Zimtkassie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 14. Dezember 2016
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Die Zimtkassie ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Lorbeergewächse, aus dessen getrockneter Rinde der Cassiazimt gewonnen wird. Die ursprünglich aus dem südlichen China stammende Zimtkassie unterscheidet sich hinsichtlich Geschmack und Inhaltsstoffen vom echten Zimt, auch Ceylon-Zimt genannt, der ebenfalls der Familie der Lorbeergewächsen angehört. Der Cassiazimt entwickelt einen charakteristischen süß-scharfen Geschmack und dient in Europa meist zum Würzen von Süßspeisen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Zimtkassie

Die Zimtkassie (Cinnamomum cassia) ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) mit einer Wuchshöhe von bis zu zwölf Metern, in guten Lagen auch bis zu fünfzehn Metern. Der Baum, der im deutschen Sprachraum auch Kaneel oder englischer oder chinesischer Zimt genannt wird, stammt wahrscheinlich aus dem südlichen China. Die heutigen vorherrschenden Anbauregionen finden sich in China und in südostasiatischen Ländern.

Die Zimtkassie unterscheidet sich vom echten Zimt, auch Ceylon-Zimt genannt, der eine eigene Art begründet, aber auch zur Familie der Lorbeergewächse gezählt wird. Charakteristisch im Erscheinungsbild der Zimtkassie ist, dass die bis zu dreizehn Millimeter dicke Borke, die Zweige und das Laub stark aromatisch duften. Der angenehme und charakteristische süßlich-scharfe Geruch geht hauptsächlich auf das enthaltene Zimtaldehyd zurück.

Die Blütezeit der Zimtkassie reicht bei Bäumen, die auf der Nordhalbkugel wachsen, von Juni bis September. Die getrocknete Rinde wird zu kleinen Röllchen eingerollt und kommt als Zimtstangen in den Handel. Alternativ dazu wird die Rinde der Zimtkassie auch zu Pulver vermahlen, das gerne mit Zucker vermischt und als Zimtzucker zum Würzen von Süßspeisen verwendet wird.

Teilweise wird die getrocknete Rinde auch als Droge genutzt und unter verschiedenen Namen wie Cinnamomi Cassiae Cortex, Cassia lignea und anderen gehandelt. Auch die Kassienblüten oder jungen Früchte werden für die Herstellung einer Droge (Cassiae flos) verwendet. Aus Rindenabfällen und dem Laub wird durch Wasserdampfdestillation ein Öl, das Oleum cinnamomi, gewonnen, das auch unter den Namen Chinesisches Zimtöl oder Cassiaöl bekannt ist.

Wirkung & Anwendung

Hauptinhaltsstoffe des Kassiazimts sind ätherische Öle, Cumarin und Schleimstoffe. Das ätherische Kassiaöl besteht im Wesentlichen aus Zimtaldehyd, Cinnamylacetat, Diterpenen und Proanthocyanidinen. Der echte oder Ceylon-Zimt enthält im Gegensatz zum Kassiazimt Cumarin nur in sehr geringer Konzentration. Während ein Kilogramm Kassiazimt bis zu zwei Gramm Cumarin enthält, bringt es die gleiche Menge Ceylon-Zimt nur auf 0,02 Gramm.

Cumarin ist ein Duft- und Aromastoff, dem leberschädigende Wirkungen nachgewiesen wurden und der im Verdacht steht, krebsauslösend zu sein. Das Bundesamt für Risikoabschätzung (BfR) hat deshalb enge Grenzwerte für Cumarin eingeführt. Der Gedanke an Zimt löst bei vielen Menschen Assoziationen an Weihnachtsgebäck und Lebkuchengewürz sowie an bestimmte Süßspeisen wie Milchreis aus.

In der arabischen, indischen und fernöstlichen Küche spielt Zimt allerdings eine wesentlich umfangreichere Rolle als Einzelgewürz oder als Bestandteil von Gewürzmischungen. Hinweise auf Zimt als Gewürz finden sich bereits in einem chinesischen Kräuterbuch aus der Zeit um 2.700 v. Christus. Kassiazimt kann entweder als Stangenzimt in Form röhrchenartig zusammengerollter Stücke oder in gemahlenem Zustand verwendet werden.

Charakteristisch im Erscheinungsbild der Zimtkassie ist, dass die bis zu dreizehn Millimeter dicke Borke, die Zweige und das Laub stark aromatisch duften.

In Form von Stangenzimt lässt sich echter Zimt von Kassiazimt bereits äußerlich unterscheiden. Die kleinen Röhrchen beziehungsweise Stangen aus Ceylon-Zimt zeichnen sich dadurch aus, dass sie vollständig ausgefüllt sind – ähnlich wie das Innere von Zigarren, weil sie aus mehreren ineinander gerollten Lagen bestehen. Die Stangen aus Kassiazimt gleichen kleinen Röhrchen, da sie meist aus nur einer einzigen (dickeren) Lage zusammengerollt sind.

Wenn Stangenzimt zum Würzen verwendet wird, wird er meist zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder aus dem Gericht oder den eingelegten Früchten entfernt. Mit Kassiazimt können auch Fleischgerichte wie Wildragouts und Lamm und Geflügel pikant und aromatisch gewürzt werden. Auch eine Schweinebratenkruste kann mit Zimt eine besonders interessante Geschmacksnote erhalten. Stangenzimt kann bis zu drei Jahre sein Aroma halten, wenn er dunkel und kühl gelagert wird.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Bedeutung für die Gesundheit und den Stoffwechsel entfalten vor allem die ätherischen Öle, die auch als Kassiaöl oder chinesisches Zimtöl im Handel geführt werden. Die Inhaltsstoffe des Kassiazimts haben antibakterielle und fungistatische Wirkungen. Das bedeutet, dass sie das Wachstum schädlicher Pilze aufhalten können. Dokumentiert ist, dass bereits im 11. Jahrhundert zur „Verminderung der üblen Säfte und zur Förderung der guten Säfte" empfohlen wurde, Zimt einzunehmen.

Im Ayurveda wie auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hat Zimt seinen Stellenwert. In der TCM kommt Zimt unter anderem bei innerer Kälte, Anspannung und Kreislaufschwäche zur Anwendung. Ein therapeutischer Einsatz des Kassiazimts gegen Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Störungen im Verdauungstrakt wird auch heute empfohlen ebenso zur Überwindung von Appetitlosigkeit.

Gesichert ist der positive Einfluss von Kassiazimt auf die Motilität, die Peristaltik des Darms. Eine sanfte Wirkungsentfaltung zur Behandlung von Verdauungsproblemen kann mit einem Tee erreicht werden, der durch Überbrühen zerkleinerter Zimtrinde mit siedend heißem Wasser zubereitet wird. Zimttinkturen werden zur Behandlung von Nervenschwäche, Blähungen, Magenschwäche und bei Brechreiz empfohlen.

Unter Fachleuten wird derzeit diskutiert ob Kassiazimt blutzuckersenkende Eigenschaften hat, die möglicherweise das Auftreten eines Diabetes Typ 2, hinauszögern oder gar verhindern kann. Die getrockneter Rinde, Blüten, die sich bereits zu jungen Früchten entwickelt haben und Blattextrakte, die durch Wasserdampfdestillation gewonnen werden, dienen auch als Wirkstoffe, für die die Pharmaindustrie Verwendung hat.

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