte Pflaumensorte, gelangte bereits vor über 2.000 Jahren nach Europa. Ursprünglich stammt sie aus dem Damaskus, wobei die Kultur der Zwetschge bis ins Altertum zurückverfolgbar ist, denn ihre Wurzeln hat die Frucht in Vorderasien.

Mittlerweile wächst sie in allen Regionen, wo ein gemäßigtes Klima vorzufinden ist, wobei die Hauptanbaugebiete der Zwetschge neben Deutschland die Länder des Mittelmeeres sind. Seit der Anbau des Pflaumenbaums in Europa erfolgt, wurde die Zwetschge immer wieder gekreuzt, sodass zahlreiche verschiedene Sorten entstanden sind, die sich in Bezug auf die Form, Farbe und den Geschmack unterscheiden. Hinsichtlich der Färbung können die vier bis acht Zentimeter langen Früchte gelb, grün bis gelb, rot und blau sein. Die Erntezeit ist je nach Sorte von Juli bis Oktober.

Mit dem fruchtig-süßen Aroma trösten die Früchte über den Ausklang des Sommers hinweg. Die länglich-ovale Zwetschge mit dem typischen spitzen Ende besitzt keine Furche oder Naht und das im Vergleich zur Pflaume festere, saftige und angenehm süß-säuerliche Fruchtfleisch lässt sich leicht vom Stein lösen.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Zwetschge, die beliebte Sommerfrucht, schmeckt nicht nur sehr gut, sondern sie ist auch äußerst gesund, denn sie verfügt über zahlreiche wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kupfer, Kalium und Zink sowie wertvolle Vitamine wie das Vitamin A, C, E und die B-Vitamine, dank derer die Leistungsfähigkeit und Konzentration verbessert werden und ein Schutz vor Krankheiten vorliegt.

Zudem werden das Immunsystem sowie die Nerven gestärkt, der Stress wird besser abgebaut, sodass Verstimmungen und Depressionen entgegengewirkt wird. Der hohe Provitamin A-Gehalt ist wichtig für die Sehkraft und eine gesunde Haut. Aufgrund des hohen Sorbitgehalts (Zuckeralkohol) hat die Zwetschge auch eine verdauungsfördernde Wirkung, die bei getrockneten Früchten noch höher ist als beim frischen Steinobst. Die enthaltenen Anthocyane, die Pflanzenfarbstoffe, sind in der Lage, freie Radikale zu binden, welche die Zellen schädigen und somit Krebs verursachen können.

Die Zwetschge, die beliebte Sommerfrucht, schmeckt nicht nur sehr gut, sondern sie ist auch äußerst gesund, denn sie verfügt über zahlreiche wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente.
Dank der unverdaulichen Ballaststoffe in der Zwetschge wird die Verdauung in Schwung gebracht.

Bei einer Verstopfung werden am Abend fünf bis zehn trockene Zwetschgen eingeweicht, die morgens zu sich genommen werden. Die Früchte enthalten viel Pektin, welches aufquillt und somit den Stuhl weich macht. Das Steinobst hilft zudem bei einer Appetitlosigkeit, Blutarmut, Leber- und Nierenproblemen, einer Gicht und Rheuma. Bei Halsschmerzen und einer Zahnfleischentzündung kann aus den Blättern des Baums ein Sud gekocht werden, um damit zu gurgeln, was eine schnelle Erleichterung bringt. Somit hilft die Zwetschge bei vielen Erkrankungen und Beschwerden.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

In der Zwetschge sind viele verschiedene Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten, beispielsweise Kalium, Kalzium, Zink, Eisen, Kupfer und Bor sowie Vitamine der B-Gruppe. Der blaue Farbstoff zählt zu den Flavonoiden und hat ebenso positive Effekte auf den menschlichen Körper, denn Flavonoide können antioxidativ wirken sowie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Hinzukommt das reichlich enthaltene Provitamin A. Obwohl die reife Zwetschge süß schmeckt, können sie auch Figurbewusste mit einem guten Gewissen verzehren, da der Fettgehalt beinahe bei null liegt.

Unverträglichkeiten & Allergien

Die Zwetschge ist im Allgemeinen gut verträglich, doch Diabetiker sollten sie in Maßen essen, da das Steinobst relativ viele Kohlenhydrate enthält. Zudem können die Fruchtsäuren eine leicht abführende Wirkung haben, was jedoch bei einer Verstopfung günstig ist. Menschen, die unter einer Nierenerkrankung leiden, berichten manchmal darüber, dass der Verzehr der Zwetschge zu Schmerzen im Nierenbereich führt, sobald sie zu viel davon gegessen haben.

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Einkaufs- & Küchentipps

Die saftig-süße Zwetschge ist nahezu ganzjährig erhältlich, wobei sie nur von Juli bis etwa Oktober aus dem heimischen Anbau stammen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Steinobst über eine frische Farbe verfügt, fein duftet und fest ist.

Der Stilansatz der Zwetschge sollte prall sein und über keine Fältchen verfügen. Wird das Steinobst direkt vom Baum geerntet, weist es einen feinen weißlichen, wachsartigen Duftfilm auf, den die Frucht selber bildet, um sich vor dem Austrocknen zu schützen. Bei der Auswahl der Früchte im Geschäft ist dies ein typisches Merkmal für eine gute Qualität. Der Überzug sollte erst vor dem Verzehr abgewaschen werden. Auch zu beachten ist, dass die Zwetschge nicht nachreift. Daher sollte sie beim Kauf gut ausgereift, das heißt nicht mehr grünlich oder hart, aber auch nicht zu weich sein. Im Allgemeinen ist es ratsam, die Zwetschge nicht länger als drei bis vier Tage aufzubewahren.

Hierfür sollte sie in ein feuchtes Tuch gelegt und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden, damit sie keine Feuchtigkeit verliert. Die Zwetschge kann auch eingefroren werden. Hierfür wird sie gründlich gewaschen, gut abgetrocknet, der Stiel entfernt, halbiert und entsteint. Nun können die halbierten Zwetschgen in einen Tiefkühlbeutel gegeben und eingefroren werden. In einer Glasschüssel tauen sie im Kühlschrank am schonendsten auf. Sind sie als Kuchenbelag vorgesehen, können die Früchte auch gefroren auf den Teig gelegt und so gebacken werden.

Zubereitungstipps

Die Zwetschge kann vielseitig verwendet werden. Es ist möglich, sie roh, gekocht oder als Trockenfrucht zu verzehren und zu verarbeiten. Gern wird sie aufgrund des angenehm süßen Aromas dafür genutzt, um eine Konfitüre oder Kompott damit zuzubereiten oder einen Kuchen damit zu belegen. Der Boden bleibt bei Letzterem schön knusprig, denn die Früchte verlieren nur wenig Saft.

Sehr gut schmeckt das Steinobst auch zu Pfannkuchen verarbeitet. Ein Klassiker sind außerdem Zwetschgenknödel mit Vanillesauce. Doch nicht nur bei den Speisen, sondern ebenso für die Herstellung von Getränken wird die Zwetschge gern verwendet, beispielsweise für Schnäpse, Liköre und Weine. Auch im Rumtopf dürfen sie nicht fehlen. Die Früchte passen zudem zu Fleischgerichten. Hier werden sie in Rotwein, Rosmarin und Thymian mariniert. Außerdem sind sie zum Füllen eines Gänse- oder Entenbraten hervorragend geeignet.

Auch zum Verfeinern einer Sauce ist das Mus aus der Zwetschge einfach köstlich. Ganz gleich, ob eingemacht, gebraten oder gebacken, aus der Zwetschge können traumhafte Desserts, Kuchen oder sonstige Süßspeisen, aber auch gesunde herzhafte Gerichte gezaubert werden.

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